Schweizer Beitrag zu Reformen und Versöhnung in Sri Lanka
- ShortId
-
25.4207
- Id
-
20254207
- Updated
-
26.11.2025 16:26
- Language
-
de
- Title
-
Schweizer Beitrag zu Reformen und Versöhnung in Sri Lanka
- AdditionalIndexing
-
08;09
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Mit der neuen Regierung eröffnen sich in Sri Lanka neue politische Chancen für Reformen, Rechtsstaatlichkeit und gesellschaftliche Versöhnung. Diese Dynamik bietet die Möglichkeit, bestehende Initiativen zu konsolidieren und neue Prozesse anzustossen.</p><p>Sri Lanka ist ein ethnisch, sprachlich und religiös vielfältiges Land. Eine nachhaltige politische Stabilität setzt voraus, dass diese Diversität als Stärke verstanden und in die staatlichen Strukturen integriert wird. Die Förderung von Gleichbehandlung, Minderheitenrechten und politischer Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen ist daher zentral für den langfristigen Frieden.</p><p>Die Schweiz verfügt über langjährige Erfahrung in Friedensförderung, Dezentralisierung, Mehrsprachigkeit und Inklusion. Sie geniesst in Sri Lanka Glaubwürdigkeit als neutrale Partnerin und Vermittlerin und ist daher in einer guten Position, konstruktive Beiträge zu leisten.</p><p>Durch eine verstärkte, auf Partnerschaft und Nachfrage basierende Zusammenarbeit mit Prozessen und Institutionen wie OMP und ONUR kann die Schweiz ihr Fachwissen einbringen, Prozesse begleiten und internationale Synergien nutzen. Damit leistet sie einen sichtbaren Beitrag zur Stabilität, Entwicklung und zum friedlichen Zusammenleben verschiedener Bevölkerungsgruppen in Sri Lanka und stärkt gleichzeitig ihr Profil als verlässliche Akteurin in der internationalen Menschenrechts- und Versöhnungspolitik.</p>
- <p>Die Schweiz pflegt seit mehreren Jahren vertrauensvolle Beziehungen zu den sri-lankischen Behörden. Die neue Regierung hat wiederholt Interesse an einer vertieften Zusammenarbeit bekundet, insbesondere in den Bereichen Versöhnung und demokratische Gouvernanz. Diese Dynamik mündet in eine Übergangsphase, die Reformen, die Stärkung der Rechtsstaatlichkeit und die nationale Versöhnung begünstigt. Ausserdem schafft sie die Voraussetzungen, um bereits laufende Initiativen zu konsolidieren und neue politische und institutionelle Transformationsprozesse einzuleiten. Insbesondere im UNO-Menschenrechtsrat spielt die Schweiz eine aktive Rolle bei den Diskussionen über Sri Lanka. Die Schweiz hat dazu beigetragen, dass mehrere Resolutionen zu Sri Lanka verabschiedet wurden. Darüber hinaus leitet sie in Colombo gemeinsam mit Japan und Südafrika (Troika) eine innovative diplomatische Initiative, die direkte Kanäle für den Dialog mit den höchsten Behörden Sri Lankas ermöglicht. Im September 2025 empfing die Schweiz eine Delegation von Mitgliedern des sri-lankischen Parlaments, der Regierung und der Opposition. Diese äusserte den Wunsch, die Zusammenarbeit mit der Schweiz fortzusetzen, insbesondere im Bereich der Prozessgestaltung (Process Design) und bei der Förderung des Dialogs über politische Reformen und Versöhnung. Angesichts des heute schon substanziellen Einsatzes der Schweiz greift die Motion Ziele auf, die die Schweiz im Rahmen ihrer Aussenpolitik bereits verfolgt. Neue spezifische Massnahmen sind daher nicht erforderlich.</p><p><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.</p>
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, die schweizerische Unterstützung für Reform- und Versöhnungsprozesse in Sri Lanka zu intensivieren und institutionell zu verankern.<br>Der Bundesrat soll insbesondere:</p><ol style="list-style-type:decimal;"><li>Die Zusammenarbeit mit nationalen Prozessen und Institutionen, z.B. dem <i>Office on Missing Persons (OMP)</i> und dem <i>Office for National Unity and Reconciliation (ONUR)</i> gezielt ausbauen</li><li>Schweizerische Expertise in den Bereichen Transitional Justice, Dialogförderung, Dezentralisierung und Minderheitenrechte verstärkt einbringen</li><li>Die Einbettung der schweizerischen Beiträge in die internationale Koordination (UNO, EU, Menschenrechtsrat, Gebergemeinschaft) sicherstellen.</li></ol>
