Unterstützung des G-Zero-Forums. Ein konkreter Schritt der Schweiz in die richtige Richtung?
- ShortId
-
25.4528
- Id
-
20254528
- Updated
-
24.02.2026 07:56
- Language
-
de
- Title
-
Unterstützung des G-Zero-Forums. Ein konkreter Schritt der Schweiz in die richtige Richtung?
- AdditionalIndexing
-
08;52;24
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <span><p><span>Die Schweiz unterstützt das Ziel, weltweit Klimaneutralität zu erreichen, um den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 °C zu begrenzen. Sie hat sich das Ziel gesetzt, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen, und hat zu diesem Zweck Massnahmen ergriffen. </span></p><p><span> </span></p><p><span>1.-3. Der Bundesrat anerkennt das Engagement des G-Zero-Forums und seiner Mitgliedstaaten. </span><span>Das Forum G</span><span>‑</span><span>Zero bietet einen interessanten Ansatz für den Austausch über wirksame Klimapolitik. </span><span>Dem Forum gehören jedoch ausschliesslich Länder an, die bereits einen CO</span><sub><span>2</span></sub><span>-neutralen, klimaneutralen oder CO</span><sub><span>2</span></sub><span>-negativen Status erreicht haben. Vor diesem Hintergrund ist eine Teilnahme, ein Beobachterstatus oder auch eine finanzielle Unterstützung durch die Schweiz derzeit nicht vorgesehen. </span></p></span>
- <p>Am 20. November 2024 wurde anlässlich der 29. Klimakonferenz (COP29) in Baku ein Forum der CO₂-neutralen und CO₂-negativen Staaten gegründet. Bhutan, Madagaskar, Panama und Suriname übernahmen die Leitung der Initiative, um die globalen Bestrebungen zugunsten einer CO₂-neutralen, klimaresistenten und naturfreundlichen Welt voranzutreiben.</p><p> </p><p>Bei der Vorstellung der Initiative betonten die Staats- und Regierungschefs der vier G-ZERO-Mitgliedstaaten, dass es sich hierbei nicht bloss um ein weiteres Forum, sondern um eine entscheidende Bewegung handelt, die darauf abzielt, unsere gescheiterte Beziehung zur Erde neu zu definieren. Das G-ZERO-Forum anerkennt und setzt sich dafür ein, dass die Bestrebungen für den nächsten Zyklus der Klimaschutzpläne («Nationally Determined Contributions»), die 2025 vorgelegt werden müssen, intensiviert werden, und strebt eine dauerhafte CO₂-Neutralität an.</p><p> </p><p>Das Forum setzt sich für ambitioniertere Klimaziele, eine verstärkte finanzielle Unterstützung in allen Formen, Technologietransfer sowie für eine integrative Klimapolitik ein, die Entwicklungsländern zugutekommt und gefährdete Gemeinschaften schützt. Die Mitgliedstaaten arbeiten zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, politische Lösungen zu teilen und technisches Fachwissen über Wege zur Nullemission für eine nachhaltige Welt aufzubauen. Diese Vorgehensweise erinnert an die Schweiz, wo Gemeinden und Kantone ihre Erfahrungen austauschen, damit möglichst viele davon profitieren.</p><p>Das G-ZERO-Forum sieht einen rotierenden Vorsitz zwischen den Mitgliedstaaten vor, der von einem ständigen Sekretariat in Bhutan unterstützt wird.</p><p> </p><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><ul><li>Hat der Bundesrat bereits Schritte unternommen, um die Aktivitäten des <i>G-ZERO-Forums</i> zu verfolgen? – Gab es während der COP30 einen Austausch zum Thema?</li><li>Könnte der Bundesrat im Rahmen der schweizerischen Klimaschutz- und/oder Entwicklungszusammenarbeit die Finanzierung des ständigen Sekretariats des <i>G-ZERO-Forums</i> in Betracht ziehen, um diese Initiative zu unterstützen und einen Beitrag der Schweiz zu leisten?</li><li>Beabsichtigt der Bundesrat, beim <i>G-ZERO-Forum</i> anzufragen, ob die Schaffung eines Beobachterstatus für Staaten möglich ist, die noch keine CO₂-Neutralität erreicht haben, dieses Ziel aber anstreben?</li></ul>
- Unterstützung des G-Zero-Forums. Ein konkreter Schritt der Schweiz in die richtige Richtung?
