Verbot von PFAS und endokrinen Disruptoren in Spielzeugen bis 2030
- ShortId
-
25.4254
- Id
-
20254254
- Updated
-
19.12.2025 12:06
- Language
-
de
- Title
-
Verbot von PFAS und endokrinen Disruptoren in Spielzeugen bis 2030
- AdditionalIndexing
-
2841;28;15
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>PFAS reichern sich im Wasser, in der Luft, in der Nahrung und sogar im Blut von Neugeborenen an. Sie finden sich insbesondere in der Nabelschnur und in der Muttermilch. Anders gesagt sind Kinder ihnen damit bereits vor der Geburt ausgesetzt.</p><p> </p><p>Kleinkinder sind besonders gefährdet, denn ihr sich entwickelnder Organismus kann durch diese Substanzen, selbst in geringen Mengen, nachhaltig gestört werden. PFAS sind nachweislich endokrine Disruptoren, die das Wachstum, die Gehirnentwicklung und die zukünftige Fruchtbarkeit stören können.</p><p>Grenzwerte festzulegen, reicht nicht aus, denn es gibt keinen sicheren Schwellenwert für diese Substanzen. Die einzige verantwortungsbewusste Antwort besteht darin, an der Quelle anzusetzen, indem als Erstes die Schwächsten geschützt werden, die Kinder.</p><p> </p><p>Die Europäische Union hat kürzlich eine Vereinbarung getroffen und will diese Substanzen bis 2030 in Spielzeug verbieten, mit einer Übergangsfrist für die Industrie. Die Schweiz, die sich grundsätzlich an den europäischen Standards für die Produktesicherheit orientiert, muss proaktiv handeln, um Kinder zu schützen und um zu verhindern, dass sie zu einem Markt für Ausschussware mit Produkten wird, die den neuen europäischen Standards nicht entsprechen. </p>
- <span><p><span>Der Bundesrat teilt das Anliegen, die Sicherheit von Spielzeugen zu verbessern. Dieser Bereich ist vom Mutual Recognition Agreement (MRA) mit der Europäische Union (EU) abgedeckt. Das MRA bestätigt die Gleichwertigkeit der Regulierungen. In der EU sind die Anforderungen an die Sicherheit von Spielzeug derzeit in Totalrevision. Der Bundesrat plant, diese neuen Anforderungen der EU, welche mit den Forderungen der Motion übereinstimmen, mit den entsprechenden Übergangsfristen zeitnah zu übernehmen. </span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Entwurf zur Änderung der Schweizer Gesetzgebung über die Sicherheit von Spielzeug vorzulegen, um ab 2030 das Inverkehrbringen von Spielzeug zu verbieten, das die folgenden Substanzen enthält:</p><ul style="list-style-type:disc;"><li>per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS),</li><li>endokrine Disruptoren, wie Bisphenol A und analoge Substanzen,</li><li>allergene Duftstoffe in Spielzeug, wenn es für Kinder unter 36 Monaten bestimmt ist oder in den Mund genommen werden kann.</li></ul><p>Der Bundesrat soll insbesondere darauf achten, dass:</p><ol style="list-style-type:decimal;"><li>die Bestimmungen an die europäischen Bestimmungen angeglichen sind, um die Sicherheit der Gesundheit von Kindern zu gewährleisten, technische Handelshemmnisse abzubauen und einen fairen Wettbewerb mit ausländischen Herstellern zu fördern,</li><li>sich die Definition von verbotenen Stoffen auf die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse sowie auf die Listen von internationalen Agenturen für Chemikaliensicherheit stützt,</li><li>den Herstellern und Händler eine angemessene Übergangsfrist gewährleistet wird, damit sie ihre Verfahren anpassen und die Substanzen ersetzen können,</li><li>die Marktüberwachung (Inspektion, Import und Online-Handel) verstärkt wird, damit Spielzeug, das solche gefährlichen Chemikalien enthält, dem Verbot nicht entgeht.</li></ol>
