Mikrodosiertes Lithium. Wo steht der Bundesrat?
- ShortId
-
25.4141
- Id
-
20254141
- Updated
-
13.11.2025 23:59
- Language
-
de
- Title
-
Mikrodosiertes Lithium. Wo steht der Bundesrat?
- AdditionalIndexing
-
2841;36
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Diese Interpellation bezieht sich auf die Interpellation 25.3889. </p><p>Bei der Lektüre der Antwort des Bundesrates auf Letztere könnte der Eindruck entstehen, der Bundesrat stelle in Abrede, dass ein Mangel an Lithium die physische und mentale Gesundheit des Menschen beeinträchtigt. </p><p>In Anbetracht der wissenschaftlichen Evidenz in der Thematik würde dies den Interpellanten erstaunen. Er ist zur Erkenntnis gelangt, dass seine Interpellation 25.3889 offenbar zu umfangreich war. </p><p>Deshalb reicht er diese nachfassende Interpellation ein, die sich auf zwei zentrale Fragen beschränkt. </p>
- <span><p><span>1.</span><span> </span><span>Verschiedene wissenschaftliche Studien wie die in der Interpellation 25.3889 Schmezer «Lithium als Nahrungsergänzungsmittel. Was unternimmt der Bund?» erwähnten, zeigen, dass ein Zusammenhang zwischen der Lithiumaufnahme aus dem öffentlichen Trinkwasser und der psychischen Gesundheit der Bevölkerung bestehen könnte. Der Bundesrat hat zurzeit jedoch noch keinen vollständigen Überblick über alle relevanten wissenschaftlichen Studien, um sich zur Sinnhaftigkeit, Notwendigkeit und Sicherheit für eine Supplementierung mit Lithium zu äussern. Auch internationale Institutionen wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) haben bislang keine empfohlene Tageszufuhr und keine maximal tolerierbare Aufnahmemenge für Lithium definiert.</span></p><p><span> </span></p><p><span>2.</span><span> </span><span>Lithium ist nicht als essenzieller Mineralstoff in der Verordnung des EDI über Nahrungsergänzungsmittel (VNem; SR 817.022.14) gelistet und darf somit zurzeit Lebensmitteln nicht zugegeben werden. Für die Zugabe von Lithium in Lebensmittel müsste eine Lithiumverbindung als neuartiges Lebensmittel (Novel Food) vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) bewilligt werden. Dafür kann ein Unternehmen, das solche Produkte vertreiben möchte, beim BLV ein entsprechendes Bewilligungsgesuch einreichen, in welchem es insbesondere die Sicherheit dieses Stoffs nachweisen muss. </span></p><p><span>Auch allfällige Bewilligungen von Lithiumverbindungen in der Europäischen Union (EU) hätten Auswirkungen: Alle neuartigen Lebensmittel, die in der EU gemäss Unionsliste verkehrsfähig sind, können in der Schweiz ohne Bewilligung in Verkehr gebracht werden, sofern sie alle Vorschriften gemäss den einzelnen Durchführungsbeschlüssen und Meldungen einhalten. Würde also eine Lithiumverbindung in der EU als Novel Food bewilligt werden, so wäre sie auch in der Schweiz verkehrsfähig.</span><span></span></p></span>
- <ul><li>Wie steht der Bundesrat zu den vorhandenen wissenschaftlichen Erkenntnissen bezüglich der Folgen eines Lithiummangels bzw. einer mikrodosierten Zufuhr von Lithium? </li><li>Was kann der Bundesrat unternehmen, um eine bessere Versorgung der Bevölkerung mit mikrodosiertem Lithium zu fördern?</li></ul>
- Mikrodosiertes Lithium. Wo steht der Bundesrat?
- State
-
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Diese Interpellation bezieht sich auf die Interpellation 25.3889. </p><p>Bei der Lektüre der Antwort des Bundesrates auf Letztere könnte der Eindruck entstehen, der Bundesrat stelle in Abrede, dass ein Mangel an Lithium die physische und mentale Gesundheit des Menschen beeinträchtigt. </p><p>In Anbetracht der wissenschaftlichen Evidenz in der Thematik würde dies den Interpellanten erstaunen. Er ist zur Erkenntnis gelangt, dass seine Interpellation 25.3889 offenbar zu umfangreich war. </p><p>Deshalb reicht er diese nachfassende Interpellation ein, die sich auf zwei zentrale Fragen beschränkt. </p>
- <span><p><span>1.</span><span> </span><span>Verschiedene wissenschaftliche Studien wie die in der Interpellation 25.3889 Schmezer «Lithium als Nahrungsergänzungsmittel. Was unternimmt der Bund?» erwähnten, zeigen, dass ein Zusammenhang zwischen der Lithiumaufnahme aus dem öffentlichen Trinkwasser und der psychischen Gesundheit der Bevölkerung bestehen könnte. Der Bundesrat hat zurzeit jedoch noch keinen vollständigen Überblick über alle relevanten wissenschaftlichen Studien, um sich zur Sinnhaftigkeit, Notwendigkeit und Sicherheit für eine Supplementierung mit Lithium zu äussern. Auch internationale Institutionen wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) haben bislang keine empfohlene Tageszufuhr und keine maximal tolerierbare Aufnahmemenge für Lithium definiert.</span></p><p><span> </span></p><p><span>2.</span><span> </span><span>Lithium ist nicht als essenzieller Mineralstoff in der Verordnung des EDI über Nahrungsergänzungsmittel (VNem; SR 817.022.14) gelistet und darf somit zurzeit Lebensmitteln nicht zugegeben werden. Für die Zugabe von Lithium in Lebensmittel müsste eine Lithiumverbindung als neuartiges Lebensmittel (Novel Food) vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) bewilligt werden. Dafür kann ein Unternehmen, das solche Produkte vertreiben möchte, beim BLV ein entsprechendes Bewilligungsgesuch einreichen, in welchem es insbesondere die Sicherheit dieses Stoffs nachweisen muss. </span></p><p><span>Auch allfällige Bewilligungen von Lithiumverbindungen in der Europäischen Union (EU) hätten Auswirkungen: Alle neuartigen Lebensmittel, die in der EU gemäss Unionsliste verkehrsfähig sind, können in der Schweiz ohne Bewilligung in Verkehr gebracht werden, sofern sie alle Vorschriften gemäss den einzelnen Durchführungsbeschlüssen und Meldungen einhalten. Würde also eine Lithiumverbindung in der EU als Novel Food bewilligt werden, so wäre sie auch in der Schweiz verkehrsfähig.</span><span></span></p></span>
- <ul><li>Wie steht der Bundesrat zu den vorhandenen wissenschaftlichen Erkenntnissen bezüglich der Folgen eines Lithiummangels bzw. einer mikrodosierten Zufuhr von Lithium? </li><li>Was kann der Bundesrat unternehmen, um eine bessere Versorgung der Bevölkerung mit mikrodosiertem Lithium zu fördern?</li></ul>
- Mikrodosiertes Lithium. Wo steht der Bundesrat?
Back to List