Umweltfreundliche Klimatisierung von Schulen

ShortId
25.4032
Id
20254032
Updated
19.11.2025 15:17
Language
de
Title
Umweltfreundliche Klimatisierung von Schulen
AdditionalIndexing
32;52;66
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die hohen Temperaturen in den ersten und letzten Schuljahresmonaten verschlechtern die Lehr- und Lernbedingungen in den Bildungseinrichtungen.&nbsp;</p><p>Im Rahmen des Pilotprogramms «Anpassung an den Klimawandel» unter der Leitung des «National Center for Climate Services» gab es das bescheidene Projekt «Schulen trotzen der Hitze». Das Projekt ergab allgemeine und teilweise schwer umsetzbare kurz- und mittelfristige Empfehlungen (z.&nbsp;B. das Pflanzen von Bäumen oder Beschattungen) sowie Unterrichtsmaterialien. Jedoch fehlt eine Detailstudie darüber, wie dem Problem der Hitzebelastung in Bildungseinrichtungen rasch und effektiv entgegengewirkt werden kann.</p>
  • <span><p><span>Die zunehmende Hitzebelastung im Sommer kann die Gesundheit und das Wohlbefinden von Menschen in der Schweiz beeinträchtigen. Bei hohen Temperaturen sinken das Konzentrationsvermögen und die Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz und in der Schule. Das Problem wird mit dem Klimawandel zunehmen und sich vor allem in schlecht isolierten und der Sonne ausgesetzten Gebäuden in tiefen Lagen akzentuieren.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Für die Gestaltung von Schulhäusern inklusive Aussenraum sowie deren Betrieb und Unterhalt sind die Gemeinden und Kantone zuständig. Bau- und Sanierungsvorhaben von Schulen sind gemäss Vorgaben der kantonalen und kommunalen Planungs- und Baugesetzgebungen und Richtlinien der Normenverbände zu planen und umzusetzen. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) haben 2018 den Bericht «Hitze in Städten. Grundlagen für eine hitzeangepasste Siedlungsentwicklung» veröffentlicht. Darin sind zahlreiche planerische und gestalterische Massnahmen dargestellt, mit denen die Hitzebelastung im Siedlungsraum reduziert werden kann. Viele der Massnahmen sind auch für die Reduktion der Hitzebelastung in und um Schulhäuser herum geeignet. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Mit speziellem Fokus auf Schulhäuser wurde im Rahmen des Pilotprogramms Anpassung an den Klimawandel das Projekt «Schulen trotzen der Hitze» (</span><a href="http://www.nccs.admin.ch"><u><span>www.nccs.admin.ch</span></u></a><span> &gt; Massnahmen &gt; Pilotprogramm &gt; Phase 2&gt; 0.09 «Schulen trotzen Hitze») durchgeführt. Darin wurden einfache gestalterische und betriebliche Massnahmen entwickelt, mit denen die Hitzebelastung spezifisch in Schulhäusern reduziert werden kann. Die effektive Hitzebelastung in Schulen und die möglichen Anpassungsmassnahmen sind von den örtlichen Bedingungen abhängig. Ein praxisorientierter Leitfaden unterstützt die Verantwortlichen bei der Situationsanalyse und Auswahl spezifischer Massnahmen für die konkrete Situation.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Mit dem neuen Förderprogramm Adapt+ (</span><a href="http://www.bafu.amin.ch"><u><span>www.bafu.amin.ch</span></u></a><span> &gt; Themen &gt; Thema Klima &gt; Anpassung an den Klimawandel &gt; Förderprogramm Anpassung an den Klimawandel) hat der Bund seit 2025 die Möglichkeit, Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, die von Privaten, Gemeinden oder von Kantonen umgesetzt werden, finanziell zu unterstützen. Im Rahmen der verfügbaren Mittel kann Adapt+ auch Massnahmen in Schulhäusern und Kindergärten zur Minderung der Hitzebelastung unterstützen.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Aufgrund der zahlreichen bereits laufenden Arbeiten ist ein weiterer Bericht nicht notwendig.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht vorzulegen zu den Möglichkeiten, wie die Hitzebelastung in Schulen, Bildungseinrichtungen und anderen Einrichtungen, in denen Kinder betreut werden (z.&nbsp;B. Kindertagesstätten), rasch reduziert werden kann.&nbsp;</p><p>Die Studie soll unter anderem folgende Aspekte umfassen:&nbsp;</p><ul style="list-style-type:disc;"><li>die Auswirkungen der Temperatur auf die Lernbedingungen der Schülerinnen und Schüler und die Arbeitsbedingungen der Lehrpersonen;</li><li>die verschiedenen technischen (z. B. Klimaanlage, Geothermie usw.) und baulichen (z.&nbsp;B. emissionsarme Gläser, Dämmputz, Fensterläden, Kletterpflanzen und Bäume, automatisches Lüften während der Nacht) Massnahmen, die je nach Gebäudeart in Frage kommen;&nbsp;</li><li>die Zieltemperaturen und die Kriterien, nach denen die installierten Systeme genutzt werden sollen;</li><li>die mögliche Automation energieverbrauchender Systeme, die sowohl die Aussentemperatur als auch den aktuellen und erwarteten Produktionsüberschuss an erneuerbarer Energie ‒ vor allem Solarenergie ‒ berücksichtigt;</li><li>die Vor- und Nachteile in Bezug auf die Wirksamkeit und die Umsetzbarkeit der unterschiedlichen Massnahmen;&nbsp;</li><li>die Prüfung der Idee für ein Pilot- oder Förderprogramm des Bundes mit dem Ziel, Projekte umzusetzen und rasch Erfahrungswerte zu gewinnen.</li></ul>
