Kollateralschäden der Ampeln auf der A2. Wie lange will der Bundesrat noch die Hände in den Schoss legen?

ShortId
25.4606
Id
20254606
Updated
11.02.2026 16:37
Language
de
Title
Kollateralschäden der Ampeln auf der A2. Wie lange will der Bundesrat noch die Hände in den Schoss legen?
AdditionalIndexing
48;09;2841;15
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <span><p><span>Die Ampelanlagen auf der A2 zwischen Lugano Süd und Mendrisio waren bereits Gegenstand mehrerer parlamentarischer Vorstösse. Der Bundesrat bekräftigt seine bisherigen Ausführungen.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Das Verkehrserfassungssystem schaltet die Ampeln an den Tunnelportalen auf der Grundlage vordefinierter Parameter automatisch ein. Die Kantonspolizei überwacht die Anlagen jedoch und kann jederzeit eingreifen. Die temporäre Sperrung der Einfahrten erfolgt aus Sicherheitsgründen und dient der Vermeidung von Staus in den Tunneln.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Der Bundesrat ist sich der Auswirkungen des Ampelbetriebs auf den Verkehrsfluss im Sottoceneri bewusst, gewichtet die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden jedoch höher als die Vermeidung längerer Reisezeiten.</span></p></span>
  • <p>Die vom ASTRA auf der Autobahn A2 in Höhe der Tunnel San Salvatore und Collina d'Oro installierten Ampeln erweisen sich zunehmend als Problem für den Verkehr im Tessin. Derzeit ist beim Nationalrat die Motion Quadri 24.4200 hängig, die deren Abschaltung fordert. Der Bundesrat ist, wie bekannt wurde, dagegen.</p><p>In der Zwischenzeit verschlechtert sich die Situation vor Ort jedoch weiter, und die Art und Weise, wie die Ampeln gesteuert werden, wird zunehmend in Frage gestellt, nicht nur an Werktagen, sondern auch an Wochenenden.</p><p>Der Bundesrat rechtfertigt die Ampeln mit abstrakten „Sicherheitsgründen“, die durch keine konkreten Daten (Rückgang der Unfallzahlen) gestützt werden, und lehnt sogar eine versuchsweise Abschaltung der Anlagen ab.</p><p>Deshalb bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><ul style="list-style-type:disc;"><li>Kann er gewährleisten, dass das ASTRA sowohl an Werktagen als auch an Wochenenden die Ampeln nur bei absoluter Notwendigkeit schaltet und die dadurch verursachten Unannehmlichkeiten auf ein Minimum reduziert? Die Wahrnehmung der Nutzerinnen und Nutzer lässt allerdings das Gegenteil vermuten.</li><li>Wie erklärt der Bundesrat, dass die Hauptursache für die Staus auf der A2 offenbar in der Aktivierung der Ampeln liegt?</li><li>Die Ampeln wirken sich auf die lokale Wirtschaft aus. So führen sie aufgrund&nbsp;der&nbsp;schlechten&nbsp;Erreichbarkeit&nbsp;zu einem Attraktivitätsverlusts für Unternehmensansiedlungen. Ist sich der Bundesrat dieser Auswirkungen bewusst?</li><li>Wegen des durch die Ampeln künstlich erzeugten Staus verlagert sich der Umgehungsverkehr auf das kantonale und kommunale Strassennetz des Sottoceneri. In seiner Antwort auf die Interpellation 24.3621 räumt der Bundesrat diese Situation ein, nennt jedoch als Lösung das Projekt für den Ausbau der Autobahn zwischen Lugano und Mendrisio (PoLuMe). Die Zukunft dieses Projekts ist jedoch alles andere als gewiss. Will sich der Bundesrat weiterhin hinter dem PoLuMe verschanzen und dieses als Vorwand nutzen, um eine Situation, die nicht nur unhaltbar ist, sondern sich auch ständig verschlechtert, noch viele Jahre lang (im besten Fall!) unverändert zu lassen?</li><li>Diese Ampeln belasten die Autofahrerinnen und -fahrer, stellen ein Problem für die öffentliche Gesundheit dar und wirken sich negativ auf die Lebensqualität aus, wie es auch der Arzt und Grossrat Roberto Ostinelli in einer Anfrage an die Tessiner Regierung dargelegt hat. Ist sich der Bundesrat dessen bewusst?</li><li>Ist der Bundesrat bereit, zumindest eine drastische Einschränkung des Einsatzes der Ampeln ernsthaft in Betracht zu ziehen?</li></ul>
  • Kollateralschäden der Ampeln auf der A2. Wie lange will der Bundesrat noch die Hände in den Schoss legen?
