Nein zu weiteren Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 80 km/h auf Autobahnen!
- ShortId
-
25.4605
- Id
-
20254605
- Updated
-
11.02.2026 16:38
- Language
-
de
- Title
-
Nein zu weiteren Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 80 km/h auf Autobahnen!
- AdditionalIndexing
-
48
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Um den Verkehr auf den Autobahnen flüssiger zu gestalten (?), will das Bundesamt für Strassen (ASTRA) bis ins Jahr 2030 die Geschwindigkeit zu den Stosszeiten, wenn die Kapazität des Netzes überschritten wird, auf 80 km/h begrenzen. Die gesamte A2 – also das gesamte Tessin – ist von der Massnahme betroffen. Ein Leichtes, sich vorzustellen, dass im Tessin diese Geschwindigkeitsbegrenzung bald überall gilt. Das ASTRA hat nämlich angekündigt, dass das System vor einer Anhebung der Höchstgeschwindigkeit «abwartet, bis sich die Verkehrsbedingungen auf dem gesamten Autobahnabschnitt stabilisiert haben». Das bedeutet, dass es lange Zeiträume geben wird, in denen die Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h auch dann gilt, wenn keine „Überlastung der Verkehrskapazität” vorliegt, also die Fahrbahn frei ist.</p><p>Daraus ergibt sich:</p><ol style="list-style-type:decimal;"><li>Die Autobahnen wurden nicht gebaut,<u></u> um mit 80 km/h dahinzugondeln. Die Einführung einer solchen Höchstgeschwindigkeit wird dazu führen, dass die Fahrzeuge auf die Kantons- und Gemeindestrassen ausweichen. Und damit wird es mehr Ausweichverkehr in den Ortschaften geben.</li><li>Es ist leicht vorhersehbar, dass die Bevölkerung mit der vom ASTRA angekündigten neuen Begrenzung nicht einverstanden ist.</li><li>Um den Verkehrsfluss auf der A2, insbesondere südlich von Rivera, zu verbessern, sollten in allererster Linie die Ampeln an den Tunneln San Salvatore und Collina d'Oro abgeschaltet werden.</li><li>Offensichtlich wird die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h auf Autobahnen – die laut ASTRA auch bei freier Fahrbahn noch für längere Zeit gelten soll – dazu genutzt, mit Radarkontrollen Kasse zu machen und Führerscheine einzuziehen. Völlig inakzeptable und missbräuchliche Schikanen; denn die neue Begrenzung lässt sich nicht durch Sicherheitsgründe rechtfertigen. Der einzige Grund liegt in fragwürdigen politischen Entscheiden des ASTRA.</li><li>Argus<i>,</i> eine traditionsreiche französische Fachzeitschrift für den Automobilsektor, hat bereits 2011 eine wissenschaftliche Studie durchgeführt, aus der hervorgeht, dass das Fahren mit niedriger Geschwindigkeit auf der Autobahn Schläfrigkeit hervorruft. Die vom ASTRA künstlich eingeführten 80 km/h verursachen also ein Problem für die Sicherheit auf Autobahnen.</li></ol>
- <span><p><span>Die Nationalstrassen sind auf zahlreichen Abschnitten regelmässig überlastet. Dies zeigt sich in den seit Jahren zunehmenden Staustunden. Solange ein Kapazitätsausbau auf den betroffenen Abschnitten nicht realisiert werden kann, trägt der Einsatz von Geschwindigkeitsharmonisierungsanlagen dazu bei, den Verkehrsfluss zu stabilisieren und Stausituationen zu vermeiden. </span></p><p><span> </span></p><p><span>Bei Tempo 80 sind die Personenwagen gleich schnell unterwegs wie die Lastwagen. Dies führt zu einer deutlichen Reduktion der Überholvorgänge und begünstigt auf zweispurigen Autobahnen eine deutlich ausgewogenere Auslastung der Überhol- und der Normalspur. Zudem führt eine harmonisierte Geschwindigkeit auf einem tieferen Niveau von 80 km/h generell zu einem gleichmässigeren Verkehrsablauf mit kürzeren Abständen, weniger Fahrspurwechseln und damit verbunden auch weniger abrupten Bremsmanövern. Dadurch kann die vorhandene Infrastruktur effizienter genutzt werden.</span></p><p><span> </span></p><p><span>Geschwindigkeitsharmonisierungsanlagen werden erst aktiviert, wenn die Systeme eine drohende Verkehrsüberlastung detektieren. Sobald sich die Verkehrslage normalisiert, wird die Temporeduktion automatisiert schrittweise wieder aufgehoben.</span></p><p><span> </span></p><p><span>Ein Verzicht auf den Einsatz solcher Anlagen würde zu häufigeren und ausgeprägteren Stausituationen führen. Staus wirken sich negativ auf das Verkehrssicherheitsniveau aus, verlängern die Fahrzeiten und führen zu unerwünschtem Ausweichverkehr auf das nachgelagerte Strassennetz.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, auf Autobahnen unter dem Vorwand der „Überschreitung der Kapazität” keine weiteren Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 80 km/h einzuführen. </p>
- Nein zu weiteren Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 80 km/h auf Autobahnen!
