Analyse des Erfolgs in der Stromeffizienz in der Schweiz und Lehren für die Zukunft

ShortId
25.4385
Id
20254385
Updated
06.01.2026 10:21
Language
de
Title
Analyse des Erfolgs in der Stromeffizienz in der Schweiz und Lehren für die Zukunft
AdditionalIndexing
66;15;24
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <span><p><span>Zu 1. bis 3.: Der Stromverbrauch ist in der Schweiz trotz Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums zwischen 2005 und 2024 auf einem ähnlichen Niveau geblieben. Dafür sind mehrere Faktoren verantwortlich, unter anderem der technische Fortschritt, gezielte Massnahmen zur Steigerung der Stromeffizienz sowie auch ein Strukturwandel in der Wirtschaft. Die Energieperspektiven 2050+ des Bundesamts für Energie (BFE) berücksichtigen den Einfluss solcher Faktoren. Sie werden derzeit aktualisiert und modellieren die zukünftige Entwicklung des Stromverbrauchs auf Basis der jeweils verfügbaren Daten.</span></p><p><span>Zu 4. und 5.: Das Parlament hat den Bundesrat beauftragt, in der laufenden Legislaturperiode eine Energieeffizienzstrategie zu verabschieden. Die entsprechenden Arbeiten sind im Gange. Der Bundesrat plant, die Strategie im Verlauf des Jahres 2027 zu verabschieden. Die Energieeffizienzstrategie wird die bisherigen Erfahrungen mit Massnahmen zur Stromeffizienz zusammenfassen. Dabei sollen die gewonnenen Erkenntnisse in die Weiterentwicklung bestehender Instrumente sowie in die Erarbeitung neuer Ansätze einfliessen. Das Ziel ist es, die verbleibenden realistischen Effizienzpotentiale möglichst wirksam auszuschöpfen und die Vorgaben des Energiegesetzes umzusetzen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Ausarbeitung eines zukunftsgerichteten und wirkungsvollen Vorgehens. </span></p><p><span>Der Bundesrat ist der Auffassung, dass die zentralen Anliegen des Postulats in den laufenden Arbeiten angemessen berücksichtigt werden.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
  • <p>Der Stromverbrauch der Schweiz war im Jahr 2024 gleich hoch wie im Jahr 2005. Dieser Befund ist bemerkenswert, weil sich in diesem Zeitraum die Bevölkerung um rund 1,5 Millionen Menschen vergrössert hat, die Wirtschaft stark gewachsen ist, über 500 000 neue Wärmepumpen installiert wurden, mehr als 200 000 Elektroautos und rund 100 000 Plug-in-Hybridfahrzeuge neu in Verkehr gesetzt wurden und zahlreiche Rechen- und Datencenter ihren Betrieb aufgenommen haben. Zudem transportieren Bahnen, Trams und Züge heute deutlich mehr Passagiere als noch vor 20 Jahren.</p><p>Trotz dieser Entwicklungen konnte der Stromverbrauch dank massiver Effizienzgewinne stabil gehalten werden. Die mit der Energiestrategie 2050 gesetzten Richtwerte für die Stromeffizienz bis 2035 wurden zudem bereits 2025 erreicht, bereits nach rund 7 statt 17 Jahren. Mit dem Energiegesetz wurden im 2024 neue Stromeffizienzziele gesetzt.</p><p>Dieser bisherige Erfolg in Sachen Stromeffizienz wirft zentrale Fragen für die künftige Energiepolitik und insbesondere für die Prognosen des Stromverbrauchs auf.</p><p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht darzulegen:</p><p>1. Auf welche konkreten Massnahmen, Instrumente und Entwicklungen dieser ausserordentliche Erfolg der Stromeffizienz zurückzuführen ist.</p><p>2. Welche Akteure (Bund, Kantone, Gemeinden, Energieversorger, Wirtschaft, Haushalte) mit welchen Mitteln besonders wirksam zur Stromeffizienzsteigerung beigetragen haben.</p><p>3. In welchen Sektoren die grössten Stromeffizienzfortschritte erzielt wurden und wie diese quantitativ zu beziffern sind.</p><p>4. Welche Lehren sich aus diesen Erfahrungen für die Prognosemethoden des künftigen Stromverbrauchs ziehen lassen.</p><p>5. Welche Massnahmen künftig zu ergreifen sind, um den eingeschlagenen Stromeffizienzpfad weiterzuführen, wo sinnvoll und möglich zu verstärken und die neuen Ziele des Energiegesetzes&nbsp;zu&nbsp;erreichen.</p>
