Innovationskraft von Schweizer KMU stärken

ShortId
25.4340
Id
20254340
Updated
22.12.2025 10:29
Language
de
Title
Innovationskraft von Schweizer KMU stärken
AdditionalIndexing
15
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die aktuelle weltwirtschaftliche Entwicklung stellt Schweizer Unternehmen vor neue Herausforderungen. Insbesondere die Zollpolitik der USA stellt für Firmen, die einen relevanten Teil ihres Umsatzes auf dem US-Markt erwirtschaften, eine grosse Belastung dar. Hinzu kommt die jüngste Aufwertung des Frankens. Eine Verlagerung der Produktion in die USA ist jedoch für viele Unternehmen weder finanziell tragbar noch sind genügend Fachkräfte mit der für Schweizer Qualitätsprodukte notwendigen Fachkompetenz verfügbar.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Die Unternehmen müssen sich anpassen, mit Innovation überzeugen und gegebenenfalls Marktverschiebungen anstreben. Die Schweiz verfügt mit Innosuisse über eine ausgezeichnete Agentur zur Förderung von Forschung und Entwicklung. Jedoch sind die Projekte für KMUs mit Initialaufwänden verbunden. Kleineren KMUs soll zur Stärkung der Zugang zu Entwicklungsprojekten temporär erleichtert werden mittels&nbsp;Innovationsgutscheinen, die einen Teil ihrer Beiträge an bewilligte Projekte abdecken.</p><p>&nbsp;</p><p>Zudem sollen Unternehmen<strong>&nbsp;</strong>gezielte Unterstützung&nbsp;erhalten, wenn sie neue Absatzmärkte erschliessen wollen, insbesondere in geografisch näher gelegenen Regionen. Damit ist langfristig eine Stärkung der Gesamt-Wertschöpfung in Europa zu erreichen, Transportwerge zu verkürzen und zu einer «regionalen Wirtschaft in Kreisläufen» beizutragen. Damit wird nicht nur die Abhängigkeit vom US-Markt reduziert, sondern auch die europäische Wertschöpfungskette nachhaltig gestärkt.</p>
  • <p>Der Bundesrat ist sich der herausfordernden Situation für viele Unternehmen in der Schweiz aufgrund der Zollpolitik der USA wie auch der Aufwertung des Frankens bewusst.</p><p>&nbsp;</p><p>In erster Linie setzt der Bundesrat auf die bewährten Stabilisatoren wie die Arbeitslosenversicherung und die Kurzarbeitsentschädigung, deren Höchstbezugsdauer er am 8. Oktober 2025 von 18 auf 24 Monate verlängert hat. Zudem erachtet er die Ausgestaltung des Steuersystems und die Schuldenbremse für die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts als zentral.</p><p>&nbsp;</p><p>Eine wichtige Rolle spielen weiter die Innovationsförderagentur Innosuisse und der Exportförderer Switzerland Global Enterprise (S-GE).</p><p>&nbsp;</p><p>- Innosuisse kann KMU Innovationschecks zum Testen neuer Produktideen mit Hilfe eines Forschungspartners ausstellen. Weiter unterstützt Innosuisse nationale und internationale Innovationsprojekte von Unternehmen und dadurch bei der Diversifizierung des Produktportfolios. Innosuisse hat die Möglichkeit, die 5% der Projektkosten umfassende finanzielle Leistung der Umsetzungspartner an die Forschungspartner («Cash-Beitrag») im Einzelfall zu reduzieren oder darauf zu verzichten. Innosuisse fördert ausserdem spezifisch Start-ups mit Beratungs- und Schulungsangeboten, Coaching sowie mit Angeboten zur Erkundung und Erschliessung internationaler Märkte.</p><p>-&nbsp;S-GE soll weiterhin bedürfnisgerechte Leistungen anbieten. Dies primär dort, wo die Nachfrage gross und die Wirkung hoch ist. Dies trifft neben den USA auf Märkte zu, welche für die Schweiz mittels Freihandelsabkommen zugänglich sind. Der Fokus liegt damit auch auf geografisch nahegelegenen Gebieten in Europa. Diese sind für KMU, welche erstmals in den Export gehen, meist die Hauptzieldestination. Diese Märkte werden von S-GE prioritär und bei Bedarf vermehrt auch direkt aus der Schweiz bearbeitet.</p><p>&nbsp;</p><p>Der Bundesrat beobachtet die wirtschaftlichen Entwicklungen laufend, beurteilt die verfügbaren Massnahmen und Instrumente im Moment aber als ausreichend, um die aktuellen Herausforderungen abzufedern. Aus diesen Gründen lehnt er die Motion ab.</p><p>Sollte sie im Erstrat angenommen werden, würde er in der Kommission des Zweitrats den Abänderungsantrag auf einen Prüfauftrag stellen.</p><p><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.</p>
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, Massnahmen vorzusehen, welche die Innovationskraft und die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Schweizer Unternehmen in einem angespannten wirtschaftlichen Umfeld stärken. Dabei sind insbesondere folgende Ansätze auszuarbeiten:</p><ol><li>Innovationsgutscheine, welche bei einem Innosuisse-Projekt Teile / den gesamten von den Unternehmen zu erbringenden Beitrag abdecken und damit die Innovationskraft der KMUs stärken.</li><li>Zusätzliche Beratungs- und Unterstützungsangebote, beispielsweise über Switzerland Global Enterprise (SGE), um den Eintritt in europäische Märkte zu erleichtern. Dabei sollen geografisch nahegelegene Regionen im Fokus stehen, mit dem Ziel, die europäische Wertschöpfungskette langfristig zu stärken.&nbsp;</li></ol>
