Einseitige vegetarische Rezeptempfehlungen des BLV für Kinder

ShortId
25.4487
Id
20254487
Updated
12.02.2026 08:31
Language
de
Title
Einseitige vegetarische Rezeptempfehlungen des BLV für Kinder
AdditionalIndexing
2841;55;52
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Das BLV unterstützt eine neue Rezeptbroschüre für Schulen und Mittagstische, die ausschliesslich vegetarische Mahlzeiten enthält. Fleisch und Fisch kommen in keinem einzigen Rezept vor.</p><p>Dies wird als «gesund und nachhaltig» präsentiert – ohne jeden Hinweis auf mögliche Risiken.</p><p>Gerade im Kindes- und Jugendalter sind Vitamin B12, Häm-Eisen, Zink und hochwertige Proteine zentral für die Entwicklung von Gehirn, Nerven und Muskelaufbau. Diese Nährstoffe sind in Fleisch besonders gut verfügbar; Vitamin B12 kann durch eine rein pflanzliche Ernährung nicht zuverlässig gedeckt werden. Trotzdem verschweigt die Broschüre mögliche Mängel vollständig und vermittelt den Eindruck, vegetarische Ernährung sei die staatlich bevorzugte Standardlösung.</p><p>Damit entsteht eine einseitige staatliche Ernährungslenkung, die die Ernährungsfreiheit der Familien berührt und die Schweizer Landwirtschaft ignoriert – obwohl diese mit strengsten Tierschutzstandards und regionaler Produktion zur gesunden Ernährung wesentlich beitragen kann.</p>
  • <span><p><span>1. Fleischgerichte sind in unserer Esskultur bereits fest verankert. Schulrestaurants und Tagesstrukturen verfügen über langjährige Erfahrung und viele Rezepte in diesem Bereich. In der Praxis zeigt sich aber auch ein Bedarf an schmackhaften vegetarischen Rezepten, die bei Kindern und Jugendlichen gut ankommen. Mit der neuen Broschüre «20 gesunde und nachhaltige Lieblingsrezepte für Kinder und Jugendliche» soll die Palette an Rezepten erweitert werden, ohne dabei das Angebot an Fleischgerichten zu schmälern. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Verantwortliche und Fachpersonen aus Küche und Betreuung haben sich wegen des mangelnden auf Kinder zugeschnittenen vegetarischen Rezeptangebots an die Schweizerische Gesundheitsstiftung RADIX gewandt. Vor diesem Hintergrund hat RADIX in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen im Schuljahr 2024/25 einen Wettbewerb unter diesen Fachpersonen organisiert. Daraus wurden für die Broschüre 20 bewährte Rezepte von einer Jury, bestehend aus Expertinnen und Experten für Kochen und Ernährung, sorgfältig ausgewählt. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>2. und 4. Die genannte Broschüre ist als praktische Rezeptsammlung gedacht. Sie ist kein Ernährungsratgeber, da dies bereits durch die Schweizer Ernährungsempfehlungen und die Lebensmittelpyramide abgedeckt wird. Letztere propagieren keine vegetarische Ernährung, sondern anerkennen den Nährwert von Fleisch, insbesondere hinsichtlich dessen Zufuhr an Vitamin B12. Fleisch wird in der Broschüre lediglich aufgrund des redaktionellen Fokus nicht erwähnt. Die guten Nährwertqualitäten und die hohen schweizerischen Produktionsstandards von Fleisch werden dadurch nicht infrage gestellt. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>3. und 5. Die Schweizer Ernährungsempfehlungen beruhen auf gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Sie werden regelmässig von unabhängigen Expertinnen- und Expertenkomitees geprüft, die die Empfehlungen transparent und nach international anerkannten Normen publizieren. </span></p></span>
  • <p>Ich bitte den Bundesrat um Beantwortung folgender Fragen:</p><ol><li>Warum unterstützt das BLV eine Broschüre, die ausschliesslich vegetarische Ernährung für Kinder propagiert, statt eine ausgewogene Auswahl mit Fleisch und Fisch zu berücksichtigen?</li><li>Warum fehlen Hinweise auf mögliche Risiken wie Vitamin-B12 oder Protein-Mangel, obwohl diese bei vegetarischen Kostformen für Kinder relevant sein können?</li><li>Wie stellt der Bundesrat sicher, dass das BLV keine Ernährungsideologie vermittelt, sondern objektiv und wissenschaftlich vollständig informiert?</li><li>Warum wird Schweizer Fleisch in der Publikation vollständig ausgeblendet, trotz hoher Nährstoffqualität und vorbildlicher Produktionsstandards?</li><li>Wie wird künftig sichergestellt, dass staatlich unterstützte Ernährungsempfehlungen ausgewogen, transparent und frei von einseitigen Vorgaben sind?</li></ol>
