Der Gebrauch von Lachgas als Partydroge ist schädlich
- ShortId
-
25.4554
- Id
-
20254554
- Updated
-
11.02.2026 16:54
- Language
-
de
- Title
-
Der Gebrauch von Lachgas als Partydroge ist schädlich
- AdditionalIndexing
-
2841;28;34
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Jugendliche lassen sich immer häufiger von Distickstoffmonoxid, besser bekannt als Lachgas, verführen. In Frankreich wurden drei Jugendliche ertrunken in einem Auto aufgefunden – zusammen mit Lachgasflaschen. Die Unfälle häufen sich. Auch die Schweiz ist von diesem Trend betroffen. Die Vereinigung zum Schutz des Genfersees (Association pour la Sauvegarde du Léman) hat im Genfersee kürzlich 80 Gasflaschen mit Distickstoffmonoxid gefunden.</p><p> </p><p>Der Handel nimmt zu und organisiert sich, sowohl in den Clubs wie auch in den sozialen Netzwerken. Diese Entwicklung beunruhigt die Ärztinnen und Ärzte sowie die Personen, die in der Prävention tätig sind. Auf dem Markt ist Distickstoffmonoxid erhältlich, das nach Banane oder Erdbeere riecht. Dies führt zu Gesundheitsrisiken bei Kindern. Zu den möglichen Nebeneffekten dieses Lachgases gehört insbesondere der Kontrollverlust der Konsumierenden.</p><p> </p><p>Im Vergleich zu ihren Nachbarländern hinkt die Schweiz in dieser Sache hinterher. Frankreich, die Niederlande und das Vereinigte Königreich haben kürzlich Massnahmen ergriffen, um dieses Gas von den Jugendlichen fernzuhalten. In seiner Antwort auf die Interpellation der Ständerätin Marianne Maret (23.4398) stuft der Bundesrat dieses Problem als marginal ein. Seither hat das Ausmass aber zugenommen. </p><p> </p><p>Distickstoffmonoxid ist in der Schweiz frei verkäuflich und wird noch immer nicht als Problem für die öffentliche Gesundheit wahrgenommen. Gewisse Kantone haben Massnahmen ergriffen. Nach mehreren Unfällen hat das Bundesgericht den Entscheid von Basel-Stadt bestätigt, den Verkauf und die Abgabe von Lachgas zu verbieten, das zum Inhalieren bestimmt ist. </p><p> </p><p>Fachleute bemängeln, dass der Konsum von Distickstoffmonoxid zu Genusszwecken in der Schweiz nur wenig dokumentiert wird. Es gibt kein systematisches Monitoring des Konsums und die statistischen Daten sind unzureichend. Es handelt sich noch immer um ein verstecktes Phänomen, welches in Einrichtungen für Süchtige nicht in Erscheinung tritt. So erfassen beispielsweise die Universitätsspitäler von Lausanne und Genf keine Fälle. </p><p> </p><p>Für die Prävention ist es dringend nötig, das Problem zu analysieren und zu evaluieren, damit die Bevölkerung für die Gefahr sensibilisiert werden kann und Massnahmen getroffen werden können. Es ist eine Frage der öffentlichen Gesundheit.</p>
- <span><p><span>Der Bundesrat stellt in den letzten Jahren einen leichten Anstieg der Beschlagnahmungen von Distickstoffmonoxid (Lachgas) an Schweizer Zöllen fest. Ausserdem gibt der in den Nachbarländern beobachtete zunehmende Freizeitkonsum dieser Substanz Anlass zur Sorge. Der Bundesrat ist bereit, im Rahmen eines Kurzberichts die vorliegenden Daten sowie allenfalls mögliche Massnahmen zu prüfen.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht über den Gebrauch von Distickstoffmonoxid (Lachgas) als Partydroge in der Schweiz zu verfassen und Massnahmen vorzuschlagen, wie das damit verbundene Risiko eingedämmt werden kann.</p>
- Der Gebrauch von Lachgas als Partydroge ist schädlich
- State
-
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Jugendliche lassen sich immer häufiger von Distickstoffmonoxid, besser bekannt als Lachgas, verführen. In Frankreich wurden drei Jugendliche ertrunken in einem Auto aufgefunden – zusammen mit Lachgasflaschen. Die Unfälle häufen sich. Auch die Schweiz ist von diesem Trend betroffen. Die Vereinigung zum Schutz des Genfersees (Association pour la Sauvegarde du Léman) hat im Genfersee kürzlich 80 Gasflaschen mit Distickstoffmonoxid gefunden.</p><p> </p><p>Der Handel nimmt zu und organisiert sich, sowohl in den Clubs wie auch in den sozialen Netzwerken. Diese Entwicklung beunruhigt die Ärztinnen und Ärzte sowie die Personen, die in der Prävention tätig sind. Auf dem Markt ist Distickstoffmonoxid erhältlich, das nach Banane oder Erdbeere riecht. Dies führt zu Gesundheitsrisiken bei Kindern. Zu den möglichen Nebeneffekten dieses Lachgases gehört insbesondere der Kontrollverlust der Konsumierenden.</p><p> </p><p>Im Vergleich zu ihren Nachbarländern hinkt die Schweiz in dieser Sache hinterher. Frankreich, die Niederlande und das Vereinigte Königreich haben kürzlich Massnahmen ergriffen, um dieses Gas von den Jugendlichen fernzuhalten. In seiner Antwort auf die Interpellation der Ständerätin Marianne Maret (23.4398) stuft der Bundesrat dieses Problem als marginal ein. Seither hat das Ausmass aber zugenommen. </p><p> </p><p>Distickstoffmonoxid ist in der Schweiz frei verkäuflich und wird noch immer nicht als Problem für die öffentliche Gesundheit wahrgenommen. Gewisse Kantone haben Massnahmen ergriffen. Nach mehreren Unfällen hat das Bundesgericht den Entscheid von Basel-Stadt bestätigt, den Verkauf und die Abgabe von Lachgas zu verbieten, das zum Inhalieren bestimmt ist. </p><p> </p><p>Fachleute bemängeln, dass der Konsum von Distickstoffmonoxid zu Genusszwecken in der Schweiz nur wenig dokumentiert wird. Es gibt kein systematisches Monitoring des Konsums und die statistischen Daten sind unzureichend. Es handelt sich noch immer um ein verstecktes Phänomen, welches in Einrichtungen für Süchtige nicht in Erscheinung tritt. So erfassen beispielsweise die Universitätsspitäler von Lausanne und Genf keine Fälle. </p><p> </p><p>Für die Prävention ist es dringend nötig, das Problem zu analysieren und zu evaluieren, damit die Bevölkerung für die Gefahr sensibilisiert werden kann und Massnahmen getroffen werden können. Es ist eine Frage der öffentlichen Gesundheit.</p>
- <span><p><span>Der Bundesrat stellt in den letzten Jahren einen leichten Anstieg der Beschlagnahmungen von Distickstoffmonoxid (Lachgas) an Schweizer Zöllen fest. Ausserdem gibt der in den Nachbarländern beobachtete zunehmende Freizeitkonsum dieser Substanz Anlass zur Sorge. Der Bundesrat ist bereit, im Rahmen eines Kurzberichts die vorliegenden Daten sowie allenfalls mögliche Massnahmen zu prüfen.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht über den Gebrauch von Distickstoffmonoxid (Lachgas) als Partydroge in der Schweiz zu verfassen und Massnahmen vorzuschlagen, wie das damit verbundene Risiko eingedämmt werden kann.</p>
- Der Gebrauch von Lachgas als Partydroge ist schädlich
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