Besserer Schutz für junge Menschen vor einer Radikalisierung
- ShortId
-
25.4692
- Id
-
20254692
- Updated
-
11.02.2026 17:03
- Language
-
de
- Title
-
Besserer Schutz für junge Menschen vor einer Radikalisierung
- AdditionalIndexing
-
28;09;34
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die Radikalisierung von Minderjährigen im Internet gehört zu den Problemen, die das Fedpol am meisten beunruhigen. Die Bundespolizei hält die Entwicklung dieser Radikalisierung für sehr besorgniserregend. Es lässt sich tatsächlich feststellen, dass sich die Zeitspanne zwischen dem Beginn einer Radikalisierung und einer daraus folgenden Tat verkürzt. Zu Beginn der 2000er Jahre brauchte es etwas mehr als ein Jahr, bis jemand sich radikalisierte. Heute, so warnen Expertinnen und Experten, braucht es nur noch wenige Wochen. </p><p> </p><p>Im Visier sind soziale Netzwerke, die eine beschleunigende Wirkung haben. Sie bringen junge Menschen über Spielplattformen oder über verschlüsselte Kanäle wie Telegram mit Gemeinschaften im Internet in Kontakt. Und die Algorithmen verstärken die Sichtbarkeit von problematischen Inhalten zusätzlich. Extremistische Personen konzentrieren sich auf Minderjährige, die sehr leicht beeinflussbar sind, also zum Beispiel, weil sie wütend sind oder sich in der Ablösung befinden.</p><p>Auch die Schweiz kann sich dieser Entwicklung nicht entziehen. Im Frühjahr wurde ein Minderjähriger wegen der Vorbereitung eines Terroranschlags festgenommen. Andere junge Menschen wurden kürzlich verhaftet, nachdem sie über Spielplattformen wie Roblox indoktriniert und dazu missbraucht worden waren, dschihadistische Propaganda zu verbreiten. </p><p>Diejenigen radikalisierten Personen, die am ehesten Anschläge verüben, sind solche, die sich von der Propaganda inspirieren lassen. Das zeigt der Terroranschlag, der am Wochenende in Australien verübt wurde. Die Verbreitung von «Fake News» und Verschwörungstheorien gehört zu diesen gefährlichen Methoden und sie tragen zum Anstieg der Radikalisierung bei. Eine Problematik, die Anlass zur Sorge gibt.</p><p>In der Antwort auf meine Interpellation 24.3833 räumt der Bundesrat ein, dass Plattformen einen grossen Einfluss auf die Meinungsbildung von jungen Menschen haben können, ist jedoch der Ansicht, dass er ausreichende Massnahmen ergriffen hat. Expertinnen und Experten stellen hingegen eine zunehmende Radikalisierung fest und sind der Ansicht, dass die Schweiz schlecht vorbereitet ist, um damit umzugehen.</p><p> </p><p>Es ist an der Zeit, das Problem anzugehen und eine Strategie zu entwickeln, um die jungen Menschen zu sensibilisieren und zu schützen. </p>
- <span><p><span>Der aktuelle Nationale Aktionsplan (NAP) zur Verhinderung und Bekämpfung von Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus, der von 2023 bis 2027 läuft, legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Prävention der Radikalisierung von jungen Menschen und den kritischen Umgang mit dem Internet und den sozialen Medien. Die Stärkung des kritischen Denkens sowie die Förderung einer Debattenkultur sind zentral für den Umgang gerade von Jugendlichen mit elektronischen Medien und sozialen Netzwerken.</span></p><p><span> </span></p><p><span>Das Bundesamt für Polizei (fedpol) kann im Rahmen der Umsetzung des NAP Projekte von Kantonen, Gemeinden, Städten, Universitäten und der Zivilgesellschaft finanziell unterstützen, welche die Verhinderung und Bekämpfung von Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus in all seinen Formen zum Ziel haben. In den letzten Jahren konnten auf diese Weise präventive Projekte Dritter unterstützt werden, die sich direkt an Jugendliche gerichtet haben.</span></p><p><span> </span></p><p><span>Zur Umsetzung des aktuellen NAP 2023-2027 wird es wie üblich eine Evaluation zur inhaltlichen Ausrichtung und Wirksamkeit geben. Dies wird als Grundlage dienen für einen neuen NAP zur Verhinderung und Bekämpfung von Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus, der ab 2028 umgesetzt werden soll. Das Anliegen der Motion soll im Rahmen der Ausarbeitung des nächsten NAP aufgenommen werden.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Strategie zur Bekämpfung der Radikalisierung von jungen Menschen auszuarbeiten. Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Lage stellen Propagandakampagnen eine echte Gefahr dar, insbesondere für Minderjährige.</p>
