Bauarbeiten für den Halbstundentakt Luzern-Bern. Bringen die Unannehmlichkeiten wenigstens eine raschere Einführung?

ShortId
25.4271
Id
20254271
Updated
19.12.2025 12:52
Language
de
Title
Bauarbeiten für den Halbstundentakt Luzern-Bern. Bringen die Unannehmlichkeiten wenigstens eine raschere Einführung?
AdditionalIndexing
48;2846
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <span><p><span>1. Die relevanten Infrastrukturen für die Einführung des Halbstundentakts Bern – Luzern sind neben dem Ausbau des Knotens Bern die Massnahmen in Zofingen sowie im Korridor Zofingen bis Emmenbrücke. Die Massnahme in Dagmersellen ist Voraussetzung dafür, dass der Umbau des Bahnhofs Zofingen beginnen kann. Dieser ist wiederum notwendig, um das neue Konzept mit halbstündlichen Zügen Bern – Luzern und gleichzeitiger Wende der Züge aus Olten ( – Basel) einzuführen. Die SBB analysiert im Sinne einer Gesamtsicht kontinuierlich die effizienteste Art der Umsetzung, wobei alle sicherheits- und kundenorientierten Aspekte berücksichtigt werden. </span><br><span>Verschiedene Massnahmen im Raum Bern – Luzern waren Gegenstand der externen Überprüfung des Strassen- und Bahnausbaus durch die ETH Zürich unter dem Titel Verkehr</span><span>&nbsp;</span><span>’45. Der Bundesrat wird die Ergebnisse dieses externen Gutachtens analysieren und zu gegebener Zeit informieren, welche Massnahmen in diesem Raum mit der nächsten Botschaft zum Bahnausbau zur Umsetzung vorgeschlagen werden. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>2. Die Bauzeit von vier Jahren für die Anlagenanpassung in Dagmersellen ist ein Ergebnis der aktuellen Projektierungsphase (Auflage- /Bauprojekt). Die Bauzeit ergibt sich aus einer Summe von Planungs-, Vorbereitungs- und Ausführungsphasen sowie aus weiteren Randbedingungen. Im Rahmen der Projektierung werden die verschiedenen Anforderungen berücksichtigt und Möglichkeiten geprüft, wie der Bahnhof unter Berücksichtigung der Aufrechterhaltung eines sicheren und kundenorientierten Betriebs und einer effizienten Abwicklung der Bautätigkeiten umgebaut werden kann. Die Realisierungsphase wird im Rahmen der weiteren Projektierung detailliert ausgeplant, weshalb sich die Bauzeit mit zunehmender Planungstiefe noch verändern kann. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>3. Die Region Dagmersellen wird von einem modernen Bahnhof profitieren. Die Wirtschaft in der Region profitiert von einem guten Anschluss an den Güterverkehr. Der ganze Kanton profitiert vom Ausbau des Bahnangebots, insbesondere vom Halbstundentakt Luzern–Bern.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>4. Im Bundesrecht gilt eine klare Trennung zwischen der Finanzierung von Bahninfrastrukturen über den Bahninfrastrukturfonds (BIF) und nicht-bahnbezogenen Infrastrukturen von Städten, Gemeinden oder Kantonen, finanziert durch den Nationalstrassen- und Agglomerationsfonds.</span><em><span> </span></em><span>Zurzeit laufen Gespräche zwischen SBB und der Gemeinde, um die finanzielle Abgrenzung festzulegen. Seit 2020 beteiligen sich Gemeinwesen und Transportunternehmen bei Bauvorhaben an Bahnhöfen mit Umsteigebeziehungen entsprechend ihren Vorteilen (Eisenbahngesetz Artikel 35a).</span><em><span> </span></em><span>Dabei werden schweizweit die gleichen Regeln angewandt. Mit Ausnahme von möglichen Vorteilsanrechnungen wie zum Beispiel Synergiegewinnen kann sich die SBB (resp. der BIF) nicht an der Finanzierung der Verlängerung der Personenunterführung beteiligen. Auch anderweitige Kompensationsmassnahmen durch die SBB sind nicht möglich.</span></p></span>