- State
-
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <span><p><span>Die Schweiz unterstützt das Ziel, weltweit Klimaneutralität zu erreichen, um den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 °C zu begrenzen. Sie hat sich das Ziel gesetzt, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen, und hat zu diesem Zweck Massnahmen ergriffen. </span></p><p><span> </span></p><p><span>1.-3. Der Bundesrat anerkennt das Engagement des G-Zero-Forums und seiner Mitgliedstaaten. </span><span>Das Forum G</span><span>‑</span><span>Zero bietet einen interessanten Ansatz für den Austausch über wirksame Klimapolitik. </span><span>Dem Forum gehören jedoch ausschliesslich Länder an, die bereits einen CO</span><sub><span>2</span></sub><span>-neutralen, klimaneutralen oder CO</span><sub><span>2</span></sub><span>-negativen Status erreicht haben. Vor diesem Hintergrund ist eine Teilnahme, ein Beobachterstatus oder auch eine finanzielle Unterstützung durch die Schweiz derzeit nicht vorgesehen. </span></p></span>
- <p>Am 20. November 2024 wurde anlässlich der 29. Klimakonferenz (COP29) in Baku ein Forum der CO₂-neutralen und CO₂-negativen Staaten gegründet. Bhutan, Madagaskar, Panama und Suriname übernahmen die Leitung der Initiative, um die globalen Bestrebungen zugunsten einer CO₂-neutralen, klimaresistenten und naturfreundlichen Welt voranzutreiben.</p><p> </p><p>Bei der Vorstellung der Initiative betonten die Staats- und Regierungschefs der vier G-ZERO-Mitgliedstaaten, dass es sich hierbei nicht bloss um ein weiteres Forum, sondern um eine entscheidende Bewegung handelt, die darauf abzielt, unsere gescheiterte Beziehung zur Erde neu zu definieren. Das G-ZERO-Forum anerkennt und setzt sich dafür ein, dass die Bestrebungen für den nächsten Zyklus der Klimaschutzpläne («Nationally Determined Contributions»), die 2025 vorgelegt werden müssen, intensiviert werden, und strebt eine dauerhafte CO₂-Neutralität an.</p><p> </p><p>Das Forum setzt sich für ambitioniertere Klimaziele, eine verstärkte finanzielle Unterstützung in allen Formen, Technologietransfer sowie für eine integrative Klimapolitik ein, die Entwicklungsländern zugutekommt und gefährdete Gemeinschaften schützt. Die Mitgliedstaaten arbeiten zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, politische Lösungen zu teilen und technisches Fachwissen über Wege zur Nullemission für eine nachhaltige Welt aufzubauen. Diese Vorgehensweise erinnert an die Schweiz, wo Gemeinden und Kantone ihre Erfahrungen austauschen, damit möglichst viele davon profitieren.</p><p>Das G-ZERO-Forum sieht einen rotierenden Vorsitz zwischen den Mitgliedstaaten vor, der von einem ständigen Sekretariat in Bhutan unterstützt wird.</p><p> </p><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><ul><li>Hat der Bundesrat bereits Schritte unternommen, um die Aktivitäten des <i>G-ZERO-Forums</i> zu verfolgen? – Gab es während der COP30 einen Austausch zum Thema?</li><li>Könnte der Bundesrat im Rahmen der schweizerischen Klimaschutz- und/oder Entwicklungszusammenarbeit die Finanzierung des ständigen Sekretariats des <i>G-ZERO-Forums</i> in Betracht ziehen, um diese Initiative zu unterstützen und einen Beitrag der Schweiz zu leisten?</li><li>Beabsichtigt der Bundesrat, beim <i>G-ZERO-Forum</i> anzufragen, ob die Schaffung eines Beobachterstatus für Staaten möglich ist, die noch keine CO₂-Neutralität erreicht haben, dieses Ziel aber anstreben?</li></ul>
- Unterstützung des G-Zero-Forums. Ein konkreter Schritt der Schweiz in die richtige Richtung?
Back to List