Arzneimittelpreise in den USA orientieren sich ab 2026 an der Schweiz. Welche Konsequenzen hat das für unsere Patienten?

ShortId
25.4473
Id
20254473
Updated
15.01.2026 07:35
Language
de
Title
Arzneimittelpreise in den USA orientieren sich ab 2026 an der Schweiz. Welche Konsequenzen hat das für unsere Patienten?
AdditionalIndexing
2841;15
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Im Zuge des Zoll-Deals mit den USA ist untergegangen, dass die zuständigen US-Gesundheitsbehörden Mitte November ein Modell zur internationalen Referenzierung von Arzneimittelpreisen veröffentlicht haben, sogenannt GENEROUS-Model. Demnach sei dies ein Teil der bereits früher von den USA angekündigten «Most-Favoured-Nation» -Klausel (MFN).</p><p>Gemäss diesem Modell orientieren sich Arzneimittelpreise in den USA ab 2026 neu an einem Korb von acht Referenzländern, worin auch die Schweiz enthalten ist. Dabei soll es sich offenbar um kaufkraftbereinigte Netto-Preise nach Abzügen sämtlicher Rabatte oder sonstiger Konzessionen handeln.</p><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><ol><li>Wie hoch ist das hiesige kaufkraftbereinigte Arzneimittelpreisniveau verglichen mit den USA und wo steht die Schweiz preislich verglichen mit den anderen im Modell genannten Referenzländern (G7 minus US plus Dänemark)?</li><li>Wie haben sich Arzneimittelpreise in den letzten fünf Jahren gemäss LIK (Lebenshaltungskostenindex) entwickelt?</li><li>Da die USA nun auf die Schweiz Bezug nimmt, welches sind die Auswirkungen für die umfassende Versorgung mit Arzneimitteln in der Schweiz, im nächsten Jahr sowie in den Folgejahren und welche volkswirtschaftlichen Konsequenzen hat das für den Pharmastandort Schweiz?</li><li>Insbesondere, wie wirken sich die beschlossenen und zum Teil bereits umgesetzten Massnahmen bei der Kostendämpfung auf die Versorgung von Patienten mit bestehenden und neuen Arzneimitteln aus?</li><li>Welche Gegenmassnahmen haben die anderen Referenzländer bereits geplant?</li><li>Was plant die Schweiz, damit einerseits eine therapeutisch hochstehende Versorgung aufrecht erhalten werden kann und andererseits Innovationen den Patientinnen und Patienten in der Schweiz weiter zur Verfügung stehen?</li></ol>
  • Arzneimittelpreise in den USA orientieren sich ab 2026 an der Schweiz. Welche Konsequenzen hat das für unsere Patienten?
State
Eingereicht
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Im Zuge des Zoll-Deals mit den USA ist untergegangen, dass die zuständigen US-Gesundheitsbehörden Mitte November ein Modell zur internationalen Referenzierung von Arzneimittelpreisen veröffentlicht haben, sogenannt GENEROUS-Model. Demnach sei dies ein Teil der bereits früher von den USA angekündigten «Most-Favoured-Nation» -Klausel (MFN).</p><p>Gemäss diesem Modell orientieren sich Arzneimittelpreise in den USA ab 2026 neu an einem Korb von acht Referenzländern, worin auch die Schweiz enthalten ist. Dabei soll es sich offenbar um kaufkraftbereinigte Netto-Preise nach Abzügen sämtlicher Rabatte oder sonstiger Konzessionen handeln.</p><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><ol><li>Wie hoch ist das hiesige kaufkraftbereinigte Arzneimittelpreisniveau verglichen mit den USA und wo steht die Schweiz preislich verglichen mit den anderen im Modell genannten Referenzländern (G7 minus US plus Dänemark)?</li><li>Wie haben sich Arzneimittelpreise in den letzten fünf Jahren gemäss LIK (Lebenshaltungskostenindex) entwickelt?</li><li>Da die USA nun auf die Schweiz Bezug nimmt, welches sind die Auswirkungen für die umfassende Versorgung mit Arzneimitteln in der Schweiz, im nächsten Jahr sowie in den Folgejahren und welche volkswirtschaftlichen Konsequenzen hat das für den Pharmastandort Schweiz?</li><li>Insbesondere, wie wirken sich die beschlossenen und zum Teil bereits umgesetzten Massnahmen bei der Kostendämpfung auf die Versorgung von Patienten mit bestehenden und neuen Arzneimitteln aus?</li><li>Welche Gegenmassnahmen haben die anderen Referenzländer bereits geplant?</li><li>Was plant die Schweiz, damit einerseits eine therapeutisch hochstehende Versorgung aufrecht erhalten werden kann und andererseits Innovationen den Patientinnen und Patienten in der Schweiz weiter zur Verfügung stehen?</li></ol>
    • Arzneimittelpreise in den USA orientieren sich ab 2026 an der Schweiz. Welche Konsequenzen hat das für unsere Patienten?

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