  • <p>Der Halbstundentakt Luzern - Bern war bereits im Ausbauschritt 2025 enthalten. Die Umsetzung ist aber noch in weiter Ferne. Für die Verzögerungen wurden diverse Vorhaben genannt, die zuerst realisiert werden müssten, so etwa Massnahmen im und um den Bahnhof Bern, in Zofingen sowie Dagmersellen wie auch auf dem Abschnitt Brittnau-Wikon-Rothenburg. Nach letzten Informationen ist der Halbstundentakt Ende 2036 oder später realisierbar.&nbsp;</p><p>Nun wurde bekannt, dass der Formationsbahnhof für den Güterverkehr von Zofingen nach Dagmersellen verlegt werden soll. Damit wird in Zofingen Platz geschaffen für das benötigte Wendegleis, das gemäss den bisherigen Planungen erst den Halbstundentakt Luzern - Bern ermöglicht. In Dagmersellen wird Land benötigt und mit einer vierjährige Bauzeit gerechnet. Die Bauarbeiten sollen 2028 beginnen.&nbsp;</p><p>Wir danken dem Bundesrat für die Beantwortung der folgenden Fragen:</p><p>1. Wenn die Bauarbeiten plangemäss 2032 abgeschlossen sind, wird dann auch der Halbstundentakt Luzern - Bern realisiert? Beziehungsweise: welches ist die entscheidende Schlüsselinfrastruktur, damit der Halbstundentakt Luzern - Bern oder mindestens eine Übergangslösung mit Zusatzzügen realisiert werden kann?&nbsp;</p><p>2. Wie kommt die Bauzeit von vier Jahren zu Stande?&nbsp;</p><p>3. Welche Verbesserungen gibt es für die Bevölkerung als Ausgleich für die jahrelange Baustelle und Baulärm?&nbsp;</p><p>4. In Dagmersellen soll eine Verkehrsdrehscheibe erstellt werden zur Verknüpfung von Bus und Bahn. Sind die SBB bereit, sich an den Kosten der verlängerten Personenunterführung zu beteiligen als Ausgleich für die langen Belastungen während der Bauzeit?&nbsp;</p>
  • Bauarbeiten für den Halbstundentakt Luzern-Bern. Bringen die Unannehmlichkeiten wenigstens eine raschere Einführung?
State
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <span><p><span>1. Die relevanten Infrastrukturen für die Einführung des Halbstundentakts Bern – Luzern sind neben dem Ausbau des Knotens Bern die Massnahmen in Zofingen sowie im Korridor Zofingen bis Emmenbrücke. Die Massnahme in Dagmersellen ist Voraussetzung dafür, dass der Umbau des Bahnhofs Zofingen beginnen kann. Dieser ist wiederum notwendig, um das neue Konzept mit halbstündlichen Zügen Bern – Luzern und gleichzeitiger Wende der Züge aus Olten ( – Basel) einzuführen. Die SBB analysiert im Sinne einer Gesamtsicht kontinuierlich die effizienteste Art der Umsetzung, wobei alle sicherheits- und kundenorientierten Aspekte berücksichtigt werden. </span><br><span>Verschiedene Massnahmen im Raum Bern – Luzern waren Gegenstand der externen Überprüfung des Strassen- und Bahnausbaus durch die ETH Zürich unter dem Titel Verkehr</span><span>&nbsp;</span><span>’45. Der Bundesrat wird die Ergebnisse dieses externen Gutachtens analysieren und zu gegebener Zeit informieren, welche Massnahmen in diesem Raum mit der nächsten Botschaft zum Bahnausbau zur Umsetzung vorgeschlagen werden. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>2. Die Bauzeit von vier Jahren für die Anlagenanpassung in Dagmersellen ist ein Ergebnis der aktuellen Projektierungsphase (Auflage- /Bauprojekt). Die Bauzeit ergibt sich aus einer Summe von Planungs-, Vorbereitungs- und Ausführungsphasen sowie aus weiteren Randbedingungen. Im Rahmen der Projektierung werden die verschiedenen Anforderungen berücksichtigt und Möglichkeiten geprüft, wie der Bahnhof unter Berücksichtigung der Aufrechterhaltung eines sicheren und kundenorientierten Betriebs und einer effizienten Abwicklung der Bautätigkeiten umgebaut werden kann. Die Realisierungsphase wird im Rahmen der weiteren Projektierung detailliert ausgeplant, weshalb sich die Bauzeit mit zunehmender Planungstiefe noch verändern kann. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>3. Die Region Dagmersellen wird von einem modernen Bahnhof profitieren. Die Wirtschaft in der Region profitiert von einem guten Anschluss an den Güterverkehr. Der ganze Kanton profitiert vom Ausbau des Bahnangebots, insbesondere vom Halbstundentakt Luzern–Bern.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>4. Im Bundesrecht gilt eine klare Trennung zwischen der Finanzierung von Bahninfrastrukturen über den Bahninfrastrukturfonds (BIF) und nicht-bahnbezogenen Infrastrukturen von Städten, Gemeinden oder Kantonen, finanziert durch den Nationalstrassen- und Agglomerationsfonds.</span><em><span> </span></em><span>Zurzeit laufen Gespräche zwischen SBB und der Gemeinde, um die finanzielle Abgrenzung festzulegen. Seit 2020 beteiligen sich Gemeinwesen und Transportunternehmen bei Bauvorhaben an Bahnhöfen mit Umsteigebeziehungen entsprechend ihren Vorteilen (Eisenbahngesetz Artikel 35a).</span><em><span> </span></em><span>Dabei werden schweizweit die gleichen Regeln angewandt. Mit Ausnahme von möglichen Vorteilsanrechnungen wie zum Beispiel Synergiegewinnen kann sich die SBB (resp. der BIF) nicht an der Finanzierung der Verlängerung der Personenunterführung beteiligen. Auch anderweitige Kompensationsmassnahmen durch die SBB sind nicht möglich.</span></p></span>
    • <p>Der Halbstundentakt Luzern - Bern war bereits im Ausbauschritt 2025 enthalten. Die Umsetzung ist aber noch in weiter Ferne. Für die Verzögerungen wurden diverse Vorhaben genannt, die zuerst realisiert werden müssten, so etwa Massnahmen im und um den Bahnhof Bern, in Zofingen sowie Dagmersellen wie auch auf dem Abschnitt Brittnau-Wikon-Rothenburg. Nach letzten Informationen ist der Halbstundentakt Ende 2036 oder später realisierbar.&nbsp;</p><p>Nun wurde bekannt, dass der Formationsbahnhof für den Güterverkehr von Zofingen nach Dagmersellen verlegt werden soll. Damit wird in Zofingen Platz geschaffen für das benötigte Wendegleis, das gemäss den bisherigen Planungen erst den Halbstundentakt Luzern - Bern ermöglicht. In Dagmersellen wird Land benötigt und mit einer vierjährige Bauzeit gerechnet. Die Bauarbeiten sollen 2028 beginnen.&nbsp;</p><p>Wir danken dem Bundesrat für die Beantwortung der folgenden Fragen:</p><p>1. Wenn die Bauarbeiten plangemäss 2032 abgeschlossen sind, wird dann auch der Halbstundentakt Luzern - Bern realisiert? Beziehungsweise: welches ist die entscheidende Schlüsselinfrastruktur, damit der Halbstundentakt Luzern - Bern oder mindestens eine Übergangslösung mit Zusatzzügen realisiert werden kann?&nbsp;</p><p>2. Wie kommt die Bauzeit von vier Jahren zu Stande?&nbsp;</p><p>3. Welche Verbesserungen gibt es für die Bevölkerung als Ausgleich für die jahrelange Baustelle und Baulärm?&nbsp;</p><p>4. In Dagmersellen soll eine Verkehrsdrehscheibe erstellt werden zur Verknüpfung von Bus und Bahn. Sind die SBB bereit, sich an den Kosten der verlängerten Personenunterführung zu beteiligen als Ausgleich für die langen Belastungen während der Bauzeit?&nbsp;</p>
    • Bauarbeiten für den Halbstundentakt Luzern-Bern. Bringen die Unannehmlichkeiten wenigstens eine raschere Einführung?

Back to List