State
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <span><p><span>Die Ampelanlagen auf der A2 zwischen Lugano Süd und Mendrisio waren bereits Gegenstand mehrerer parlamentarischer Vorstösse. Der Bundesrat bekräftigt seine bisherigen Ausführungen.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Das Verkehrserfassungssystem schaltet die Ampeln an den Tunnelportalen auf der Grundlage vordefinierter Parameter automatisch ein. Die Kantonspolizei überwacht die Anlagen jedoch und kann jederzeit eingreifen. Die temporäre Sperrung der Einfahrten erfolgt aus Sicherheitsgründen und dient der Vermeidung von Staus in den Tunneln.</span></p><p><span>&nbsp;</span></p><p><span>Der Bundesrat ist sich der Auswirkungen des Ampelbetriebs auf den Verkehrsfluss im Sottoceneri bewusst, gewichtet die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden jedoch höher als die Vermeidung längerer Reisezeiten.</span></p></span>
    • <p>Die vom ASTRA auf der Autobahn A2 in Höhe der Tunnel San Salvatore und Collina d'Oro installierten Ampeln erweisen sich zunehmend als Problem für den Verkehr im Tessin. Derzeit ist beim Nationalrat die Motion Quadri 24.4200 hängig, die deren Abschaltung fordert. Der Bundesrat ist, wie bekannt wurde, dagegen.</p><p>In der Zwischenzeit verschlechtert sich die Situation vor Ort jedoch weiter, und die Art und Weise, wie die Ampeln gesteuert werden, wird zunehmend in Frage gestellt, nicht nur an Werktagen, sondern auch an Wochenenden.</p><p>Der Bundesrat rechtfertigt die Ampeln mit abstrakten „Sicherheitsgründen“, die durch keine konkreten Daten (Rückgang der Unfallzahlen) gestützt werden, und lehnt sogar eine versuchsweise Abschaltung der Anlagen ab.</p><p>Deshalb bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><ul style="list-style-type:disc;"><li>Kann er gewährleisten, dass das ASTRA sowohl an Werktagen als auch an Wochenenden die Ampeln nur bei absoluter Notwendigkeit schaltet und die dadurch verursachten Unannehmlichkeiten auf ein Minimum reduziert? Die Wahrnehmung der Nutzerinnen und Nutzer lässt allerdings das Gegenteil vermuten.</li><li>Wie erklärt der Bundesrat, dass die Hauptursache für die Staus auf der A2 offenbar in der Aktivierung der Ampeln liegt?</li><li>Die Ampeln wirken sich auf die lokale Wirtschaft aus. So führen sie aufgrund&nbsp;der&nbsp;schlechten&nbsp;Erreichbarkeit&nbsp;zu einem Attraktivitätsverlusts für Unternehmensansiedlungen. Ist sich der Bundesrat dieser Auswirkungen bewusst?</li><li>Wegen des durch die Ampeln künstlich erzeugten Staus verlagert sich der Umgehungsverkehr auf das kantonale und kommunale Strassennetz des Sottoceneri. In seiner Antwort auf die Interpellation 24.3621 räumt der Bundesrat diese Situation ein, nennt jedoch als Lösung das Projekt für den Ausbau der Autobahn zwischen Lugano und Mendrisio (PoLuMe). Die Zukunft dieses Projekts ist jedoch alles andere als gewiss. Will sich der Bundesrat weiterhin hinter dem PoLuMe verschanzen und dieses als Vorwand nutzen, um eine Situation, die nicht nur unhaltbar ist, sondern sich auch ständig verschlechtert, noch viele Jahre lang (im besten Fall!) unverändert zu lassen?</li><li>Diese Ampeln belasten die Autofahrerinnen und -fahrer, stellen ein Problem für die öffentliche Gesundheit dar und wirken sich negativ auf die Lebensqualität aus, wie es auch der Arzt und Grossrat Roberto Ostinelli in einer Anfrage an die Tessiner Regierung dargelegt hat. Ist sich der Bundesrat dessen bewusst?</li><li>Ist der Bundesrat bereit, zumindest eine drastische Einschränkung des Einsatzes der Ampeln ernsthaft in Betracht zu ziehen?</li></ul>
    • Kollateralschäden der Ampeln auf der A2. Wie lange will der Bundesrat noch die Hände in den Schoss legen?

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