Wie steht es um die "Smaragdgebiete und -arten", die europaweit besonders wertvollen Lebensräume und -arten, in der Schweiz?
- ShortId
-
25.4699
- Id
-
20254699
- Updated
-
18.02.2026 19:43
- Language
-
de
- Title
-
Wie steht es um die "Smaragdgebiete und -arten", die europaweit besonders wertvollen Lebensräume und -arten, in der Schweiz?
- AdditionalIndexing
-
52;08
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>1. Die Schweiz hat sich als Vertragsstaat der Berner Konvention zum Ziel des Netzwerks Smaragd verpflichtet, besonders wertvolle Lebensräume und Arten zu schützen. Den Smaragd-Gebieten liegen Referenzlisten zu Grunde, welche die relevanten Arten und Lebensräume bestimmen. Die Referenzliste der Schweiz umfasst derzeit 105 Arten und 43 Lebensräume. Mit den bislang anerkannten 37 schweizerischen Smaragd-Gebieten reicht das Smaragd-Netzwerk jedoch nur für drei Arten [<i>Zingel asper (Apron)</i>, <i>Saxifraga hirculus (Moor-Steinbrech), Graphoderus bilineatus (Schmalbindige Breitflügel-Tauchkäfer)</i>] aus.</p><p> </p><p>2. Da die 37 Smaragd-Gebiete der Schweiz in der Regel bereits als Biotope von nationaler Bedeutung geschützt sind, basiert das Monitoring auf Ergebnissen der Wirkungskontrolle Biotopschutz Schweiz (WBS), die im Auftrag des Bundesamts für Umwelt (BAFU) durchgeführt wird. Zudem sind die allermeisten Smaragdarten in den Roten Listen erfasst. Das Management der Gebiete erfolgt durch die Kantone über die Umsetzungen des Biotopschutzes. Die Pflege der Biotope wird in den meisten Fällen über Bewirtschaftungsverträge geregelt, während die Flächen gleichzeitig unter Schutz gestellt sind. Sind Regenerationsmassnahmen nötig, erstellen die Kantone einen Sanierungsplan. Für einige Smaragd-Gebiet der Schweiz, wie Oberaargau (BE) oder Etang de la Gruère (JU), liegt ein Managementplan vor.</p><p> </p><p>3. Bislang wurde im Rahmen der Berner Konvention nur ein <i>Reporting</i> für den Zeitraum 2014–2019 erstellt, das sich auf eine Auswahl von Arten und Lebensräumen aus Anhang 1 der Resolution Nr. 6 und der Resolution Nr. 4 bezieht. Die Schweiz hat daran mitgewirkt. Ein zweites <i>Reporting</i> ist 2026 geplant.</p><p> </p><p>4. Im Jahr 2024 hat die Berner Konvention Ziele für die Länder definiert. Gemäss dieser Definition soll die Schweiz bis 2030 ein ausreichendes Smaragd-Netzwerk für 35 Prozent der Arten und Lebensräume auf ihrer Referenzliste haben. Die Schweiz plant, ihr Smaragd-Netzwerk zu erweitern. Dabei steht die Aufnahme von Gebieten im Vordergrund, die auf nationaler Ebene schon geschützt sind, bislang aber noch nicht als Smaragd-Gebiete ausgewiesen wurden.</p>
- <p>Das Netzwerk Smaragd will europaweit besonders wertvolle Lebensräume und Arten schützen. Die Schweiz hat sich als Vertragsstaat der Berner Konvention ebenfalls zu diesem Ziel verpflichtet. Dazu ist sie verpflichtet, ein Monitoring der Smaragdarten und Smaragdgebiete aufzubauen. Zudem muss für jedes Smaragdgebiet ein Managementplan erstellt werden, inklusive Controlling der Wirksamkeit der Massnahmen sowie wissenschaftlicher und ökologischer Untersuchungen. Alle sechs Jahre ist darüber Bericht an das Sekretariat der Berner Konvention zu erstatten. </p><p>Ich bitte den Bundesrat in diesem Kontext um die Beantwortung folgender Fragen:</p><ol><li>Wie ist der Stand der Umsetzung der Berner Konvention im Bezug auf die Smaragdarten und Smaragdgebiete?</li><li>In wie vielen Smaragdgebieten wurden die für das Monitoring notwendigen wissenschaftlichen und ökologischen Untersuchungen durchgeführt? Für wie viele Smaragdgebiete bestehen bereits Managementpläne?</li><li>Die Schweiz hätte bereits 2018 das erste Mal Bericht erstatten müssen, bis heute ist sie dieser Verpflichtung aber nicht nachgekommen. Bis wann wird der Bundesrat einen Bericht verfassen?</li><li>Der Beitrag der Schweiz zum europäischen Schutzgebietsnetz Smaragd mit derzeit 37 Gebieten und 1,56 % der Landesfläche ist gering, und seit 2012 wurden keine weiteren Gebiete gemeldet. Wie sieht der konkrete Zeitplan für den weiteren Ausbau des Smaragd-Netzes aus (Termine, Anzahl Gebiete, Gesamtflächen, Budgets)?</li></ol>
- Wie steht es um die "Smaragdgebiete und -arten", die europaweit besonders wertvollen Lebensräume und -arten, in der Schweiz?
