Elektronische Identitäten für Organisationen. Systemischer und zukunftsgerichteter Baustein für wirksame Digitalisierung
- ShortId
-
25.4717
- Id
-
20254717
- Updated
-
18.02.2026 19:33
- Language
-
de
- Title
-
Elektronische Identitäten für Organisationen. Systemischer und zukunftsgerichteter Baustein für wirksame Digitalisierung
- AdditionalIndexing
-
34;04;1236;15
- 1
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- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Um Prozesse und Datenflüsse vertrauenswürdig automatisieren zu können, sind rechtssichere, verifizierbare digitale Hilfsmittel für Unternehmen unabdingbar. Internationale Initiativen wie die EU Business Wallets oder das UN Trust Registry zeigen, dass digitale Identitäten für Organisationen zu einem Grundpfeiler wirtschaftlicher Digitalisierung werden.</p><p>Im Fokus steht kein neues Portal, login oder UID-Nummer, sondern ein interoperables System digitaler Nachweise zu organisatorischen Nachweisen wie z.B. Name, Rechtsform, Status oder Vertretungsbefugnissen.</p><p>Elektronische Identitäten machen Organisationen digital handlungsfähig und entwickeln das elektronische Siegel für dynamische Prozesse weiter. Besonders KMU profitieren durch geringere Kosten, klare Zuständigkeiten und besseren internationalen Marktzugang.</p><p>Die Studie Datenräume 2025 der Swiss Data Alliance und der BFH belegt den strategischen Nutzen solcher Identitäten auch für vertrauenswürdige Datenräume.</p>
- <span><p>Der Bundesrat ist sich der grossen Bedeutung von elektronischen Identitäten für Organisationen als systemischer und zukunftsgerichteter Baustein für wirksame Digitalisierung bewusst. Die Erarbeitung der rechtlichen und technischen Grundlagen erfordert allerdings erhebliche Mittel. Die Ressourcen des E‑ID-Programms wurden ausschliesslich für die Einführung der E‑ID für natürliche Personen geplant und gesprochen. Mit Blick auf die angespannte Finanzlage des Bundes ist eine Erweiterung der Aufgaben des Bundes im Bereich elektronischer Identitäten für Organisationen und juristische Personen deshalb zurzeit nicht möglich.</p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen und zu berichten, wie auf Basis einheitlicher Grundlagen, als Erweiterung der E-ID-Vertrauensinfrastruktur und auf Basis digitaler Nachweise eine portable, elektronische Identität für Organisationen und juristische Personen geschaffen werden kann. Diese soll dezentral, datensparsam, inklusiv und sicher ausgestaltet sein und ermöglichen:</p><ul><li>medienbruchfreie, kryptografisch verifizierbare Zuordnungen zwischen Organisationen, Organen, weiteren Vertretern, Maschinen, Gütern und Daten</li><li>Selbstverwaltung digitaler Nachweise (z. B. Bevollmächtigungen und Rollen)</li><li>Anschlussfähigkeit an internationale Vertrauensnetzwerke (Interoperabilität) basierend auf zukunftsgerichteten globalen Standards und Governance für juristische Personen</li><li>direkten und rechtssicheren Datenaustausch in digitalen Geschäftsprozessen zwischen Unternehmen, sowie der Verwaltung</li><li>Transparenz gegenüber Konsument*innen in automatisierten Interaktionen</li></ul><p>Der Bericht soll gesamtwirtschaftlich aufzeigen, welche gesetzlichen, behördlichen und aufsichtsrelevanten Massnahmen nötig sind, um damit wirksame öffentliche und private Dienste, sowie ein offenes Anwendungsökosystem zu ermöglichen. Ebenfalls soll der Bericht aufzeigen, mit welchen Kosten zu rechnen wäre und in welchem Umfang diese den nutzenden juristischen Personen übertragen werden können.</p>
- Elektronische Identitäten für Organisationen. Systemischer und zukunftsgerichteter Baustein für wirksame Digitalisierung
- State
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Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
- Related Affairs
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- Drafts
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- Index
- 0
- Texts
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- <p>Um Prozesse und Datenflüsse vertrauenswürdig automatisieren zu können, sind rechtssichere, verifizierbare digitale Hilfsmittel für Unternehmen unabdingbar. Internationale Initiativen wie die EU Business Wallets oder das UN Trust Registry zeigen, dass digitale Identitäten für Organisationen zu einem Grundpfeiler wirtschaftlicher Digitalisierung werden.</p><p>Im Fokus steht kein neues Portal, login oder UID-Nummer, sondern ein interoperables System digitaler Nachweise zu organisatorischen Nachweisen wie z.B. Name, Rechtsform, Status oder Vertretungsbefugnissen.</p><p>Elektronische Identitäten machen Organisationen digital handlungsfähig und entwickeln das elektronische Siegel für dynamische Prozesse weiter. Besonders KMU profitieren durch geringere Kosten, klare Zuständigkeiten und besseren internationalen Marktzugang.</p><p>Die Studie Datenräume 2025 der Swiss Data Alliance und der BFH belegt den strategischen Nutzen solcher Identitäten auch für vertrauenswürdige Datenräume.</p>
- <span><p>Der Bundesrat ist sich der grossen Bedeutung von elektronischen Identitäten für Organisationen als systemischer und zukunftsgerichteter Baustein für wirksame Digitalisierung bewusst. Die Erarbeitung der rechtlichen und technischen Grundlagen erfordert allerdings erhebliche Mittel. Die Ressourcen des E‑ID-Programms wurden ausschliesslich für die Einführung der E‑ID für natürliche Personen geplant und gesprochen. Mit Blick auf die angespannte Finanzlage des Bundes ist eine Erweiterung der Aufgaben des Bundes im Bereich elektronischer Identitäten für Organisationen und juristische Personen deshalb zurzeit nicht möglich.</p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen und zu berichten, wie auf Basis einheitlicher Grundlagen, als Erweiterung der E-ID-Vertrauensinfrastruktur und auf Basis digitaler Nachweise eine portable, elektronische Identität für Organisationen und juristische Personen geschaffen werden kann. Diese soll dezentral, datensparsam, inklusiv und sicher ausgestaltet sein und ermöglichen:</p><ul><li>medienbruchfreie, kryptografisch verifizierbare Zuordnungen zwischen Organisationen, Organen, weiteren Vertretern, Maschinen, Gütern und Daten</li><li>Selbstverwaltung digitaler Nachweise (z. B. Bevollmächtigungen und Rollen)</li><li>Anschlussfähigkeit an internationale Vertrauensnetzwerke (Interoperabilität) basierend auf zukunftsgerichteten globalen Standards und Governance für juristische Personen</li><li>direkten und rechtssicheren Datenaustausch in digitalen Geschäftsprozessen zwischen Unternehmen, sowie der Verwaltung</li><li>Transparenz gegenüber Konsument*innen in automatisierten Interaktionen</li></ul><p>Der Bericht soll gesamtwirtschaftlich aufzeigen, welche gesetzlichen, behördlichen und aufsichtsrelevanten Massnahmen nötig sind, um damit wirksame öffentliche und private Dienste, sowie ein offenes Anwendungsökosystem zu ermöglichen. Ebenfalls soll der Bericht aufzeigen, mit welchen Kosten zu rechnen wäre und in welchem Umfang diese den nutzenden juristischen Personen übertragen werden können.</p>
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