Wiederaufnahme des Brünigtunnels ins Bauprogramm des Bundes zur Netzvollendung
- ShortId
-
25.4307
- Id
-
20254307
- Updated
-
02.12.2025 12:43
- Language
-
de
- Title
-
Wiederaufnahme des Brünigtunnels ins Bauprogramm des Bundes zur Netzvollendung
- AdditionalIndexing
-
48;2846
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die Verkehrssituation auf der Brünigpassstrasse (Nationalstrasse N8) ist sowohl für die ansässige Bevölkerung als auch für alle übrigen Verkehrsteilnehmenden unbefriedigend und insbesondere für den Langsamverkehr zunehmend gefährlich. Die Fahrbahnbreiten sind vielerorts zu gering, die Verkehrsbelastung an Spitzentagen mit über 15’000 Fahrzeugen sehr hoch, und die Verkehrssicherheit kann nicht mehr gewährleistet werden. </p><p> </p><p>Ein besonderes Risiko stellt die Steinschlaggefahr in einzelnen Abschnitten dar. So musste im Sommer 2025 aufgrund geologischer Risiken ein Teil der Felswand in der Ochsenwaldkurve abgetragen werden, um die Sicherheit zu gewährleisten. Zudem plant das ASTRA ein Ausbau- und Erhaltungsprojekt im Abschnitt Brünig Gnoll – Kurve Wacht, das aufgrund der komplexen Gegebenheiten mit über 31 Millionen Franken zu Buche schlägt.</p><p> </p><p>Vor diesem Hintergrund erscheint eine nachhaltige und zukunftsorientierte Lösung erforderlich. Der Bau eines Tunnels am Brünig, wie er bereits früher vorgesehen war, bietet eine solche Lösung. Er könnte nicht nur die Verkehrssicherheit und -qualität massiv erhöhen, sondern auch das gesamte Nationalstrassennetz entlasten. Der Brünig-Tunnel würde eine massive Verkehrsberuhigung in den Sommermonaten herbeiführen.</p><p>Der Sachplan Übergangsleitung SÜL 202 Innertkirchen - Mettlen der Swissgrid könnte in den Boden respektive in den Tunnel verlegt statt wieder durch eine neue Linienführung im Gelände gebaut werden</p><p> </p><p>Ein Tunnel würde zudem ökologische Vorteile bringen: Die heutige Strasse überwindet auf einer Strecke von nur 890 Metern Steigungen von über 10 %, was besonders im Winter zu Sperrungen und nicht nur zu erhöhtem Energieverbrauch, sondern auch zu Lärmemissionen und Emissionen durch den Schwerverkehr führt. Die Strassenbeläge und Fahrbahnzustände sind seit Jahren trotz zahlreicher Sanierungen zum Teil noch in schlechtem Zustand, was zusätzlichen Handlungsbedarf unterstreicht.</p><p> </p><p>Angesichts der verkehrlichen, sicherheitstechnischen und ökologischen Herausforderungen wird der Bundesrat gebeten, die Wiederaufnahme eines Brünigtunnelprojekts ins Auge zu fassen und die entsprechenden Abklärungen vorzunehmen. </p>
- <span><p><span>Das Vorhaben Brünigtunnel ist als Teil der Netzvollendung im Anhang 1 der Nationalstrassenverordnung (NSV, SR 725.111) in der Liste der noch nicht begonnenen Strecken - gleichwertig als Brünigtunnel respektive Passstrasse - enthalten. Vor einigen Jahren führten das Bundesamt für Strassen (ASTRA) zusammen mit den Kantonen Bern und Obwalden eine umfassende Variantenstudie durch. Diese zeigte, dass der Bau einer Tunnelverbindung am Brünig volkswirtschaftlich nicht zweckmässig ist. Gestützt darauf haben die für das Netzvollendungs-Projekt zuständigen Kantone Bern und Obwalden (NSG, Art. 40a, SR 725.11) in Abstimmung mit dem ASTRA auf die Durchführung weiterer Abklärungen und die Projektierung des Vorhabens verzichtet. In der Folge liegt kein konkretes Projekt vor, welches der Bundesrat in das langfristige Bauprogramm für Nationalstrassen aufnehmen könnte. </span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen, ob das Projekt "Brünigtunnel" erneut in das Bauprogramm des Bundes für die Fertigstellung des Nationalstrassennetzes (Netzvollendung) aufgenommen werden kann.</p>
