Erneute Angebotsverschlechterung auf der Zugstrecke Schaffhausen-Zürich
- ShortId
-
25.4735
- Id
-
20254735
- Updated
-
13.02.2026 10:43
- Language
-
de
- Title
-
Erneute Angebotsverschlechterung auf der Zugstrecke Schaffhausen-Zürich
- AdditionalIndexing
-
48
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <span><p><span>1. Sowohl die RABe511 als auch die RABe512 sind moderne Doppelstock-Triebzüge mit einem guten Komfortstandard. Beide Zugtypen verfügen über Toiletten, breite Niederflureinstiege sowie Multifunktionszonen für Gepäck, Kinderwagen oder Fahrräder. Die Kapazität ist bei beiden Flotten vergleichbar. Die Unterschiede liegen lediglich in der Sitzanordnung der ersten Klasse sowie in der Ausstattung mit Steckdosen.</span></p><p><span> </span></p><p><span>2. Das Fahrplanangebot wurde nicht verschlechtert. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 steht in Schaffhausen ein Ersatzzug der SBB bereit, um einen stabilen und verlässlichen Halbstundentakt zwischen Schaffhausen und Zürich zu gewährleisten. Weiter verkehrt an Freitagen und Samstagen neu eine zusätzliche Verbindung mit Abfahrt um 21.37 Uhr ab Zürich nach Schaffhausen.</span></p><p><span> </span></p><p><span>3. Beim RABe511 handelt es sich um ein Fahrzeug, welches einen guten Komfortstandard aufweist und sehr zuverlässig ist. Das Fahrzeug wird auch auf anderen Fernverkehrslinien der SBB eingesetzt. </span></p><p><span> </span></p><p><span>Gemäss SBB stehen zurzeit nicht genügend RABe512 zur Verfügung, um die Strecke Schaffhausen-Zürich betreiben zu können. Eine gemischte Produktion mit RABe512 und RABe511-Fahrzeugen ist nicht möglich, da die Flotten nicht miteinander kompatibel sind. Daher war ein vorübergehender kompletter Flottenabtausch notwendig.</span></p><p><span> </span></p><p><span>4. Gemäss SBB stehen nach aktuellem Planungsstand ab Fahrplanwechsel im Dezember 2026 genügend RABe512 zur Verfügung, damit diese Flotte wieder auf der Linie RE48 zwischen Schaffhausen und Zürich eingesetzt werden kann.</span></p></span>
- <p>Nachdem die Bevölkerung des Kantons Schaffhausen in den vergangenen Jahren faktisch nur noch über einen verlässlichen Stundentakt nach Zürich verfügte, da die aus Deutschland verkehrenden Züge häufig verspätet oder gar nicht fuhren, folgte kürzlich ein erleichternder Entscheid: Jeder zweite Zug aus Stuttgart endet neu in Singen (D), von wo aus ein neuer DB-Zug bis Zürich fährt. Sind die Direktzüge stark verspätet, fährt ab Schaffhausen der SBB-Ersatzzug. Nach dem Aufatmen mussten die Pendlerinnen und Pendler im Dezember jedoch feststellen, dass auf der Fernverkehrsstrecke Schaffhausen–Zürich anstelle der bislang eingesetzten modernen Fernverkehrszüge des Typs RaBe 512 nun ältere Fahrzeuge des Typs RaBe 511 verkehren. Dieser Entscheid ist umso stossender, als sich die Schaffhauser Bevölkerung bereits in den vergangenen Jahren von der SBB nicht ernst genommen gefühlt hat. Es entsteht der Eindruck, dass die Bevölkerung des Kantons Schaffhausen bei der SBB eine geringere Priorität geniesst als andere Regionen.</p><p>In diesem Zusammenhang stellen sich folgende Fragen:</p><ol style="list-style-type:decimal;"><li>Welche konkreten Komfort-, Kapazitäts- und Serviceeinbussen entstehen durch den Einsatz der älteren Züge im Vergleich zum bisherigen Rollmaterial, insbesondere während den Stosszeiten?</li><li>Wie erklärt der Bundesrat der Schaffhauser Bevölkerung diese erneute Angebotsverschlechterung, nachdem die Schaffhauserinnen und Schaffhauser bereits jahrelang den nicht verlässlichen Halbstundentakt hinnehmen mussten?</li><li>Nach welchen Kriterien priorisiert die SBB den Einsatz moderner Fernverkehrszüge auf einzelnen Linien und weshalb wurde diese Priorisierung erneut zulasten des Kantons Schaffhausen gefällt?</li><li>Wie verbindlich ist die Zusicherung, dass ab Dezember 2026 wieder modernes Rollmaterial auf der Strecke Schaffhausen–Zürich eingesetzt wird und welche Möglichkeiten bestehen, um die Einsatzdauer des älteren Rollmaterials zu verkürzen?</li></ol>