  • Analyse des Erfolgs in der Stromeffizienz in der Schweiz und Lehren für die Zukunft
State
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <span><p><span>Zu 1. bis 3.: Der Stromverbrauch ist in der Schweiz trotz Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums zwischen 2005 und 2024 auf einem ähnlichen Niveau geblieben. Dafür sind mehrere Faktoren verantwortlich, unter anderem der technische Fortschritt, gezielte Massnahmen zur Steigerung der Stromeffizienz sowie auch ein Strukturwandel in der Wirtschaft. Die Energieperspektiven 2050+ des Bundesamts für Energie (BFE) berücksichtigen den Einfluss solcher Faktoren. Sie werden derzeit aktualisiert und modellieren die zukünftige Entwicklung des Stromverbrauchs auf Basis der jeweils verfügbaren Daten.</span></p><p><span>Zu 4. und 5.: Das Parlament hat den Bundesrat beauftragt, in der laufenden Legislaturperiode eine Energieeffizienzstrategie zu verabschieden. Die entsprechenden Arbeiten sind im Gange. Der Bundesrat plant, die Strategie im Verlauf des Jahres 2027 zu verabschieden. Die Energieeffizienzstrategie wird die bisherigen Erfahrungen mit Massnahmen zur Stromeffizienz zusammenfassen. Dabei sollen die gewonnenen Erkenntnisse in die Weiterentwicklung bestehender Instrumente sowie in die Erarbeitung neuer Ansätze einfliessen. Das Ziel ist es, die verbleibenden realistischen Effizienzpotentiale möglichst wirksam auszuschöpfen und die Vorgaben des Energiegesetzes umzusetzen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Ausarbeitung eines zukunftsgerichteten und wirkungsvollen Vorgehens. </span></p><p><span>Der Bundesrat ist der Auffassung, dass die zentralen Anliegen des Postulats in den laufenden Arbeiten angemessen berücksichtigt werden.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
    • <p>Der Stromverbrauch der Schweiz war im Jahr 2024 gleich hoch wie im Jahr 2005. Dieser Befund ist bemerkenswert, weil sich in diesem Zeitraum die Bevölkerung um rund 1,5 Millionen Menschen vergrössert hat, die Wirtschaft stark gewachsen ist, über 500 000 neue Wärmepumpen installiert wurden, mehr als 200 000 Elektroautos und rund 100 000 Plug-in-Hybridfahrzeuge neu in Verkehr gesetzt wurden und zahlreiche Rechen- und Datencenter ihren Betrieb aufgenommen haben. Zudem transportieren Bahnen, Trams und Züge heute deutlich mehr Passagiere als noch vor 20 Jahren.</p><p>Trotz dieser Entwicklungen konnte der Stromverbrauch dank massiver Effizienzgewinne stabil gehalten werden. Die mit der Energiestrategie 2050 gesetzten Richtwerte für die Stromeffizienz bis 2035 wurden zudem bereits 2025 erreicht, bereits nach rund 7 statt 17 Jahren. Mit dem Energiegesetz wurden im 2024 neue Stromeffizienzziele gesetzt.</p><p>Dieser bisherige Erfolg in Sachen Stromeffizienz wirft zentrale Fragen für die künftige Energiepolitik und insbesondere für die Prognosen des Stromverbrauchs auf.</p><p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht darzulegen:</p><p>1. Auf welche konkreten Massnahmen, Instrumente und Entwicklungen dieser ausserordentliche Erfolg der Stromeffizienz zurückzuführen ist.</p><p>2. Welche Akteure (Bund, Kantone, Gemeinden, Energieversorger, Wirtschaft, Haushalte) mit welchen Mitteln besonders wirksam zur Stromeffizienzsteigerung beigetragen haben.</p><p>3. In welchen Sektoren die grössten Stromeffizienzfortschritte erzielt wurden und wie diese quantitativ zu beziffern sind.</p><p>4. Welche Lehren sich aus diesen Erfahrungen für die Prognosemethoden des künftigen Stromverbrauchs ziehen lassen.</p><p>5. Welche Massnahmen künftig zu ergreifen sind, um den eingeschlagenen Stromeffizienzpfad weiterzuführen, wo sinnvoll und möglich zu verstärken und die neuen Ziele des Energiegesetzes&nbsp;zu&nbsp;erreichen.</p>
    • Analyse des Erfolgs in der Stromeffizienz in der Schweiz und Lehren für die Zukunft

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