- Wiederaufnahme des Brünigtunnels ins Bauprogramm des Bundes zur Netzvollendung
- State
-
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Die Verkehrssituation auf der Brünigpassstrasse (Nationalstrasse N8) ist sowohl für die ansässige Bevölkerung als auch für alle übrigen Verkehrsteilnehmenden unbefriedigend und insbesondere für den Langsamverkehr zunehmend gefährlich. Die Fahrbahnbreiten sind vielerorts zu gering, die Verkehrsbelastung an Spitzentagen mit über 15’000 Fahrzeugen sehr hoch, und die Verkehrssicherheit kann nicht mehr gewährleistet werden. </p><p> </p><p>Ein besonderes Risiko stellt die Steinschlaggefahr in einzelnen Abschnitten dar. So musste im Sommer 2025 aufgrund geologischer Risiken ein Teil der Felswand in der Ochsenwaldkurve abgetragen werden, um die Sicherheit zu gewährleisten. Zudem plant das ASTRA ein Ausbau- und Erhaltungsprojekt im Abschnitt Brünig Gnoll – Kurve Wacht, das aufgrund der komplexen Gegebenheiten mit über 31 Millionen Franken zu Buche schlägt.</p><p> </p><p>Vor diesem Hintergrund erscheint eine nachhaltige und zukunftsorientierte Lösung erforderlich. Der Bau eines Tunnels am Brünig, wie er bereits früher vorgesehen war, bietet eine solche Lösung. Er könnte nicht nur die Verkehrssicherheit und -qualität massiv erhöhen, sondern auch das gesamte Nationalstrassennetz entlasten. Der Brünig-Tunnel würde eine massive Verkehrsberuhigung in den Sommermonaten herbeiführen.</p><p>Der Sachplan Übergangsleitung SÜL 202 Innertkirchen - Mettlen der Swissgrid könnte in den Boden respektive in den Tunnel verlegt statt wieder durch eine neue Linienführung im Gelände gebaut werden</p><p> </p><p>Ein Tunnel würde zudem ökologische Vorteile bringen: Die heutige Strasse überwindet auf einer Strecke von nur 890 Metern Steigungen von über 10 %, was besonders im Winter zu Sperrungen und nicht nur zu erhöhtem Energieverbrauch, sondern auch zu Lärmemissionen und Emissionen durch den Schwerverkehr führt. Die Strassenbeläge und Fahrbahnzustände sind seit Jahren trotz zahlreicher Sanierungen zum Teil noch in schlechtem Zustand, was zusätzlichen Handlungsbedarf unterstreicht.</p><p> </p><p>Angesichts der verkehrlichen, sicherheitstechnischen und ökologischen Herausforderungen wird der Bundesrat gebeten, die Wiederaufnahme eines Brünigtunnelprojekts ins Auge zu fassen und die entsprechenden Abklärungen vorzunehmen. </p>
- <span><p><span>Das Vorhaben Brünigtunnel ist als Teil der Netzvollendung im Anhang 1 der Nationalstrassenverordnung (NSV, SR 725.111) in der Liste der noch nicht begonnenen Strecken - gleichwertig als Brünigtunnel respektive Passstrasse - enthalten. Vor einigen Jahren führten das Bundesamt für Strassen (ASTRA) zusammen mit den Kantonen Bern und Obwalden eine umfassende Variantenstudie durch. Diese zeigte, dass der Bau einer Tunnelverbindung am Brünig volkswirtschaftlich nicht zweckmässig ist. Gestützt darauf haben die für das Netzvollendungs-Projekt zuständigen Kantone Bern und Obwalden (NSG, Art. 40a, SR 725.11) in Abstimmung mit dem ASTRA auf die Durchführung weiterer Abklärungen und die Projektierung des Vorhabens verzichtet. In der Folge liegt kein konkretes Projekt vor, welches der Bundesrat in das langfristige Bauprogramm für Nationalstrassen aufnehmen könnte. </span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen, ob das Projekt "Brünigtunnel" erneut in das Bauprogramm des Bundes für die Fertigstellung des Nationalstrassennetzes (Netzvollendung) aufgenommen werden kann.</p>
- Wiederaufnahme des Brünigtunnels ins Bauprogramm des Bundes zur Netzvollendung
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