Soziale Innovation und soziales Unternehmertum in der BFI-Botschaft 2029-2032 verankern

ShortId
25.4329
Id
20254329
Updated
16.12.2025 09:53
Language
de
Title
Soziale Innovation und soziales Unternehmertum in der BFI-Botschaft 2029-2032 verankern
AdditionalIndexing
28;2836;36
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Um die komplexen Herausforderungen unserer Gesellschaft und der Umwelt zu lösen braucht es neben technologischen Innovationen auch soziale Innovationen. Soziale Innovationen und die damit verbundene Social Economy befassen sich aktiv mit sozioökonomischen und ökologischen Herausforderungen und tragen zu einem gerechten doppelten Wandel bei, indem sie darauf abzielen, dass gesellschaftliche Gruppen nicht zurückgelassen werden und die Vorteile des wirtschaftlichen Wandels gerecht verteilt werden. Dazu gehören Herausforderungen im Zusammenhang mit Armutsbekämpfung, Gesundheitsversorgung, Bildung, Wohnraum und Gemeindeentwicklung sowie Umweltschutz und die Förderung eines fairen Zugangs zu Ressourcen. In Anerkennung der Bedeutung der Social Ecomomy wurde auch von der Schweiz im Jahre 2022 die OECD-Empfehlung zur Sozial- und Solidarwirtschaft und für soziale Innovationen (OECD/LEGAL/0472)<strong> </strong>unterstützt. Es ist daher sachgerecht, dass in der nächsten BFI-Periode wissenschaftlich offene Fragen dieses Ansatzes für die privaten und öffentlichen Akteure &nbsp;weiter erforscht und geklärt werden.&nbsp;</p>
  • <p>Der Bundesrat ist der Meinung, dass soziale Innovation und Sozialwirtschaft sehr wichtig sind, um die grossen Herausforderungen unserer Gesellschaft wie Klima und Umwelt, Gesundheit, Alterung oder Digitalisierung zu bewältigen.</p><p>Diese Bedeutung spiegelt sich in den Projekten und Programmen wider, die vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF), von Innosuisse, aber auch von den Bundesämtern unterstützt werden.</p><p>Die vom Bundesrat lancierten nationalen Forschungsprogramme (NFP) beinhalten wichtige Aspekte der sozialen Innovation, beispielsweise im Rahmen der noch laufenden Programme <a href="https://www.nfp77.ch/de">NFP 77</a> und <a href="https://www.nfp80.ch/de">NFP 80</a>. Ebenso hat das vom SNF und der DEZA gemeinsam lancierte Programm «Solution-oriented Research for Development » (SOR4D) zum Ziel, durch transdisziplinäre Forschung Erkenntnisse und Innovationen zu generieren, um die nachhaltige Entwicklung voranzutreiben und die Armut in Entwicklungsländern zu reduzieren.</p><p>Soziale Innovation spielt auch in der Innovationsförderung eine wichtige Rolle, bspw. im Rahmen der Projektförderung durch Innosuisse. So unterstützt die Domäne «Social sciences &amp; Business Management» Projekte in den Bereichen Sozialarbeit, Tourismus, Architektur, Design oder Gesundheit. Soziale Innovation spielt auch im Rahmen des Programms Bridge (SNF / Innosuisse) und der thematischen Förderung von Innosuisse, den Innoboostern (z. B. Co-designing human services und future urban society), eine zentrale Rolle. Das Innosuisse-Flagship «IICT», das die Entwicklung von IT-Lösungen zur Verbesserung des Zugangs zur Kommunikation für Menschen mit Behinderungen durch Prozessautomatisierung unterstützen soll, ist ein weiteres Beispiel für die Förderung sozialer Innovation.</p><p>Das Thema soziale Innovation wird in der BFI-Botschaft 2025–2028 behandelt, in den Mehrjahresprogrammen des SNF und der Innosuisse für die Jahre 2025 bis 2028 wird soziale Innovation als wichtiges Thema genannt.</p><p>Innovation und Soziale Wirtschaft werden auch von verschiedenen Bundesämtern im Rahmen der Ressortforschung gefördert.</p><p>&nbsp;</p><p>Als Beispiel seien hier die Unterstützung durch drei Ämter genannt.