Zu viele Falschinformationen über die Windenergie. Wird der Bundesrat handeln?
- ShortId
-
25.4733
- Id
-
20254733
- Updated
-
11.02.2026 16:58
- Language
-
de
- Title
-
Zu viele Falschinformationen über die Windenergie. Wird der Bundesrat handeln?
- AdditionalIndexing
-
66;52
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <span><p><span>1. und 2. Der Bund stellt auf der Webseite von EnergieSchweiz (</span><a href="http://www.energieschweiz.ch"><u><span>www.energieschweiz.ch</span></u></a><span> > Erneuerbare Energien > Windenergie) Informationsmaterialien zur Verfügung, um die Bevölkerung sachlich über das Thema Windenergie zu informieren. EnergieSchweiz unterstützt Kantone, Gemeinden und Projektierende ausserdem aktiv bei ihren Informationsveranstaltungen zum Thema Windenergie. Fachpersonen des Bundesamts für Energie (BFE) stehen zur Verfügung, um vor Ort Präsentationen zu den Fakten zur Windenergie in der Schweiz zu halten und Fragen aus der Bevölkerung aus Sicht des Bundes zu beantworten. Zudem lässt das BFE momentan eine Studie erarbeiten, in der die häufigsten Fragen zur Windenergie systematisch beleuchtet werden sollen. Ziel der Studie ist es, häufige Aussagen und Befürchtungen mithilfe wissenschaftlicher Erkenntnisse in einen sachlichen Kontext zu stellen. Die Studie soll eine objektive Grundlage für den öffentlichen Diskurs schaffen und ein differenziertes Verständnis der Auswirkungen und Potenziale der Windenergie in der Schweiz fördern. Die Veröffentlichung der Studie wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2026 erfolgen. </span></p><p><span> </span></p><p><span>3. Mit den vorgängig genannten sowie weiteren kommunikativen Massnahmen informiert der Bund sachlich und leistet so einen Beitrag zur freien Meinungsbildung. Äusserungen privater Akteure sind durch die verfassungsmässig garantierten Grundrechte der freien Kommunikation, insbesondere die Meinungsfreiheit, geschützt. </span></p></span>
- <p>Der Bericht zu den Auswirkungen des Windparks Sainte-Croix auf die Vogelwelt, der für das Jahr 2024 vom Umweltplanungsbüro Ecoscan erstellt und von der Generaldirektion für Umwelt des Kantons Waadt validiert wurde, liegt inzwischen vor. Gemäss dem Bericht liegt die durchschnittliche Zahl der Vögel, die im Jahr 2024 wegen des Betriebs der Windkraftanlagen tot aufgefunden wurden, deutlich unter dem in der Betriebsgenehmigung festgelegten Schwellenwert (≤ 10 Opfer pro Windkraftanlage und Jahr). Die Studie schätzt die Zahl der pro Windkraftanlage und Jahr getöteten Vögel auf zwei bis drei ‒ also weniger, als pro Jahr von einer einzigen Hauskatze getötet werden, sprich vorsichtig geschätzt fünf bis zehn Vögel.</p><p> </p><p>Jedoch werden zu diesem Thema regelmässig Falschaussagen verbreitet, wonach Windkraftanlagen Vögel «massakrieren» würden. Solche Aussagen stehen im Widerspruch zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen und schaden der Entwicklung der Windenergie, die für die Umsetzung der Energiestrategie der Schweiz von zentraler Bedeutung ist. </p><p> </p><p>Die Debatte über die Windenergie verdient eine sachliche und faktenbasierte Grundlage. In diesem Bereich tätige Organisationen, wie Suisse Éole oder Romande Energie, stellen zwar Informationen zur Verfügung. Doch würde eine neutrale, verlässliche und allgemein zugängliche Informationsquelle, welche die Fragen der Bevölkerung faktenbasiert beantwortet, wesentlich dazu beitragen, die Akzeptanz dieser Form der erneuerbaren Energie zu fördern und die Einsprachen zu reduzieren.</p><p> </p><p>Ich bitte den Bundesrat daher um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p> </p><p>- Beabsichtigt der Bundesrat, auf einer spezifischen Plattform oder auf der Website des zuständigen Departements die relevanten Informationen zur Windenergie bereitzustellen, um die Bevölkerung faktenbasiert zu informieren?<br>- Falls nicht: Welche Massnahmen gedenkt er zu ergreifen, um die Verbreitung von Falschinformationen in diesem Bereich zu bekämpfen?</p><p>- Verfügt er über Möglichkeiten, gegenüber Organisationen vorzugehen, die objektive Falschinformationen verbreiten – insbesondere solchen mit Beschwerderecht?</p>
- Zu viele Falschinformationen über die Windenergie. Wird der Bundesrat handeln?
