Stand Smart-Meter-Rollout

ShortId
25.4343
Id
20254343
Updated
19.12.2025 12:59
Language
de
Title
Stand Smart-Meter-Rollout
AdditionalIndexing
66;34
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Bei Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) mit einer Leistung von weniger als 30&nbsp;Kilovoltampere (kVA) (typischerweise bei Einfamilienhäusern) misst das intelligente Messsystem (Smart Meter) des Verteilnetzbetreibers (VNB) am Anschlusspunkt nicht einfach die Produktion der PV-Anlage, sondern die Differenz zwischen Produktion und Eigenverbrauch oder Speicherung in der Batterie.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Einführung von Smart Meters wird als erster wichtiger Schritt in Richtung intelligente Netze (sogenannte Smart Grids) gesehen. Entsprechend legt die Stromversorgungsverordnung (StromVV; SR 734.71) technische Mindestanforderungen fest und schreibt die Einführung solcher Systeme vor: Bis Ende 2027 müssen demnach 80 Prozent aller Messeinrichtungen in einem Netzgebiet den Anforderungen entsprechen, die restlichen 20 Prozent dürfen bis zum Ende ihrer Funktionstauglichkeit im Einsatz stehen.</p><p>&nbsp;</p><p>1. bis 3.: Der Anteil von Smart Metern ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Ende 2024 waren nach Angaben der Verteilnetzbetreiber schweizweit 2'940’000 Smart Meter installiert und werden als solche betrieben. Das ist ein Anteil von über 50 Prozent. Die Einführung von Smart Metern liegt in der Verantwortung der VNB; es gibt keine Überwachung auf kantonaler oder regionaler Ebene. Laut einer Umfrage des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) Ende&nbsp;2024, an der 120 seiner Mitglieder teilgenommen haben, gehen nur 2&nbsp;Prozent der VNB davon aus, dass sie die Einführung bis Ende&nbsp;2027 nicht vollständig abschliessen können. Angesichts der Ergebnisse des jährlichen Monitorings des Bundesamts für Energie (BFE) und trotz der Tatsache, dass einige grosse VNB mit der Einführung später begonnen haben, ist der Bundesrat weiterhin zuversichtlich, dass das Ziel, bis Ende&nbsp;2027 insgesamt 80&nbsp;Prozent der Messeinrichtungen durch Smart Meter zu ersetzen, erreicht wird. Der Bundesrat erachtet es nicht als notwendig, mit den VNB Zwischenziele zu vereinbaren, da die Ziele in der StromVV verankert und den VNB bekannt sind.</p><p>&nbsp;</p><p>4. Bei der in Artikel 31e Absatz 1 StromVV (Übergangsbestimmung zur Änderung vom 1. November 2017) festgelegten Frist handelt es sich um eine verbindliche Vorgabe. Zur Erinnerung: Für den Vollzug der StromVV ist die Eidgenössische Elektrizitätskommission (ElCom) zuständig. Kundinnen und Kunden können ab dem 1. Januar 2026 in gewissen Fällen, wie namentlich beim virtuellen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch sowie bei der Lokalen Elektrizitätsgemeinschaft, bei den VNB die Installierung eines Smart Meters verlangen und diesen Anspruch durchsetzen.</p>
  • <p>Intelligente Messsysteme sind ein wichtiger Teil der dringend notwendigen Digitalisierung des Stromsystems. Ein Smart Meter misst nicht nur, wie viel Strom verbraucht wird, sondern auch, wann dieser verbraucht wird. Damit wird ersichtlich, um welche Uhrzeit der Stromverbrauch besonders hoch ist. So lassen sich Stromfresser entdecken. Auch misst der Smart Meter die Produktion von Stromerzeugern wie z. B. Photovoltaikanlagen. Wer seinen Solarstrom selbst verbrauchen oder mit den Nachbarn teilen möchte, dem hilft der Smart Meter bei der Optimierung des Eigenverbrauchs und bei der Stromabrechnung. All diese Massnahmen helfen, das Verteilnetz zu entlasten.</p><p>&nbsp;</p><p>Das Stromgesetz verpflichtet Verteilnetzbetreiber bis Ende 2027, 80 % der herkömmlichen Stromzähler durch Smart Meter zu ersetzen (Art. 31e StromVV). Der Zählerwechsel erfolgt Schritt für Schritt. Die Zeitpläne unterscheiden sich je nach Verteilnetzbetreiber stark. Während die ersten das Rollout bereits abgeschlossen haben, stehen andere erst am Anfang. In diesem Zusammenhang stellen sich folgende Fragen:</p><p>&nbsp;</p><p>1) Wie ist der aktuelle Stand des Smart-Meter-Rollouts in der Schweiz?</p><p>2) Ist der Bundesrat mit dem aktuellen Rollout-Stand zufrieden? In welchen Kantonen und Regionen sieht er Nachhol- und Beschleunigungsbedarf?</p><p>2) Wäre es sinnvoll, mit den Verteilnetzbetreibern Zwischenziele zu vereinbaren, um sicherzustellen, dass das Rollout bis Ende 2027 abgeschlossen ist?</p><p>3) Mit welchen Konsequenzen muss ein Verteilnetzbetreiber rechnen, wenn er das Rollout-Ziel Ende 2027 nicht erreicht?</p>