</p><p>-&nbsp;Das Bundesamt für Sozialversicherungen verfügt über eine breite Palette von Instrumenten zur Förderung der Entwicklung sozialer Innovationen (z. B. Forschungs- und Evaluationsprojekte, thematische Programme, Finanzhilfen)</p><p>-&nbsp;Die <a href="https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Standortfoerderung/Regional_Raumordnungspolitik/nrp.html">Neue Regionalpolitik</a> (NRP), ein Instrument zur regionalen Wirtschaftsentwicklung, das von den Kantonen und dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) verwaltet wird, unterstützt innovative Projekte zur Förderung des Unternehmertums mit dem Ziel, die Innovationskraft von KMU zu stärken (thematische Schwerpunkte Industrie und Tourismus) sowie die Querschnittsthemen Digitalisierung, nachhaltige Entwicklung und innovative lokale Wirtschaft. Darüber hinaus fördert die NRP auch soziale Innovationen, sofern ein Bezug zur regionalen Wirtschaftsentwicklung besteht.</p><p>-&nbsp;Das Bundesamt für Energie hat ein Programm Energie – Wirtschaft – Gesellschaft (EWG) lanciert, das sich insbesondere mit sozialen und menschlichen Fragen befasst. Das EWG behandelt wirtschaftliche, soziologische, psychologische und politologische Fragen entlang der gesamten Energiewertschöpfungskette.</p><p>&nbsp;</p><p>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass die aktuellen Prozesse und Instrumente genügend Flexibilität bieten, damit die Förderung sozialer Innovationen einen angemessenen Platz in der Schweizer Forschung und Innovation einnehmen kann.</p><p>Die BFI-Botschaft 2029–2032 wird sich im allgemeinen Rahmen der Forschungs- und Innovationsförderung mit sozialer Innovation und Sozialwirtschaft befassen.</p><p><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.</p>
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen, wie in der BFI Botschaft 29-32 die Fragen rund um soziale Innovation (Social Innovation) und des damit verbundene soziale Unternehmertums ( Social Enterprises, Social Economy) als komplementäre Innovations- und Forschungsfelder gestärkt werden können.&nbsp;</p>
  • Soziale Innovation und soziales Unternehmertum in der BFI-Botschaft 2029-2032 verankern
State
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Um die komplexen Herausforderungen unserer Gesellschaft und der Umwelt zu lösen braucht es neben technologischen Innovationen auch soziale Innovationen. Soziale Innovationen und die damit verbundene Social Economy befassen sich aktiv mit sozioökonomischen und ökologischen Herausforderungen und tragen zu einem gerechten doppelten Wandel bei, indem sie darauf abzielen, dass gesellschaftliche Gruppen nicht zurückgelassen werden und die Vorteile des wirtschaftlichen Wandels gerecht verteilt werden. Dazu gehören Herausforderungen im Zusammenhang mit Armutsbekämpfung, Gesundheitsversorgung, Bildung, Wohnraum und Gemeindeentwicklung sowie Umweltschutz und die Förderung eines fairen Zugangs zu Ressourcen. In Anerkennung der Bedeutung der Social Ecomomy wurde auch von der Schweiz im Jahre 2022 die OECD-Empfehlung zur Sozial- und Solidarwirtschaft und für soziale Innovationen (OECD/LEGAL/0472)<strong> </strong>unterstützt. Es ist daher sachgerecht, dass in der nächsten BFI-Periode wissenschaftlich offene Fragen dieses Ansatzes für die privaten und öffentlichen Akteure &nbsp;weiter erforscht und geklärt werden.&nbsp;</p>
    • <p>Der Bundesrat ist der Meinung, dass soziale Innovation und Sozialwirtschaft sehr wichtig sind, um die grossen Herausforderungen unserer Gesellschaft wie Klima und Umwelt, Gesundheit, Alterung oder Digitalisierung zu bewältigen.</p><p>Diese Bedeutung spiegelt sich in den Projekten und Programmen wider, die vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF), von Innosuisse, aber auch von den Bundesämtern unterstützt werden.