- State
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Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
- Related Affairs
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- Drafts
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- Index
- 0
- Texts
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- <span><p><span>1. und 2. Der Bund stellt auf der Webseite von EnergieSchweiz (</span><a href="http://www.energieschweiz.ch"><u><span>www.energieschweiz.ch</span></u></a><span> > Erneuerbare Energien > Windenergie) Informationsmaterialien zur Verfügung, um die Bevölkerung sachlich über das Thema Windenergie zu informieren. EnergieSchweiz unterstützt Kantone, Gemeinden und Projektierende ausserdem aktiv bei ihren Informationsveranstaltungen zum Thema Windenergie. Fachpersonen des Bundesamts für Energie (BFE) stehen zur Verfügung, um vor Ort Präsentationen zu den Fakten zur Windenergie in der Schweiz zu halten und Fragen aus der Bevölkerung aus Sicht des Bundes zu beantworten. Zudem lässt das BFE momentan eine Studie erarbeiten, in der die häufigsten Fragen zur Windenergie systematisch beleuchtet werden sollen. Ziel der Studie ist es, häufige Aussagen und Befürchtungen mithilfe wissenschaftlicher Erkenntnisse in einen sachlichen Kontext zu stellen. Die Studie soll eine objektive Grundlage für den öffentlichen Diskurs schaffen und ein differenziertes Verständnis der Auswirkungen und Potenziale der Windenergie in der Schweiz fördern. Die Veröffentlichung der Studie wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2026 erfolgen. </span></p><p><span> </span></p><p><span>3. Mit den vorgängig genannten sowie weiteren kommunikativen Massnahmen informiert der Bund sachlich und leistet so einen Beitrag zur freien Meinungsbildung. Äusserungen privater Akteure sind durch die verfassungsmässig garantierten Grundrechte der freien Kommunikation, insbesondere die Meinungsfreiheit, geschützt. </span></p></span>
- <p>Der Bericht zu den Auswirkungen des Windparks Sainte-Croix auf die Vogelwelt, der für das Jahr 2024 vom Umweltplanungsbüro Ecoscan erstellt und von der Generaldirektion für Umwelt des Kantons Waadt validiert wurde, liegt inzwischen vor. Gemäss dem Bericht liegt die durchschnittliche Zahl der Vögel, die im Jahr 2024 wegen des Betriebs der Windkraftanlagen tot aufgefunden wurden, deutlich unter dem in der Betriebsgenehmigung festgelegten Schwellenwert (≤ 10 Opfer pro Windkraftanlage und Jahr). Die Studie schätzt die Zahl der pro Windkraftanlage und Jahr getöteten Vögel auf zwei bis drei ‒ also weniger, als pro Jahr von einer einzigen Hauskatze getötet werden, sprich vorsichtig geschätzt fünf bis zehn Vögel.</p><p> </p><p>Jedoch werden zu diesem Thema regelmässig Falschaussagen verbreitet, wonach Windkraftanlagen Vögel «massakrieren» würden. Solche Aussagen stehen im Widerspruch zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen und schaden der Entwicklung der Windenergie, die für die Umsetzung der Energiestrategie der Schweiz von zentraler Bedeutung ist. </p><p> </p><p>Die Debatte über die Windenergie verdient eine sachliche und faktenbasierte Grundlage. In diesem Bereich tätige Organisationen, wie Suisse Éole oder Romande Energie, stellen zwar Informationen zur Verfügung. Doch würde eine neutrale, verlässliche und allgemein zugängliche Informationsquelle, welche die Fragen der Bevölkerung faktenbasiert beantwortet, wesentlich dazu beitragen, die Akzeptanz dieser Form der erneuerbaren Energie zu fördern und die Einsprachen zu reduzieren.</p><p> </p><p>Ich bitte den Bundesrat daher um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p> </p><p>- Beabsichtigt der Bundesrat, auf einer spezifischen Plattform oder auf der Website des zuständigen Departements die relevanten Informationen zur Windenergie bereitzustellen, um die Bevölkerung faktenbasiert zu informieren?<br>- Falls nicht: Welche Massnahmen gedenkt er zu ergreifen, um die Verbreitung von Falschinformationen in diesem Bereich zu bekämpfen?</p><p>- Verfügt er über Möglichkeiten, gegenüber Organisationen vorzugehen, die objektive Falschinformationen verbreiten – insbesondere solchen mit Beschwerderecht?</p>
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