Unterricht der Landessprachen für den Zusammenhalt unseres Landes

ShortId
25.4017
Id
20254017
Updated
22.12.2025 13:25
Language
de
Title
Unterricht der Landessprachen für den Zusammenhalt unseres Landes
AdditionalIndexing
32;2831;04
1
PriorityCouncil1
Ständerat
Texts
  • <p>Einige Deutschschweizer Kantone wollen das Frühfranzösisch abschaffen. Damit gefährden sie das gute Einvernehmen zwischen den Sprachregionen und schwächen den nationalen Zusammenhalt.&nbsp;</p><p>Diese Entscheide stehen im Widerspruch zum HarmoS-Konkordat, zur interkantonalen Harmonisierung und vor allem zur tief verwurzelten Tradition unseres Landes.&nbsp;</p><p>Für solche Fälle sieht die Bundesverfassung vor, dass der Bund subsidiär handelt. In seiner Antwort auf die Interpellation&nbsp;13.4079 erklärte der Bundesrat, er werde ab 2014 bei Bedarf seine subsidiäre Kompetenz anwenden. Kürzlich unterstrich auch Bundesrätin Baume-Schneider die Ernsthaftigkeit der Lage.</p><p>Das Parlament muss sich deshalb dem Problem annehmen und den Bundesrat mit einer Gesetzesänderung beauftragen – etwa des Sprachengesetzes oder eines anderen relevanten Gesetzes –, damit zur Sicherung des nationalen Zusammenhalts bereits in der Primarschule eine zweite Landessprache unterrichtet wird. Mit anderen Worten: Französisch, Italienisch, Deutsch oder Rätoromanisch sollen bereits in der Primarschule unterrichtet werden.&nbsp;</p><p>Die vier Sprachregionen unseres Landes sind miteinander verbunden und fügen sich zu einem kohärenten Ganzen zusammen ‒ das macht die Schweiz einzigartig. Wollen wir vereint statt getrennt leben, müssen wir diese Einzigartigkeit wahren.</p>
  • <span><p><span>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass die in verschiedenen Deutschschweizer Kantonen geplante Verschiebung des Französischunterrichts auf die Oberstufe der Pflicht der Kantone zur Harmonisierung der Eckwerte der obligatorischen Schule widerspricht und den Zusammenhalt zwischen den Sprachgemeinschaften gefährdet.</span></p><p><span>Der Bundesrat hat darum am 19. September 2025 das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) beauftragt, eine Vernehmlassungsvorlage mit zwei Varianten auszuarbeiten (Anpassung des Sprachengesetzes), welche die Kantone verpflichten, weiterhin eine zweite Landessprache auf Primarstufe zu unterrichten. Ziel ist es, die Bedeutung der Landessprachen und den Austausch zwischen den Sprachgemeinschaften zu sichern. Diese Regelung soll aber nur greifen, falls der bestehende Sprachenkompromiss definitiv scheitert.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, den Unterricht einer zweiten Landessprache in der Primarschule in allen Kantonen gesetzlich zu verankern.</p>
  • Unterricht der Landessprachen für den Zusammenhalt unseres Landes
State
Zugewiesen an die behandelnde Kommission
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Einige Deutschschweizer Kantone wollen das Frühfranzösisch abschaffen. Damit gefährden sie das gute Einvernehmen zwischen den Sprachregionen und schwächen den nationalen Zusammenhalt.&nbsp;</p><p>Diese Entscheide stehen im Widerspruch zum HarmoS-Konkordat, zur interkantonalen Harmonisierung und vor allem zur tief verwurzelten Tradition unseres Landes.&nbsp;</p><p>Für solche Fälle sieht die Bundesverfassung vor, dass der Bund subsidiär handelt. In seiner Antwort auf die Interpellation&nbsp;13.4079 erklärte der Bundesrat, er werde ab 2014 bei Bedarf seine subsidiäre Kompetenz anwenden. Kürzlich unterstrich auch Bundesrätin Baume-Schneider die Ernsthaftigkeit der Lage.</p><p>Das Parlament muss sich deshalb dem Problem annehmen und den Bundesrat mit einer Gesetzesänderung beauftragen – etwa des Sprachengesetzes oder eines anderen relevanten Gesetzes –, damit zur Sicherung des nationalen Zusammenhalts bereits in der Primarschule eine zweite Landessprache unterrichtet wird. Mit anderen Worten: Französisch, Italienisch, Deutsch oder Rätoromanisch sollen bereits in der Primarschule unterrichtet werden.&nbsp;</p><p>Die vier Sprachregionen unseres Landes sind miteinander verbunden und fügen sich zu einem kohärenten Ganzen zusammen ‒ das macht die Schweiz einzigartig. Wollen wir vereint statt getrennt leben, müssen wir diese Einzigartigkeit wahren.</p>
    • <span><p><span>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass die in verschiedenen Deutschschweizer Kantonen geplante Verschiebung des Französischunterrichts auf die Oberstufe der Pflicht der Kantone zur Harmonisierung der Eckwerte der obligatorischen Schule widerspricht und den Zusammenhalt zwischen den Sprachgemeinschaften gefährdet.</span></p><p><span>Der Bundesrat hat darum am 19. September 2025 das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) beauftragt, eine Vernehmlassungsvorlage mit zwei Varianten auszuarbeiten (Anpassung des Sprachengesetzes), welche die Kantone verpflichten, weiterhin eine zweite Landessprache auf Primarstufe zu unterrichten. Ziel ist es, die Bedeutung der Landessprachen und den Austausch zwischen den Sprachgemeinschaften zu sichern. Diese Regelung soll aber nur greifen, falls der bestehende Sprachenkompromiss definitiv scheitert.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, den Unterricht einer zweiten Landessprache in der Primarschule in allen Kantonen gesetzlich zu verankern.</p>
    • Unterricht der Landessprachen für den Zusammenhalt unseres Landes

Back to List