- State
-
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Um den Verkehr auf den Autobahnen flüssiger zu gestalten (?), will das Bundesamt für Strassen (ASTRA) bis ins Jahr 2030 die Geschwindigkeit zu den Stosszeiten, wenn die Kapazität des Netzes überschritten wird, auf 80 km/h begrenzen. Die gesamte A2 – also das gesamte Tessin – ist von der Massnahme betroffen. Ein Leichtes, sich vorzustellen, dass im Tessin diese Geschwindigkeitsbegrenzung bald überall gilt. Das ASTRA hat nämlich angekündigt, dass das System vor einer Anhebung der Höchstgeschwindigkeit «abwartet, bis sich die Verkehrsbedingungen auf dem gesamten Autobahnabschnitt stabilisiert haben». Das bedeutet, dass es lange Zeiträume geben wird, in denen die Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h auch dann gilt, wenn keine „Überlastung der Verkehrskapazität” vorliegt, also die Fahrbahn frei ist.</p><p>Daraus ergibt sich:</p><ol style="list-style-type:decimal;"><li>Die Autobahnen wurden nicht gebaut,<u></u> um mit 80 km/h dahinzugondeln. Die Einführung einer solchen Höchstgeschwindigkeit wird dazu führen, dass die Fahrzeuge auf die Kantons- und Gemeindestrassen ausweichen. Und damit wird es mehr Ausweichverkehr in den Ortschaften geben.</li><li>Es ist leicht vorhersehbar, dass die Bevölkerung mit der vom ASTRA angekündigten neuen Begrenzung nicht einverstanden ist.</li><li>Um den Verkehrsfluss auf der A2, insbesondere südlich von Rivera, zu verbessern, sollten in allererster Linie die Ampeln an den Tunneln San Salvatore und Collina d'Oro abgeschaltet werden.</li><li>Offensichtlich wird die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h auf Autobahnen – die laut ASTRA auch bei freier Fahrbahn noch für längere Zeit gelten soll – dazu genutzt, mit Radarkontrollen Kasse zu machen und Führerscheine einzuziehen. Völlig inakzeptable und missbräuchliche Schikanen; denn die neue Begrenzung lässt sich nicht durch Sicherheitsgründe rechtfertigen. Der einzige Grund liegt in fragwürdigen politischen Entscheiden des ASTRA.</li><li>Argus<i>,</i> eine traditionsreiche französische Fachzeitschrift für den Automobilsektor, hat bereits 2011 eine wissenschaftliche Studie durchgeführt, aus der hervorgeht, dass das Fahren mit niedriger Geschwindigkeit auf der Autobahn Schläfrigkeit hervorruft. Die vom ASTRA künstlich eingeführten 80 km/h verursachen also ein Problem für die Sicherheit auf Autobahnen.</li></ol>
- <span><p><span>Die Nationalstrassen sind auf zahlreichen Abschnitten regelmässig überlastet. Dies zeigt sich in den seit Jahren zunehmenden Staustunden. Solange ein Kapazitätsausbau auf den betroffenen Abschnitten nicht realisiert werden kann, trägt der Einsatz von Geschwindigkeitsharmonisierungsanlagen dazu bei, den Verkehrsfluss zu stabilisieren und Stausituationen zu vermeiden. </span></p><p><span> </span></p><p><span>Bei Tempo 80 sind die Personenwagen gleich schnell unterwegs wie die Lastwagen. Dies führt zu einer deutlichen Reduktion der Überholvorgänge und begünstigt auf zweispurigen Autobahnen eine deutlich ausgewogenere Auslastung der Überhol- und der Normalspur. Zudem führt eine harmonisierte Geschwindigkeit auf einem tieferen Niveau von 80 km/h generell zu einem gleichmässigeren Verkehrsablauf mit kürzeren Abständen, weniger Fahrspurwechseln und damit verbunden auch weniger abrupten Bremsmanövern. Dadurch kann die vorhandene Infrastruktur effizienter genutzt werden.</span></p><p><span> </span></p><p><span>Geschwindigkeitsharmonisierungsanlagen werden erst aktiviert, wenn die Systeme eine drohende Verkehrsüberlastung detektieren. Sobald sich die Verkehrslage normalisiert, wird die Temporeduktion automatisiert schrittweise wieder aufgehoben.</span></p><p><span> </span></p><p><span>Ein Verzicht auf den Einsatz solcher Anlagen würde zu häufigeren und ausgeprägteren Stausituationen führen. Staus wirken sich negativ auf das Verkehrssicherheitsniveau aus, verlängern die Fahrzeiten und führen zu unerwünschtem Ausweichverkehr auf das nachgelagerte Strassennetz.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, auf Autobahnen unter dem Vorwand der „Überschreitung der Kapazität” keine weiteren Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 80 km/h einzuführen. </p>
- Nein zu weiteren Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 80 km/h auf Autobahnen!
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