Verlagerung von der Schiene auf die Strasse zwischen der Jurasüdfussachse und dem Genferseebogen nach der Einführung des Fahrplans 2025

ShortId
25.4352
Id
20254352
Updated
06.01.2026 10:09
Language
de
Title
Verlagerung von der Schiene auf die Strasse zwischen der Jurasüdfussachse und dem Genferseebogen nach der Einführung des Fahrplans 2025
AdditionalIndexing
48
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <span><p><span>1-3: Für die spezifische Fragestellung stehen dem Bundesrat lediglich die Passagierzahlen des öffentlichen Verkehrs und die Verkehrsdaten der betroffenen Nationalstrassen zur Verfügung. Der Vergleich dieser Daten lässt nur sehr bedingt Rückschlüsse auf allfällige Verlagerungseffekte zu. Weitere relevante Einflussfaktoren wie das allgemeine Verkehrswachstum, Entwicklungen in der Wohn- und Arbeitsmarktsituation, die Tourismusnachfrage oder ausserordentliche Ereignisse wie Veranstaltungen und Baustellen bleiben unberücksichtigt. Ein Vergleich der Verkehrsdaten aus den Jahren 2024 und 2025 an ausgewählten Messpunkten auf den Nationalstrassen in der betroffenen Region liefert keine belastbaren Hinweise auf die von der Interpellantin angenommene Verkehrsverlagerung. Entsprechend kann sich der Bundesrat nicht zu möglichen regionalen Auswirkungen des Fahrplans 2025 in Bezug auf Klima, Umwelt, externe Kosten und Lebensqualität äussern.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>4: Was die Verbindungen zwischen Genf und dem Jurasüdfuss betrifft, entspricht das künftige Angebot dem zwischen SBB und CTSO (Conférence des transports de la Suisse occidentale) vereinbarten Fahrplan 2025. Dieser ermöglicht halbstündlich eine Verbindung zwischen Genf und dem Jurasüdfuss mit Umsteigen in Renens. Zusätzlich werden zu den Stosszeiten und gelegentlich am Wochenende Direktverbindungen zwischen Genf und Neuenburg angeboten. Der Fahrplan 2025 erweist sich als robust und hat die Pünktlichkeit auf den Strecken in der Westschweiz deutlich verbessert. Der Bundesrat nimmt die Forderung nach einer durchgehenden Direktverbindung ernst. Mittelfristig verfolgen die SBB das Ziel, die umsteigefreie Direktverbindung zwischen Genf und Biel – und wenn möglich bis nach Basel – wieder herzustellen. Voraussetzungen dafür sind technische Anpassungen und zusätzliche Kapazitäten, insbesondere auf der stark frequentierten Strecke zwischen Genf und Lausanne. Der im Bau befindliche Tunnel in Ligerz stellt eine weitere wichtige Voraussetzung dar. Dessen Eröffnung ist für Ende 2029 vorgesehen. Die SBB analysieren derzeit die Möglichkeiten und Einschränkungen eines neuen Fahrplans. </span></p></span>
  • <p>Seit mehr als sechs Monaten weisen die Städteallianz, die Westschweizer Kantone, Unternehmen und Bewohnergruppen der Jurasüdfuss-Region auf eine Verschlechterung des Bahnangebots auf der Jurasüdfuss-Achse zwischen Biel und Genf via Yverdon-les-Bains, Morges und Nyon nach der Einführung des Fahrplans 2025 hin. Die Abschaffung direkter Zugverbindungen oder längere Fahrtzeiten führen zu einer zunehmenden Verlagerung auf die Strasse, insbesondere beim Arbeitsverkehr. Einige Zugfahrten dauern inzwischen doppelt so lange, insbesondere die Fahrt von Yverdon nach Morges, was den öffentlichen Verkehr weniger attraktiv macht. Gleichzeitig scheint der Verkehr auf dem Autobahnkreuz seit einigen Monaten erheblich zugenommen zu haben.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Im Zusammenhang mit der Verlagerungspolitik ist es entscheidend, das Ausmass der erwähnten Entwicklung zu quantifizieren. Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>&nbsp;</p><ol><li>Verfügt der Bundesrat über aktuelle Daten, die es ermöglichen, die Entwicklung der Zahl der Reisenden zu verfolgen, die auf der Strecke Biel–Genf von der Schiene auf die Strasse umgestiegen sind, insbesondere seit der Einführung des Fahrplans 2025?</li><li>Verfügt er über aktuelle Daten, die es ermöglichen, die Zunahme des Strassenverkehrs auf dieser Autobahnachse (insbesondere Nordwaadt‒La Côte) zu quantifizieren?</li><li>Wie bewertet der Bundesrat die Auswirkungen der erwähnten Verlagerung auf die Klimaziele, die externen Kosten des Verkehrs (Lärm, Verschmutzung, Unfälle) und die Lebensqualität in den betroffenen Regionen?</li><li>Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat bis zur Wiederherstellung einer Verbindung mit dem Ligerztunnel im Jahr 2031 umzusetzen, um zu gewährleisten, dass die Bahnanbindung des Jurasüdfusses wieder genug attraktiv wird, damit die verfassungsmässigen Vorgaben zur Verkehrsverlagerung erfüllt werden.</li></ol>