- Besserer Schutz für junge Menschen vor einer Radikalisierung
- State
-
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Die Radikalisierung von Minderjährigen im Internet gehört zu den Problemen, die das Fedpol am meisten beunruhigen. Die Bundespolizei hält die Entwicklung dieser Radikalisierung für sehr besorgniserregend. Es lässt sich tatsächlich feststellen, dass sich die Zeitspanne zwischen dem Beginn einer Radikalisierung und einer daraus folgenden Tat verkürzt. Zu Beginn der 2000er Jahre brauchte es etwas mehr als ein Jahr, bis jemand sich radikalisierte. Heute, so warnen Expertinnen und Experten, braucht es nur noch wenige Wochen. </p><p> </p><p>Im Visier sind soziale Netzwerke, die eine beschleunigende Wirkung haben. Sie bringen junge Menschen über Spielplattformen oder über verschlüsselte Kanäle wie Telegram mit Gemeinschaften im Internet in Kontakt. Und die Algorithmen verstärken die Sichtbarkeit von problematischen Inhalten zusätzlich. Extremistische Personen konzentrieren sich auf Minderjährige, die sehr leicht beeinflussbar sind, also zum Beispiel, weil sie wütend sind oder sich in der Ablösung befinden.</p><p>Auch die Schweiz kann sich dieser Entwicklung nicht entziehen. Im Frühjahr wurde ein Minderjähriger wegen der Vorbereitung eines Terroranschlags festgenommen. Andere junge Menschen wurden kürzlich verhaftet, nachdem sie über Spielplattformen wie Roblox indoktriniert und dazu missbraucht worden waren, dschihadistische Propaganda zu verbreiten. </p><p>Diejenigen radikalisierten Personen, die am ehesten Anschläge verüben, sind solche, die sich von der Propaganda inspirieren lassen. Das zeigt der Terroranschlag, der am Wochenende in Australien verübt wurde. Die Verbreitung von «Fake News» und Verschwörungstheorien gehört zu diesen gefährlichen Methoden und sie tragen zum Anstieg der Radikalisierung bei. Eine Problematik, die Anlass zur Sorge gibt.</p><p>In der Antwort auf meine Interpellation 24.3833 räumt der Bundesrat ein, dass Plattformen einen grossen Einfluss auf die Meinungsbildung von jungen Menschen haben können, ist jedoch der Ansicht, dass er ausreichende Massnahmen ergriffen hat. Expertinnen und Experten stellen hingegen eine zunehmende Radikalisierung fest und sind der Ansicht, dass die Schweiz schlecht vorbereitet ist, um damit umzugehen.</p><p> </p><p>Es ist an der Zeit, das Problem anzugehen und eine Strategie zu entwickeln, um die jungen Menschen zu sensibilisieren und zu schützen. </p>
- <span><p><span>Der aktuelle Nationale Aktionsplan (NAP) zur Verhinderung und Bekämpfung von Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus, der von 2023 bis 2027 läuft, legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Prävention der Radikalisierung von jungen Menschen und den kritischen Umgang mit dem Internet und den sozialen Medien. Die Stärkung des kritischen Denkens sowie die Förderung einer Debattenkultur sind zentral für den Umgang gerade von Jugendlichen mit elektronischen Medien und sozialen Netzwerken.</span></p><p><span> </span></p><p><span>Das Bundesamt für Polizei (fedpol) kann im Rahmen der Umsetzung des NAP Projekte von Kantonen, Gemeinden, Städten, Universitäten und der Zivilgesellschaft finanziell unterstützen, welche die Verhinderung und Bekämpfung von Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus in all seinen Formen zum Ziel haben. In den letzten Jahren konnten auf diese Weise präventive Projekte Dritter unterstützt werden, die sich direkt an Jugendliche gerichtet haben.</span></p><p><span> </span></p><p><span>Zur Umsetzung des aktuellen NAP 2023-2027 wird es wie üblich eine Evaluation zur inhaltlichen Ausrichtung und Wirksamkeit geben. Dies wird als Grundlage dienen für einen neuen NAP zur Verhinderung und Bekämpfung von Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus, der ab 2028 umgesetzt werden soll. Das Anliegen der Motion soll im Rahmen der Ausarbeitung des nächsten NAP aufgenommen werden.</span></p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Strategie zur Bekämpfung der Radikalisierung von jungen Menschen auszuarbeiten. Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Lage stellen Propagandakampagnen eine echte Gefahr dar, insbesondere für Minderjährige.</p>
- Besserer Schutz für junge Menschen vor einer Radikalisierung
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