  • Innovationskraft von Schweizer KMU stärken
State
In Kommission des Ständerats
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die aktuelle weltwirtschaftliche Entwicklung stellt Schweizer Unternehmen vor neue Herausforderungen. Insbesondere die Zollpolitik der USA stellt für Firmen, die einen relevanten Teil ihres Umsatzes auf dem US-Markt erwirtschaften, eine grosse Belastung dar. Hinzu kommt die jüngste Aufwertung des Frankens. Eine Verlagerung der Produktion in die USA ist jedoch für viele Unternehmen weder finanziell tragbar noch sind genügend Fachkräfte mit der für Schweizer Qualitätsprodukte notwendigen Fachkompetenz verfügbar.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Die Unternehmen müssen sich anpassen, mit Innovation überzeugen und gegebenenfalls Marktverschiebungen anstreben. Die Schweiz verfügt mit Innosuisse über eine ausgezeichnete Agentur zur Förderung von Forschung und Entwicklung. Jedoch sind die Projekte für KMUs mit Initialaufwänden verbunden. Kleineren KMUs soll zur Stärkung der Zugang zu Entwicklungsprojekten temporär erleichtert werden mittels&nbsp;Innovationsgutscheinen, die einen Teil ihrer Beiträge an bewilligte Projekte abdecken.</p><p>&nbsp;</p><p>Zudem sollen Unternehmen<strong>&nbsp;</strong>gezielte Unterstützung&nbsp;erhalten, wenn sie neue Absatzmärkte erschliessen wollen, insbesondere in geografisch näher gelegenen Regionen. Damit ist langfristig eine Stärkung der Gesamt-Wertschöpfung in Europa zu erreichen, Transportwerge zu verkürzen und zu einer «regionalen Wirtschaft in Kreisläufen» beizutragen. Damit wird nicht nur die Abhängigkeit vom US-Markt reduziert, sondern auch die europäische Wertschöpfungskette nachhaltig gestärkt.</p>
    • <p>Der Bundesrat ist sich der herausfordernden Situation für viele Unternehmen in der Schweiz aufgrund der Zollpolitik der USA wie auch der Aufwertung des Frankens bewusst.</p><p>&nbsp;</p><p>In erster Linie setzt der Bundesrat auf die bewährten Stabilisatoren wie die Arbeitslosenversicherung und die Kurzarbeitsentschädigung, deren Höchstbezugsdauer er am 8. Oktober 2025 von 18 auf 24 Monate verlängert hat. Zudem erachtet er die Ausgestaltung des Steuersystems und die Schuldenbremse für die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts als zentral.</p><p>&nbsp;</p><p>Eine wichtige Rolle spielen weiter die Innovationsförderagentur Innosuisse und der Exportförderer Switzerland Global Enterprise (S-GE).</p><p>&nbsp;</p><p>- Innosuisse kann KMU Innovationschecks zum Testen neuer Produktideen mit Hilfe eines Forschungspartners ausstellen. Weiter unterstützt Innosuisse nationale und internationale Innovationsprojekte von Unternehmen und dadurch bei der Diversifizierung des Produktportfolios. Innosuisse hat die Möglichkeit, die 5% der Projektkosten umfassende finanzielle Leistung der Umsetzungspartner an die Forschungspartner («Cash-Beitrag») im Einzelfall zu reduzieren oder darauf zu verzichten. Innosuisse fördert ausserdem spezifisch Start-ups mit Beratungs- und Schulungsangeboten, Coaching sowie mit Angeboten zur Erkundung und Erschliessung internationaler Märkte.</p><p>-&nbsp;S-GE soll weiterhin bedürfnisgerechte Leistungen anbieten. Dies primär dort, wo die Nachfrage gross und die Wirkung hoch ist. Dies trifft neben den USA auf Märkte zu, welche für die Schweiz mittels Freihandelsabkommen zugänglich sind. Der Fokus liegt damit auch auf geografisch nahegelegenen Gebieten in Europa. Diese sind für KMU, welche erstmals in den Export gehen, meist die Hauptzieldestination. Diese Märkte werden von S-GE prioritär und bei Bedarf vermehrt auch direkt aus der Schweiz bearbeitet.</p><p>&nbsp;</p><p>Der Bundesrat beobachtet die wirtschaftlichen Entwicklungen laufend, beurteilt die verfügbaren Massnahmen und Instrumente im Moment aber als ausreichend, um die aktuellen Herausforderungen abzufedern. Aus diesen Gründen lehnt er die Motion ab.</p><p>Sollte sie im Erstrat angenommen werden, würde er in der Kommission des Zweitrats den Abänderungsantrag auf einen Prüfauftrag stellen.</p><p><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.</p>
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, Massnahmen vorzusehen, welche die Innovationskraft und die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Schweizer Unternehmen in einem angespannten wirtschaftlichen Umfeld stärken. Dabei sind insbesondere folgende Ansätze auszuarbeiten:</p><ol><li>Innovationsgutscheine, welche bei einem Innosuisse-Projekt Teile / den gesamten von den Unternehmen zu erbringenden Beitrag abdecken und damit die Innovationskraft der KMUs stärken.</li><li>Zusätzliche Beratungs- und Unterstützungsangebote, beispielsweise über Switzerland Global Enterprise (SGE), um den Eintritt in europäische Märkte zu erleichtern. Dabei sollen geografisch nahegelegene Regionen im Fokus stehen, mit dem Ziel, die europäische Wertschöpfungskette langfristig zu stärken.&nbsp;</li></ol>
    • Innovationskraft von Schweizer KMU stärken

Back to List