  • Verlagerung von der Schiene auf die Strasse zwischen der Jurasüdfussachse und dem Genferseebogen nach der Einführung des Fahrplans 2025
State
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <span><p><span>1-3: Für die spezifische Fragestellung stehen dem Bundesrat lediglich die Passagierzahlen des öffentlichen Verkehrs und die Verkehrsdaten der betroffenen Nationalstrassen zur Verfügung. Der Vergleich dieser Daten lässt nur sehr bedingt Rückschlüsse auf allfällige Verlagerungseffekte zu. Weitere relevante Einflussfaktoren wie das allgemeine Verkehrswachstum, Entwicklungen in der Wohn- und Arbeitsmarktsituation, die Tourismusnachfrage oder ausserordentliche Ereignisse wie Veranstaltungen und Baustellen bleiben unberücksichtigt. Ein Vergleich der Verkehrsdaten aus den Jahren 2024 und 2025 an ausgewählten Messpunkten auf den Nationalstrassen in der betroffenen Region liefert keine belastbaren Hinweise auf die von der Interpellantin angenommene Verkehrsverlagerung. Entsprechend kann sich der Bundesrat nicht zu möglichen regionalen Auswirkungen des Fahrplans 2025 in Bezug auf Klima, Umwelt, externe Kosten und Lebensqualität äussern.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>4: Was die Verbindungen zwischen Genf und dem Jurasüdfuss betrifft, entspricht das künftige Angebot dem zwischen SBB und CTSO (Conférence des transports de la Suisse occidentale) vereinbarten Fahrplan 2025. Dieser ermöglicht halbstündlich eine Verbindung zwischen Genf und dem Jurasüdfuss mit Umsteigen in Renens. Zusätzlich werden zu den Stosszeiten und gelegentlich am Wochenende Direktverbindungen zwischen Genf und Neuenburg angeboten. Der Fahrplan 2025 erweist sich als robust und hat die Pünktlichkeit auf den Strecken in der Westschweiz deutlich verbessert. Der Bundesrat nimmt die Forderung nach einer durchgehenden Direktverbindung ernst. Mittelfristig verfolgen die SBB das Ziel, die umsteigefreie Direktverbindung zwischen Genf und Biel – und wenn möglich bis nach Basel – wieder herzustellen. Voraussetzungen dafür sind technische Anpassungen und zusätzliche Kapazitäten, insbesondere auf der stark frequentierten Strecke zwischen Genf und Lausanne. Der im Bau befindliche Tunnel in Ligerz stellt eine weitere wichtige Voraussetzung dar. Dessen Eröffnung ist für Ende 2029 vorgesehen. Die SBB analysieren derzeit die Möglichkeiten und Einschränkungen eines neuen Fahrplans. </span></p></span>
    • <p>Seit mehr als sechs Monaten weisen die Städteallianz, die Westschweizer Kantone, Unternehmen und Bewohnergruppen der Jurasüdfuss-Region auf eine Verschlechterung des Bahnangebots auf der Jurasüdfuss-Achse zwischen Biel und Genf via Yverdon-les-Bains, Morges und Nyon nach der Einführung des Fahrplans 2025 hin. Die Abschaffung direkter Zugverbindungen oder längere Fahrtzeiten führen zu einer zunehmenden Verlagerung auf die Strasse, insbesondere beim Arbeitsverkehr. Einige Zugfahrten dauern inzwischen doppelt so lange, insbesondere die Fahrt von Yverdon nach Morges, was den öffentlichen Verkehr weniger attraktiv macht. Gleichzeitig scheint der Verkehr auf dem Autobahnkreuz seit einigen Monaten erheblich zugenommen zu haben.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Im Zusammenhang mit der Verlagerungspolitik ist es entscheidend, das Ausmass der erwähnten Entwicklung zu quantifizieren. Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>&nbsp;</p><ol><li>Verfügt der Bundesrat über aktuelle Daten, die es ermöglichen, die Entwicklung der Zahl der Reisenden zu verfolgen, die auf der Strecke Biel–Genf von der Schiene auf die Strasse umgestiegen sind, insbesondere seit der Einführung des Fahrplans 2025?</li><li>Verfügt er über aktuelle Daten, die es ermöglichen, die Zunahme des Strassenverkehrs auf dieser Autobahnachse (insbesondere Nordwaadt‒La Côte) zu quantifizieren?</li><li>Wie bewertet der Bundesrat die Auswirkungen der erwähnten Verlagerung auf die Klimaziele, die externen Kosten des Verkehrs (Lärm, Verschmutzung, Unfälle) und die Lebensqualität in den betroffenen Regionen?</li><li>Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat bis zur Wiederherstellung einer Verbindung mit dem Ligerztunnel im Jahr 2031 umzusetzen, um zu gewährleisten, dass die Bahnanbindung des Jurasüdfusses wieder genug attraktiv wird, damit die verfassungsmässigen Vorgaben zur Verkehrsverlagerung erfüllt werden.</li></ol>
    • Verlagerung von der Schiene auf die Strasse zwischen der Jurasüdfussachse und dem Genferseebogen nach der Einführung des Fahrplans 2025

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