- Verbot von PFAS und endokrinen Disruptoren in Spielzeugen bis 2030
- State
-
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>PFAS reichern sich im Wasser, in der Luft, in der Nahrung und sogar im Blut von Neugeborenen an. Sie finden sich insbesondere in der Nabelschnur und in der Muttermilch. Anders gesagt sind Kinder ihnen damit bereits vor der Geburt ausgesetzt.</p><p> </p><p>Kleinkinder sind besonders gefährdet, denn ihr sich entwickelnder Organismus kann durch diese Substanzen, selbst in geringen Mengen, nachhaltig gestört werden. PFAS sind nachweislich endokrine Disruptoren, die das Wachstum, die Gehirnentwicklung und die zukünftige Fruchtbarkeit stören können.</p><p>Grenzwerte festzulegen, reicht nicht aus, denn es gibt keinen sicheren Schwellenwert für diese Substanzen. Die einzige verantwortungsbewusste Antwort besteht darin, an der Quelle anzusetzen, indem als Erstes die Schwächsten geschützt werden, die Kinder.</p><p> </p><p>Die Europäische Union hat kürzlich eine Vereinbarung getroffen und will diese Substanzen bis 2030 in Spielzeug verbieten, mit einer Übergangsfrist für die Industrie. Die Schweiz, die sich grundsätzlich an den europäischen Standards für die Produktesicherheit orientiert, muss proaktiv handeln, um Kinder zu schützen und um zu verhindern, dass sie zu einem Markt für Ausschussware mit Produkten wird, die den neuen europäischen Standards nicht entsprechen. </p>
- <span><p><span>Der Bundesrat teilt das Anliegen, die Sicherheit von Spielzeugen zu verbessern. Dieser Bereich ist vom Mutual Recognition Agreement (MRA) mit der Europäische Union (EU) abgedeckt. Das MRA bestätigt die Gleichwertigkeit der Regulierungen. In der EU sind die Anforderungen an die Sicherheit von Spielzeug derzeit in Totalrevision. Der Bundesrat plant, diese neuen Anforderungen der EU, welche mit den Forderungen der Motion übereinstimmen, mit den entsprechenden Übergangsfristen zeitnah zu übernehmen. </span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Entwurf zur Änderung der Schweizer Gesetzgebung über die Sicherheit von Spielzeug vorzulegen, um ab 2030 das Inverkehrbringen von Spielzeug zu verbieten, das die folgenden Substanzen enthält:</p><ul style="list-style-type:disc;"><li>per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS),</li><li>endokrine Disruptoren, wie Bisphenol A und analoge Substanzen,</li><li>allergene Duftstoffe in Spielzeug, wenn es für Kinder unter 36 Monaten bestimmt ist oder in den Mund genommen werden kann.</li></ul><p>Der Bundesrat soll insbesondere darauf achten, dass:</p><ol style="list-style-type:decimal;"><li>die Bestimmungen an die europäischen Bestimmungen angeglichen sind, um die Sicherheit der Gesundheit von Kindern zu gewährleisten, technische Handelshemmnisse abzubauen und einen fairen Wettbewerb mit ausländischen Herstellern zu fördern,</li><li>sich die Definition von verbotenen Stoffen auf die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse sowie auf die Listen von internationalen Agenturen für Chemikaliensicherheit stützt,</li><li>den Herstellern und Händler eine angemessene Übergangsfrist gewährleistet wird, damit sie ihre Verfahren anpassen und die Substanzen ersetzen können,</li><li>die Marktüberwachung (Inspektion, Import und Online-Handel) verstärkt wird, damit Spielzeug, das solche gefährlichen Chemikalien enthält, dem Verbot nicht entgeht.</li></ol>
- Verbot von PFAS und endokrinen Disruptoren in Spielzeugen bis 2030
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