</p><p>Die vom Bundesrat lancierten nationalen Forschungsprogramme (NFP) beinhalten wichtige Aspekte der sozialen Innovation, beispielsweise im Rahmen der noch laufenden Programme <a href="https://www.nfp77.ch/de">NFP 77</a> und <a href="https://www.nfp80.ch/de">NFP 80</a>. Ebenso hat das vom SNF und der DEZA gemeinsam lancierte Programm «Solution-oriented Research for Development » (SOR4D) zum Ziel, durch transdisziplinäre Forschung Erkenntnisse und Innovationen zu generieren, um die nachhaltige Entwicklung voranzutreiben und die Armut in Entwicklungsländern zu reduzieren.</p><p>Soziale Innovation spielt auch in der Innovationsförderung eine wichtige Rolle, bspw. im Rahmen der Projektförderung durch Innosuisse. So unterstützt die Domäne «Social sciences &amp; Business Management» Projekte in den Bereichen Sozialarbeit, Tourismus, Architektur, Design oder Gesundheit. Soziale Innovation spielt auch im Rahmen des Programms Bridge (SNF / Innosuisse) und der thematischen Förderung von Innosuisse, den Innoboostern (z. B. Co-designing human services und future urban society), eine zentrale Rolle. Das Innosuisse-Flagship «IICT», das die Entwicklung von IT-Lösungen zur Verbesserung des Zugangs zur Kommunikation für Menschen mit Behinderungen durch Prozessautomatisierung unterstützen soll, ist ein weiteres Beispiel für die Förderung sozialer Innovation.</p><p>Das Thema soziale Innovation wird in der BFI-Botschaft 2025–2028 behandelt, in den Mehrjahresprogrammen des SNF und der Innosuisse für die Jahre 2025 bis 2028 wird soziale Innovation als wichtiges Thema genannt.</p><p>Innovation und Soziale Wirtschaft werden auch von verschiedenen Bundesämtern im Rahmen der Ressortforschung gefördert.</p><p>&nbsp;</p><p>Als Beispiel seien hier die Unterstützung durch drei Ämter genannt.</p><p>-&nbsp;Das Bundesamt für Sozialversicherungen verfügt über eine breite Palette von Instrumenten zur Förderung der Entwicklung sozialer Innovationen (z. B. Forschungs- und Evaluationsprojekte, thematische Programme, Finanzhilfen)</p><p>-&nbsp;Die <a href="https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Standortfoerderung/Regional_Raumordnungspolitik/nrp.html">Neue Regionalpolitik</a> (NRP), ein Instrument zur regionalen Wirtschaftsentwicklung, das von den Kantonen und dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) verwaltet wird, unterstützt innovative Projekte zur Förderung des Unternehmertums mit dem Ziel, die Innovationskraft von KMU zu stärken (thematische Schwerpunkte Industrie und Tourismus) sowie die Querschnittsthemen Digitalisierung, nachhaltige Entwicklung und innovative lokale Wirtschaft. Darüber hinaus fördert die NRP auch soziale Innovationen, sofern ein Bezug zur regionalen Wirtschaftsentwicklung besteht.</p><p>-&nbsp;Das Bundesamt für Energie hat ein Programm Energie – Wirtschaft – Gesellschaft (EWG) lanciert, das sich insbesondere mit sozialen und menschlichen Fragen befasst. Das EWG behandelt wirtschaftliche, soziologische, psychologische und politologische Fragen entlang der gesamten Energiewertschöpfungskette.</p><p>&nbsp;</p><p>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass die aktuellen Prozesse und Instrumente genügend Flexibilität bieten, damit die Förderung sozialer Innovationen einen angemessenen Platz in der Schweizer Forschung und Innovation einnehmen kann.</p><p>Die BFI-Botschaft 2029–2032 wird sich im allgemeinen Rahmen der Forschungs- und Innovationsförderung mit sozialer Innovation und Sozialwirtschaft befassen.</p><p><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.</p>
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen, wie in der BFI Botschaft 29-32 die Fragen rund um soziale Innovation (Social Innovation) und des damit verbundene soziale Unternehmertums ( Social Enterprises, Social Economy) als komplementäre Innovations- und Forschungsfelder gestärkt werden können.&nbsp;</p>
    • Soziale Innovation und soziales Unternehmertum in der BFI-Botschaft 2029-2032 verankern

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