Wiederbeteiligung der Schweiz an "Aktenzeichen XY... Ungelöst"
- ShortId
-
25.4485
- Id
-
20254485
- Updated
-
10.02.2026 14:40
- Language
-
de
- Title
-
Wiederbeteiligung der Schweiz an "Aktenzeichen XY... Ungelöst"
- AdditionalIndexing
-
34;09
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die Schweizer Beteiligung an "Aktenzeichen XY Ungelöst" wurde Ende 2003 beendet, kehrt aber 2025/2026 durch eine Kooperation von ZDF, ORF und SRF in Form von zwei Ausgaben mit Fällen aus allen drei Ländern zurück; eine Sondersendung im März 2025 thematisierte bereits einen Schweizer Fall und brachte neue Hinweise. Dies ist zu begrüssen. Besser wäre aber eine bewährte, vollumfängliche Beteiligung der Schweiz.</p><p>Seit 1967 unterstützt die Fahndungssendung die Polizei: Mit ihren Hinweisen können Zuschauer zur Aufklärung von schwerwiegenden Verbrechen beitragen. Von rund 5’800 ausgestrahlten Kriminalfällen konnten immerhin rund 38% gelöst werden. Zudem ist Aktenzeichen XY auch ein wertvolles Instrument für die Kriminalprävention z.B. in den Bereichen Betrug oder Femizide. Es gibt keine andere Fernsehsendung, die einen derart grossen Mehrwert für Sicherheit, Gesellschaft und Bevölkerung bringt. Mit dem XY-Preis für Zivilcourage werden zudem Menschen ausgezeichnet, die beherzt und beispielhaft in Notsituationen eingreifen, um andere zu schützen. Dies fördert Zivilcourage und macht sie sichtbar. <br>Die Sendung ist nicht nur sinnvoll und stärkt die Polizei bei der Aufklärung besonders schlimmer Verbrechen. Sie ist auch sehr beliebt: Mit über fünf Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern hat sich "Aktenzeichen XY... ungelöst" im ZDF völlig ungefährdet an die Spitze der Quoten-Charts gesetzt. Bei den 14- bis 49-Jährigen gab's mit weit über 20 Prozent sogar einen Jahresbestwert. Auch XY-Podcasts erreichen ein Millionenpublikum. Die TV-Verbrecherjagd mit Rudi Cerne gehört zu den beliebtesten und meistgesehenen Sendungen im deutschsprachigen Raum. Das Abseitsstehen der Schweiz ist eine grosse verpasste Chance und muss dringend korrigiert werden.</p><p>Es ist nicht verständlich und falsch, dass sich die Schweiz nicht mehr an XY beteiligt und damit auch Schweizer Strafverfolgungsbehörden die Möglichkeit nimmt, regelmässig öffentlichkeitswirksam zu fahnden, zu ermitteln und aufzuklären und dabei ein Millionenpublikum zu erreichen. Die erfolgreiche, bewährte Zusammenarbeit der Schweiz muss dringend wieder hergestellt werden – für unsere Sicherheit, für die Zuschauer und für die Polizei.</p>
- <span><p><span>Die Bundesverfassung (BV; SR 101) gewährleistet Radio und Fernsehen Unabhängigkeit und Autonomie in der Programmgestaltung (Artikel 93 Absatz 3 BV). Der SRG die Wiederaufnahme einer Sendung vorzuschreiben, ist mit den Grundsätzen der Verfassung nicht vereinbar.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, sich für eine vollumfängliche Wiederbeteiligung der Schweiz an der Sendung «Aktenzeichen XY Ungelöst» stark zu machen und entsprechend internationale Kontakte aufzunehmen. </p>
- Wiederbeteiligung der Schweiz an "Aktenzeichen XY... Ungelöst"
- State
-
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
- Related Affairs
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- Drafts
-
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- Index
- 0
- Texts
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- <p>Die Schweizer Beteiligung an "Aktenzeichen XY Ungelöst" wurde Ende 2003 beendet, kehrt aber 2025/2026 durch eine Kooperation von ZDF, ORF und SRF in Form von zwei Ausgaben mit Fällen aus allen drei Ländern zurück; eine Sondersendung im März 2025 thematisierte bereits einen Schweizer Fall und brachte neue Hinweise. Dies ist zu begrüssen. Besser wäre aber eine bewährte, vollumfängliche Beteiligung der Schweiz.</p><p>Seit 1967 unterstützt die Fahndungssendung die Polizei: Mit ihren Hinweisen können Zuschauer zur Aufklärung von schwerwiegenden Verbrechen beitragen. Von rund 5’800 ausgestrahlten Kriminalfällen konnten immerhin rund 38% gelöst werden. Zudem ist Aktenzeichen XY auch ein wertvolles Instrument für die Kriminalprävention z.B. in den Bereichen Betrug oder Femizide. Es gibt keine andere Fernsehsendung, die einen derart grossen Mehrwert für Sicherheit, Gesellschaft und Bevölkerung bringt. Mit dem XY-Preis für Zivilcourage werden zudem Menschen ausgezeichnet, die beherzt und beispielhaft in Notsituationen eingreifen, um andere zu schützen. Dies fördert Zivilcourage und macht sie sichtbar. <br>Die Sendung ist nicht nur sinnvoll und stärkt die Polizei bei der Aufklärung besonders schlimmer Verbrechen. Sie ist auch sehr beliebt: Mit über fünf Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern hat sich "Aktenzeichen XY... ungelöst" im ZDF völlig ungefährdet an die Spitze der Quoten-Charts gesetzt. Bei den 14- bis 49-Jährigen gab's mit weit über 20 Prozent sogar einen Jahresbestwert. Auch XY-Podcasts erreichen ein Millionenpublikum. Die TV-Verbrecherjagd mit Rudi Cerne gehört zu den beliebtesten und meistgesehenen Sendungen im deutschsprachigen Raum. Das Abseitsstehen der Schweiz ist eine grosse verpasste Chance und muss dringend korrigiert werden.</p><p>Es ist nicht verständlich und falsch, dass sich die Schweiz nicht mehr an XY beteiligt und damit auch Schweizer Strafverfolgungsbehörden die Möglichkeit nimmt, regelmässig öffentlichkeitswirksam zu fahnden, zu ermitteln und aufzuklären und dabei ein Millionenpublikum zu erreichen. Die erfolgreiche, bewährte Zusammenarbeit der Schweiz muss dringend wieder hergestellt werden – für unsere Sicherheit, für die Zuschauer und für die Polizei.</p>
- <span><p><span>Die Bundesverfassung (BV; SR 101) gewährleistet Radio und Fernsehen Unabhängigkeit und Autonomie in der Programmgestaltung (Artikel 93 Absatz 3 BV). Der SRG die Wiederaufnahme einer Sendung vorzuschreiben, ist mit den Grundsätzen der Verfassung nicht vereinbar.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, sich für eine vollumfängliche Wiederbeteiligung der Schweiz an der Sendung «Aktenzeichen XY Ungelöst» stark zu machen und entsprechend internationale Kontakte aufzunehmen. </p>
- Wiederbeteiligung der Schweiz an "Aktenzeichen XY... Ungelöst"
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