  • Stand Smart-Meter-Rollout
State
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Bei Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) mit einer Leistung von weniger als 30&nbsp;Kilovoltampere (kVA) (typischerweise bei Einfamilienhäusern) misst das intelligente Messsystem (Smart Meter) des Verteilnetzbetreibers (VNB) am Anschlusspunkt nicht einfach die Produktion der PV-Anlage, sondern die Differenz zwischen Produktion und Eigenverbrauch oder Speicherung in der Batterie.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Einführung von Smart Meters wird als erster wichtiger Schritt in Richtung intelligente Netze (sogenannte Smart Grids) gesehen. Entsprechend legt die Stromversorgungsverordnung (StromVV; SR 734.71) technische Mindestanforderungen fest und schreibt die Einführung solcher Systeme vor: Bis Ende 2027 müssen demnach 80 Prozent aller Messeinrichtungen in einem Netzgebiet den Anforderungen entsprechen, die restlichen 20 Prozent dürfen bis zum Ende ihrer Funktionstauglichkeit im Einsatz stehen.</p><p>&nbsp;</p><p>1. bis 3.: Der Anteil von Smart Metern ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Ende 2024 waren nach Angaben der Verteilnetzbetreiber schweizweit 2'940’000 Smart Meter installiert und werden als solche betrieben. Das ist ein Anteil von über 50 Prozent. Die Einführung von Smart Metern liegt in der Verantwortung der VNB; es gibt keine Überwachung auf kantonaler oder regionaler Ebene. Laut einer Umfrage des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) Ende&nbsp;2024, an der 120 seiner Mitglieder teilgenommen haben, gehen nur 2&nbsp;Prozent der VNB davon aus, dass sie die Einführung bis Ende&nbsp;2027 nicht vollständig abschliessen können. Angesichts der Ergebnisse des jährlichen Monitorings des Bundesamts für Energie (BFE) und trotz der Tatsache, dass einige grosse VNB mit der Einführung später begonnen haben, ist der Bundesrat weiterhin zuversichtlich, dass das Ziel, bis Ende&nbsp;2027 insgesamt 80&nbsp;Prozent der Messeinrichtungen durch Smart Meter zu ersetzen, erreicht wird. Der Bundesrat erachtet es nicht als notwendig, mit den VNB Zwischenziele zu vereinbaren, da die Ziele in der StromVV verankert und den VNB bekannt sind.</p><p>&nbsp;</p><p>4. Bei der in Artikel 31e Absatz 1 StromVV (Übergangsbestimmung zur Änderung vom 1. November 2017) festgelegten Frist handelt es sich um eine verbindliche Vorgabe. Zur Erinnerung: Für den Vollzug der StromVV ist die Eidgenössische Elektrizitätskommission (ElCom) zuständig. Kundinnen und Kunden können ab dem 1. Januar 2026 in gewissen Fällen, wie namentlich beim virtuellen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch sowie bei der Lokalen Elektrizitätsgemeinschaft, bei den VNB die Installierung eines Smart Meters verlangen und diesen Anspruch durchsetzen.</p>
    • <p>Intelligente Messsysteme sind ein wichtiger Teil der dringend notwendigen Digitalisierung des Stromsystems. Ein Smart Meter misst nicht nur, wie viel Strom verbraucht wird, sondern auch, wann dieser verbraucht wird. Damit wird ersichtlich, um welche Uhrzeit der Stromverbrauch besonders hoch ist. So lassen sich Stromfresser entdecken. Auch misst der Smart Meter die Produktion von Stromerzeugern wie z. B. Photovoltaikanlagen. Wer seinen Solarstrom selbst verbrauchen oder mit den Nachbarn teilen möchte, dem hilft der Smart Meter bei der Optimierung des Eigenverbrauchs und bei der Stromabrechnung. All diese Massnahmen helfen, das Verteilnetz zu entlasten.</p><p>&nbsp;</p><p>Das Stromgesetz verpflichtet Verteilnetzbetreiber bis Ende 2027, 80 % der herkömmlichen Stromzähler durch Smart Meter zu ersetzen (Art. 31e StromVV). Der Zählerwechsel erfolgt Schritt für Schritt. Die Zeitpläne unterscheiden sich je nach Verteilnetzbetreiber stark. Während die ersten das Rollout bereits abgeschlossen haben, stehen andere erst am Anfang. In diesem Zusammenhang stellen sich folgende Fragen:</p><p>&nbsp;</p><p>1) Wie ist der aktuelle Stand des Smart-Meter-Rollouts in der Schweiz?</p><p>2) Ist der Bundesrat mit dem aktuellen Rollout-Stand zufrieden? In welchen Kantonen und Regionen sieht er Nachhol- und Beschleunigungsbedarf?</p><p>2) Wäre es sinnvoll, mit den Verteilnetzbetreibern Zwischenziele zu vereinbaren, um sicherzustellen, dass das Rollout bis Ende 2027 abgeschlossen ist?</p><p>3) Mit welchen Konsequenzen muss ein Verteilnetzbetreiber rechnen, wenn er das Rollout-Ziel Ende 2027 nicht erreicht?</p>
    • Stand Smart-Meter-Rollout

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