- State
-
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
- Related Affairs
-
- Drafts
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- Index
- 0
- Texts
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- <p>1. Die Schweiz hat sich als Vertragsstaat der Berner Konvention zum Ziel des Netzwerks Smaragd verpflichtet, besonders wertvolle Lebensräume und Arten zu schützen. Den Smaragd-Gebieten liegen Referenzlisten zu Grunde, welche die relevanten Arten und Lebensräume bestimmen. Die Referenzliste der Schweiz umfasst derzeit 105 Arten und 43 Lebensräume. Mit den bislang anerkannten 37 schweizerischen Smaragd-Gebieten reicht das Smaragd-Netzwerk jedoch nur für drei Arten [<i>Zingel asper (Apron)</i>, <i>Saxifraga hirculus (Moor-Steinbrech), Graphoderus bilineatus (Schmalbindige Breitflügel-Tauchkäfer)</i>] aus.</p><p> </p><p>2. Da die 37 Smaragd-Gebiete der Schweiz in der Regel bereits als Biotope von nationaler Bedeutung geschützt sind, basiert das Monitoring auf Ergebnissen der Wirkungskontrolle Biotopschutz Schweiz (WBS), die im Auftrag des Bundesamts für Umwelt (BAFU) durchgeführt wird. Zudem sind die allermeisten Smaragdarten in den Roten Listen erfasst. Das Management der Gebiete erfolgt durch die Kantone über die Umsetzungen des Biotopschutzes. Die Pflege der Biotope wird in den meisten Fällen über Bewirtschaftungsverträge geregelt, während die Flächen gleichzeitig unter Schutz gestellt sind. Sind Regenerationsmassnahmen nötig, erstellen die Kantone einen Sanierungsplan. Für einige Smaragd-Gebiet der Schweiz, wie Oberaargau (BE) oder Etang de la Gruère (JU), liegt ein Managementplan vor.</p><p> </p><p>3. Bislang wurde im Rahmen der Berner Konvention nur ein <i>Reporting</i> für den Zeitraum 2014–2019 erstellt, das sich auf eine Auswahl von Arten und Lebensräumen aus Anhang 1 der Resolution Nr. 6 und der Resolution Nr. 4 bezieht. Die Schweiz hat daran mitgewirkt. Ein zweites <i>Reporting</i> ist 2026 geplant.</p><p> </p><p>4. Im Jahr 2024 hat die Berner Konvention Ziele für die Länder definiert. Gemäss dieser Definition soll die Schweiz bis 2030 ein ausreichendes Smaragd-Netzwerk für 35 Prozent der Arten und Lebensräume auf ihrer Referenzliste haben. Die Schweiz plant, ihr Smaragd-Netzwerk zu erweitern. Dabei steht die Aufnahme von Gebieten im Vordergrund, die auf nationaler Ebene schon geschützt sind, bislang aber noch nicht als Smaragd-Gebiete ausgewiesen wurden.</p>
- <p>Das Netzwerk Smaragd will europaweit besonders wertvolle Lebensräume und Arten schützen. Die Schweiz hat sich als Vertragsstaat der Berner Konvention ebenfalls zu diesem Ziel verpflichtet. Dazu ist sie verpflichtet, ein Monitoring der Smaragdarten und Smaragdgebiete aufzubauen. Zudem muss für jedes Smaragdgebiet ein Managementplan erstellt werden, inklusive Controlling der Wirksamkeit der Massnahmen sowie wissenschaftlicher und ökologischer Untersuchungen. Alle sechs Jahre ist darüber Bericht an das Sekretariat der Berner Konvention zu erstatten. </p><p>Ich bitte den Bundesrat in diesem Kontext um die Beantwortung folgender Fragen:</p><ol><li>Wie ist der Stand der Umsetzung der Berner Konvention im Bezug auf die Smaragdarten und Smaragdgebiete?</li><li>In wie vielen Smaragdgebieten wurden die für das Monitoring notwendigen wissenschaftlichen und ökologischen Untersuchungen durchgeführt? Für wie viele Smaragdgebiete bestehen bereits Managementpläne?</li><li>Die Schweiz hätte bereits 2018 das erste Mal Bericht erstatten müssen, bis heute ist sie dieser Verpflichtung aber nicht nachgekommen. Bis wann wird der Bundesrat einen Bericht verfassen?</li><li>Der Beitrag der Schweiz zum europäischen Schutzgebietsnetz Smaragd mit derzeit 37 Gebieten und 1,56 % der Landesfläche ist gering, und seit 2012 wurden keine weiteren Gebiete gemeldet. Wie sieht der konkrete Zeitplan für den weiteren Ausbau des Smaragd-Netzes aus (Termine, Anzahl Gebiete, Gesamtflächen, Budgets)?</li></ol>
- Wie steht es um die "Smaragdgebiete und -arten", die europaweit besonders wertvollen Lebensräume und -arten, in der Schweiz?
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