Förderung der Innovation im Bereich Sicherheit und Verteidigung durch Armasuisse

ShortId
25.4639
Id
20254639
Updated
21.01.2026 10:34
Language
de
Title
Förderung der Innovation im Bereich Sicherheit und Verteidigung durch Armasuisse
AdditionalIndexing
09;36
1
PriorityCouncil1
Ständerat
Texts
  • <p><br>Die Schweiz ist Innovationsweltmeisterin – ihre Innovationsanstrengungen fokussieren sich heute aber hauptsächlich auf den nicht-militärischen Bereich. In verschiedenen Staaten bestehen hingegen Agenturen oder Programme (oder befinden sich im Aufbau), welche gezielt disruptive Innovation im Sicherheits- und Verteidigungsbereich fördern – also radikale technologische Neuerungen bewusst anstossen und begleiten. Vorreiterin davon war die US-amerikanische Defense Advanced Research Projects Agency&nbsp;(DARPA), welche bspw. mit ARPANET den Grundstein für das heutige Internet legte.</p><p>Ziel solcher Innovationsprogramme im Sicherheits- und Verteidigungsbereich ist es mit einer <i>high risk/high reward</i>-Strategie technologische Durchbrüche zu provozieren. Dabei sollen unmittelbar anwendbare Produkte und Dienstleistungen resultieren, welche wettbewerbs- und marktfähig sowie skalierbar sind. Der Erfolg des Programms hängt ebenfalls massgebend von seiner Einbettung in das nationale Forschungs- und Innovationsökosystem ab und setzt eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Forschung, Privatwirtschaft und Verwaltung voraus. Zusätzlich zu bestehenden Rüstungsbereichen sind als strategische Prioritäten zu behandeln: Space und Drohnen, sowie Abwehr hybrider Bedrohungen (insbesondere Cyber, Einflussoperationen, kognitive Kriegsführung). Die Rolle von Beyond Gravity bei der Dynamisierung des Schweizer Space-Ökosystems ist zu prüfen.</p><p>Ein solches Programm brächte der Schweiz bedeutende Vorteile: Zum einen stärkt Technologieführerschaft die Souveränität der Schweiz; zum anderen können technologische Durchbrüche eine dissuasive Wirkung gegen aussen entfalten.&nbsp;</p><p>Auf Bundesebene besteht mit dem Kompetenzbereich Wissenschaft und Technologie im Bundesamt für Rüstung (armasuisse W+T) eine geeignete Verwaltungseinheit, welche die Federführung des Programms übernehmen soll. Dafür ist keine neue gesetzliche Grundlage notwendig.&nbsp;</p><p>Die Gegenfinanzierung erfolgt über das reguläre Armee-Budget. Dies steht im Einklang mit der Rüstungspolitischen Strategie des Bundesrates vom 20. Juni 2025, welche im Handlungsfeld 5 insbesondere den Grundstein für die Stärkung der sicherheitsrelevanten Innovation im Inland legt.</p>
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, ein Programm unter der Federführung von Armasuisse zu errichten, um die Innovation im Sicherheits- und Verteidigungsbereich in der Schweiz zu fördern.&nbsp;</p>
  • Förderung der Innovation im Bereich Sicherheit und Verteidigung durch Armasuisse
State
Eingereicht
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p><br>Die Schweiz ist Innovationsweltmeisterin – ihre Innovationsanstrengungen fokussieren sich heute aber hauptsächlich auf den nicht-militärischen Bereich. In verschiedenen Staaten bestehen hingegen Agenturen oder Programme (oder befinden sich im Aufbau), welche gezielt disruptive Innovation im Sicherheits- und Verteidigungsbereich fördern – also radikale technologische Neuerungen bewusst anstossen und begleiten. Vorreiterin davon war die US-amerikanische Defense Advanced Research Projects Agency&nbsp;(DARPA), welche bspw. mit ARPANET den Grundstein für das heutige Internet legte.</p><p>Ziel solcher Innovationsprogramme im Sicherheits- und Verteidigungsbereich ist es mit einer <i>high risk/high reward</i>-Strategie technologische Durchbrüche zu provozieren. Dabei sollen unmittelbar anwendbare Produkte und Dienstleistungen resultieren, welche wettbewerbs- und marktfähig sowie skalierbar sind. Der Erfolg des Programms hängt ebenfalls massgebend von seiner Einbettung in das nationale Forschungs- und Innovationsökosystem ab und setzt eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Forschung, Privatwirtschaft und Verwaltung voraus. Zusätzlich zu bestehenden Rüstungsbereichen sind als strategische Prioritäten zu behandeln: Space und Drohnen, sowie Abwehr hybrider Bedrohungen (insbesondere Cyber, Einflussoperationen, kognitive Kriegsführung). Die Rolle von Beyond Gravity bei der Dynamisierung des Schweizer Space-Ökosystems ist zu prüfen.</p><p>Ein solches Programm brächte der Schweiz bedeutende Vorteile: Zum einen stärkt Technologieführerschaft die Souveränität der Schweiz; zum anderen können technologische Durchbrüche eine dissuasive Wirkung gegen aussen entfalten.&nbsp;</p><p>Auf Bundesebene besteht mit dem Kompetenzbereich Wissenschaft und Technologie im Bundesamt für Rüstung (armasuisse W+T) eine geeignete Verwaltungseinheit, welche die Federführung des Programms übernehmen soll. Dafür ist keine neue gesetzliche Grundlage notwendig.&nbsp;</p><p>Die Gegenfinanzierung erfolgt über das reguläre Armee-Budget. Dies steht im Einklang mit der Rüstungspolitischen Strategie des Bundesrates vom 20. Juni 2025, welche im Handlungsfeld 5 insbesondere den Grundstein für die Stärkung der sicherheitsrelevanten Innovation im Inland legt.</p>
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, ein Programm unter der Federführung von Armasuisse zu errichten, um die Innovation im Sicherheits- und Verteidigungsbereich in der Schweiz zu fördern.&nbsp;</p>
    • Förderung der Innovation im Bereich Sicherheit und Verteidigung durch Armasuisse

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