  • Umweltfreundliche Klimatisierung von Schulen
State
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die hohen Temperaturen in den ersten und letzten Schuljahresmonaten verschlechtern die Lehr- und Lernbedingungen in den Bildungseinrichtungen.&nbsp;</p><p>Im Rahmen des Pilotprogramms «Anpassung an den Klimawandel» unter der Leitung des «National Center for Climate Services» gab es das bescheidene Projekt «Schulen trotzen der Hitze». Das Projekt ergab allgemeine und teilweise schwer umsetzbare kurz- und mittelfristige Empfehlungen (z.&nbsp;B. das Pflanzen von Bäumen oder Beschattungen) sowie Unterrichtsmaterialien. Jedoch fehlt eine Detailstudie darüber, wie dem Problem der Hitzebelastung in Bildungseinrichtungen rasch und effektiv entgegengewirkt werden kann.</p>
    • <span><p><span>Die zunehmende Hitzebelastung im Sommer kann die Gesundheit und das Wohlbefinden von Menschen in der Schweiz beeinträchtigen. Bei hohen Temperaturen sinken das Konzentrationsvermögen und die Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz und in der Schule. Das Problem wird mit dem Klimawandel zunehmen und sich vor allem in schlecht isolierten und der Sonne ausgesetzten Gebäuden in tiefen Lagen akzentuieren.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Für die Gestaltung von Schulhäusern inklusive Aussenraum sowie deren Betrieb und Unterhalt sind die Gemeinden und Kantone zuständig. Bau- und Sanierungsvorhaben von Schulen sind gemäss Vorgaben der kantonalen und kommunalen Planungs- und Baugesetzgebungen und Richtlinien der Normenverbände zu planen und umzusetzen. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) haben 2018 den Bericht «Hitze in Städten. Grundlagen für eine hitzeangepasste Siedlungsentwicklung» veröffentlicht. Darin sind zahlreiche planerische und gestalterische Massnahmen dargestellt, mit denen die Hitzebelastung im Siedlungsraum reduziert werden kann. Viele der Massnahmen sind auch für die Reduktion der Hitzebelastung in und um Schulhäuser herum geeignet. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Mit speziellem Fokus auf Schulhäuser wurde im Rahmen des Pilotprogramms Anpassung an den Klimawandel das Projekt «Schulen trotzen der Hitze» (</span><a href="http://www.nccs.admin.ch"><u><span>www.nccs.admin.ch</span></u></a><span> &gt; Massnahmen &gt; Pilotprogramm &gt; Phase 2&gt; 0.09 «Schulen trotzen Hitze») durchgeführt. Darin wurden einfache gestalterische und betriebliche Massnahmen entwickelt, mit denen die Hitzebelastung spezifisch in Schulhäusern reduziert werden kann. Die effektive Hitzebelastung in Schulen und die möglichen Anpassungsmassnahmen sind von den örtlichen Bedingungen abhängig. Ein praxisorientierter Leitfaden unterstützt die Verantwortlichen bei der Situationsanalyse und Auswahl spezifischer Massnahmen für die konkrete Situation.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Mit dem neuen Förderprogramm Adapt+ (</span><a href="http://www.bafu.amin.ch"><u><span>www.bafu.amin.ch</span></u></a><span> &gt; Themen &gt; Thema Klima &gt; Anpassung an den Klimawandel &gt; Förderprogramm Anpassung an den Klimawandel) hat der Bund seit 2025 die Möglichkeit, Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, die von Privaten, Gemeinden oder von Kantonen umgesetzt werden, finanziell zu unterstützen. Im Rahmen der verfügbaren Mittel kann Adapt+ auch Massnahmen in Schulhäusern und Kindergärten zur Minderung der Hitzebelastung unterstützen.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Aufgrund der zahlreichen bereits laufenden Arbeiten ist ein weiterer Bericht nicht notwendig.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht vorzulegen zu den Möglichkeiten, wie die Hitzebelastung in Schulen, Bildungseinrichtungen und anderen Einrichtungen, in denen Kinder betreut werden (z.&nbsp;B. Kindertagesstätten), rasch reduziert werden kann.&nbsp;</p><p>Die Studie soll unter anderem folgende Aspekte umfassen:&nbsp;</p><ul style="list-style-type:disc;"><li>die Auswirkungen der Temperatur auf die Lernbedingungen der Schülerinnen und Schüler und die Arbeitsbedingungen der Lehrpersonen;</li><li>die verschiedenen technischen (z. B. Klimaanlage, Geothermie usw.) und baulichen (z.&nbsp;B. emissionsarme Gläser, Dämmputz, Fensterläden, Kletterpflanzen und Bäume, automatisches Lüften während der Nacht) Massnahmen, die je nach Gebäudeart in Frage kommen;&nbsp;</li><li>die Zieltemperaturen und die Kriterien, nach denen die installierten Systeme genutzt werden sollen;</li><li>die mögliche Automation energieverbrauchender Systeme, die sowohl die Aussentemperatur als auch den aktuellen und erwarteten Produktionsüberschuss an erneuerbarer Energie ‒ vor allem Solarenergie ‒ berücksichtigt;</li><li>die Vor- und Nachteile in Bezug auf die Wirksamkeit und die Umsetzbarkeit der unterschiedlichen Massnahmen;&nbsp;</li><li>die Prüfung der Idee für ein Pilot- oder Förderprogramm des Bundes mit dem Ziel, Projekte umzusetzen und rasch Erfahrungswerte zu gewinnen.</li></ul>
    • Umweltfreundliche Klimatisierung von Schulen

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