  • Einseitige vegetarische Rezeptempfehlungen des BLV für Kinder
State
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Das BLV unterstützt eine neue Rezeptbroschüre für Schulen und Mittagstische, die ausschliesslich vegetarische Mahlzeiten enthält. Fleisch und Fisch kommen in keinem einzigen Rezept vor.</p><p>Dies wird als «gesund und nachhaltig» präsentiert – ohne jeden Hinweis auf mögliche Risiken.</p><p>Gerade im Kindes- und Jugendalter sind Vitamin B12, Häm-Eisen, Zink und hochwertige Proteine zentral für die Entwicklung von Gehirn, Nerven und Muskelaufbau. Diese Nährstoffe sind in Fleisch besonders gut verfügbar; Vitamin B12 kann durch eine rein pflanzliche Ernährung nicht zuverlässig gedeckt werden. Trotzdem verschweigt die Broschüre mögliche Mängel vollständig und vermittelt den Eindruck, vegetarische Ernährung sei die staatlich bevorzugte Standardlösung.</p><p>Damit entsteht eine einseitige staatliche Ernährungslenkung, die die Ernährungsfreiheit der Familien berührt und die Schweizer Landwirtschaft ignoriert – obwohl diese mit strengsten Tierschutzstandards und regionaler Produktion zur gesunden Ernährung wesentlich beitragen kann.</p>
    • <span><p><span>1. Fleischgerichte sind in unserer Esskultur bereits fest verankert. Schulrestaurants und Tagesstrukturen verfügen über langjährige Erfahrung und viele Rezepte in diesem Bereich. In der Praxis zeigt sich aber auch ein Bedarf an schmackhaften vegetarischen Rezepten, die bei Kindern und Jugendlichen gut ankommen. Mit der neuen Broschüre «20 gesunde und nachhaltige Lieblingsrezepte für Kinder und Jugendliche» soll die Palette an Rezepten erweitert werden, ohne dabei das Angebot an Fleischgerichten zu schmälern. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Verantwortliche und Fachpersonen aus Küche und Betreuung haben sich wegen des mangelnden auf Kinder zugeschnittenen vegetarischen Rezeptangebots an die Schweizerische Gesundheitsstiftung RADIX gewandt. Vor diesem Hintergrund hat RADIX in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen im Schuljahr 2024/25 einen Wettbewerb unter diesen Fachpersonen organisiert. Daraus wurden für die Broschüre 20 bewährte Rezepte von einer Jury, bestehend aus Expertinnen und Experten für Kochen und Ernährung, sorgfältig ausgewählt. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>2. und 4. Die genannte Broschüre ist als praktische Rezeptsammlung gedacht. Sie ist kein Ernährungsratgeber, da dies bereits durch die Schweizer Ernährungsempfehlungen und die Lebensmittelpyramide abgedeckt wird. Letztere propagieren keine vegetarische Ernährung, sondern anerkennen den Nährwert von Fleisch, insbesondere hinsichtlich dessen Zufuhr an Vitamin B12. Fleisch wird in der Broschüre lediglich aufgrund des redaktionellen Fokus nicht erwähnt. Die guten Nährwertqualitäten und die hohen schweizerischen Produktionsstandards von Fleisch werden dadurch nicht infrage gestellt. </span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>3. und 5. Die Schweizer Ernährungsempfehlungen beruhen auf gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Sie werden regelmässig von unabhängigen Expertinnen- und Expertenkomitees geprüft, die die Empfehlungen transparent und nach international anerkannten Normen publizieren. </span></p></span>
    • <p>Ich bitte den Bundesrat um Beantwortung folgender Fragen:</p><ol><li>Warum unterstützt das BLV eine Broschüre, die ausschliesslich vegetarische Ernährung für Kinder propagiert, statt eine ausgewogene Auswahl mit Fleisch und Fisch zu berücksichtigen?</li><li>Warum fehlen Hinweise auf mögliche Risiken wie Vitamin-B12 oder Protein-Mangel, obwohl diese bei vegetarischen Kostformen für Kinder relevant sein können?</li><li>Wie stellt der Bundesrat sicher, dass das BLV keine Ernährungsideologie vermittelt, sondern objektiv und wissenschaftlich vollständig informiert?</li><li>Warum wird Schweizer Fleisch in der Publikation vollständig ausgeblendet, trotz hoher Nährstoffqualität und vorbildlicher Produktionsstandards?</li><li>Wie wird künftig sichergestellt, dass staatlich unterstützte Ernährungsempfehlungen ausgewogen, transparent und frei von einseitigen Vorgaben sind?</li></ol>
    • Einseitige vegetarische Rezeptempfehlungen des BLV für Kinder

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