- Schweizer Beitrag zu Reformen und Versöhnung in Sri Lanka
- State
-
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Mit der neuen Regierung eröffnen sich in Sri Lanka neue politische Chancen für Reformen, Rechtsstaatlichkeit und gesellschaftliche Versöhnung. Diese Dynamik bietet die Möglichkeit, bestehende Initiativen zu konsolidieren und neue Prozesse anzustossen.</p><p>Sri Lanka ist ein ethnisch, sprachlich und religiös vielfältiges Land. Eine nachhaltige politische Stabilität setzt voraus, dass diese Diversität als Stärke verstanden und in die staatlichen Strukturen integriert wird. Die Förderung von Gleichbehandlung, Minderheitenrechten und politischer Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen ist daher zentral für den langfristigen Frieden.</p><p>Die Schweiz verfügt über langjährige Erfahrung in Friedensförderung, Dezentralisierung, Mehrsprachigkeit und Inklusion. Sie geniesst in Sri Lanka Glaubwürdigkeit als neutrale Partnerin und Vermittlerin und ist daher in einer guten Position, konstruktive Beiträge zu leisten.</p><p>Durch eine verstärkte, auf Partnerschaft und Nachfrage basierende Zusammenarbeit mit Prozessen und Institutionen wie OMP und ONUR kann die Schweiz ihr Fachwissen einbringen, Prozesse begleiten und internationale Synergien nutzen. Damit leistet sie einen sichtbaren Beitrag zur Stabilität, Entwicklung und zum friedlichen Zusammenleben verschiedener Bevölkerungsgruppen in Sri Lanka und stärkt gleichzeitig ihr Profil als verlässliche Akteurin in der internationalen Menschenrechts- und Versöhnungspolitik.</p>
- <p>Die Schweiz pflegt seit mehreren Jahren vertrauensvolle Beziehungen zu den sri-lankischen Behörden. Die neue Regierung hat wiederholt Interesse an einer vertieften Zusammenarbeit bekundet, insbesondere in den Bereichen Versöhnung und demokratische Gouvernanz. Diese Dynamik mündet in eine Übergangsphase, die Reformen, die Stärkung der Rechtsstaatlichkeit und die nationale Versöhnung begünstigt. Ausserdem schafft sie die Voraussetzungen, um bereits laufende Initiativen zu konsolidieren und neue politische und institutionelle Transformationsprozesse einzuleiten. Insbesondere im UNO-Menschenrechtsrat spielt die Schweiz eine aktive Rolle bei den Diskussionen über Sri Lanka. Die Schweiz hat dazu beigetragen, dass mehrere Resolutionen zu Sri Lanka verabschiedet wurden. Darüber hinaus leitet sie in Colombo gemeinsam mit Japan und Südafrika (Troika) eine innovative diplomatische Initiative, die direkte Kanäle für den Dialog mit den höchsten Behörden Sri Lankas ermöglicht. Im September 2025 empfing die Schweiz eine Delegation von Mitgliedern des sri-lankischen Parlaments, der Regierung und der Opposition. Diese äusserte den Wunsch, die Zusammenarbeit mit der Schweiz fortzusetzen, insbesondere im Bereich der Prozessgestaltung (Process Design) und bei der Förderung des Dialogs über politische Reformen und Versöhnung. Angesichts des heute schon substanziellen Einsatzes der Schweiz greift die Motion Ziele auf, die die Schweiz im Rahmen ihrer Aussenpolitik bereits verfolgt. Neue spezifische Massnahmen sind daher nicht erforderlich.</p><p><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.</p>
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, die schweizerische Unterstützung für Reform- und Versöhnungsprozesse in Sri Lanka zu intensivieren und institutionell zu verankern.<br>Der Bundesrat soll insbesondere:</p><ol style="list-style-type:decimal;"><li>Die Zusammenarbeit mit nationalen Prozessen und Institutionen, z.B. dem <i>Office on Missing Persons (OMP)</i> und dem <i>Office for National Unity and Reconciliation (ONUR)</i> gezielt ausbauen</li><li>Schweizerische Expertise in den Bereichen Transitional Justice, Dialogförderung, Dezentralisierung und Minderheitenrechte verstärkt einbringen</li><li>Die Einbettung der schweizerischen Beiträge in die internationale Koordination (UNO, EU, Menschenrechtsrat, Gebergemeinschaft) sicherstellen.</li></ol>
- Schweizer Beitrag zu Reformen und Versöhnung in Sri Lanka
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