- Erneute Angebotsverschlechterung auf der Zugstrecke Schaffhausen-Zürich
- State
-
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <span><p><span>1. Sowohl die RABe511 als auch die RABe512 sind moderne Doppelstock-Triebzüge mit einem guten Komfortstandard. Beide Zugtypen verfügen über Toiletten, breite Niederflureinstiege sowie Multifunktionszonen für Gepäck, Kinderwagen oder Fahrräder. Die Kapazität ist bei beiden Flotten vergleichbar. Die Unterschiede liegen lediglich in der Sitzanordnung der ersten Klasse sowie in der Ausstattung mit Steckdosen.</span></p><p><span> </span></p><p><span>2. Das Fahrplanangebot wurde nicht verschlechtert. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 steht in Schaffhausen ein Ersatzzug der SBB bereit, um einen stabilen und verlässlichen Halbstundentakt zwischen Schaffhausen und Zürich zu gewährleisten. Weiter verkehrt an Freitagen und Samstagen neu eine zusätzliche Verbindung mit Abfahrt um 21.37 Uhr ab Zürich nach Schaffhausen.</span></p><p><span> </span></p><p><span>3. Beim RABe511 handelt es sich um ein Fahrzeug, welches einen guten Komfortstandard aufweist und sehr zuverlässig ist. Das Fahrzeug wird auch auf anderen Fernverkehrslinien der SBB eingesetzt. </span></p><p><span> </span></p><p><span>Gemäss SBB stehen zurzeit nicht genügend RABe512 zur Verfügung, um die Strecke Schaffhausen-Zürich betreiben zu können. Eine gemischte Produktion mit RABe512 und RABe511-Fahrzeugen ist nicht möglich, da die Flotten nicht miteinander kompatibel sind. Daher war ein vorübergehender kompletter Flottenabtausch notwendig.</span></p><p><span> </span></p><p><span>4. Gemäss SBB stehen nach aktuellem Planungsstand ab Fahrplanwechsel im Dezember 2026 genügend RABe512 zur Verfügung, damit diese Flotte wieder auf der Linie RE48 zwischen Schaffhausen und Zürich eingesetzt werden kann.</span></p></span>
- <p>Nachdem die Bevölkerung des Kantons Schaffhausen in den vergangenen Jahren faktisch nur noch über einen verlässlichen Stundentakt nach Zürich verfügte, da die aus Deutschland verkehrenden Züge häufig verspätet oder gar nicht fuhren, folgte kürzlich ein erleichternder Entscheid: Jeder zweite Zug aus Stuttgart endet neu in Singen (D), von wo aus ein neuer DB-Zug bis Zürich fährt. Sind die Direktzüge stark verspätet, fährt ab Schaffhausen der SBB-Ersatzzug. Nach dem Aufatmen mussten die Pendlerinnen und Pendler im Dezember jedoch feststellen, dass auf der Fernverkehrsstrecke Schaffhausen–Zürich anstelle der bislang eingesetzten modernen Fernverkehrszüge des Typs RaBe 512 nun ältere Fahrzeuge des Typs RaBe 511 verkehren. Dieser Entscheid ist umso stossender, als sich die Schaffhauser Bevölkerung bereits in den vergangenen Jahren von der SBB nicht ernst genommen gefühlt hat. Es entsteht der Eindruck, dass die Bevölkerung des Kantons Schaffhausen bei der SBB eine geringere Priorität geniesst als andere Regionen.</p><p>In diesem Zusammenhang stellen sich folgende Fragen:</p><ol style="list-style-type:decimal;"><li>Welche konkreten Komfort-, Kapazitäts- und Serviceeinbussen entstehen durch den Einsatz der älteren Züge im Vergleich zum bisherigen Rollmaterial, insbesondere während den Stosszeiten?</li><li>Wie erklärt der Bundesrat der Schaffhauser Bevölkerung diese erneute Angebotsverschlechterung, nachdem die Schaffhauserinnen und Schaffhauser bereits jahrelang den nicht verlässlichen Halbstundentakt hinnehmen mussten?</li><li>Nach welchen Kriterien priorisiert die SBB den Einsatz moderner Fernverkehrszüge auf einzelnen Linien und weshalb wurde diese Priorisierung erneut zulasten des Kantons Schaffhausen gefällt?</li><li>Wie verbindlich ist die Zusicherung, dass ab Dezember 2026 wieder modernes Rollmaterial auf der Strecke Schaffhausen–Zürich eingesetzt wird und welche Möglichkeiten bestehen, um die Einsatzdauer des älteren Rollmaterials zu verkürzen?</li></ol>
- Erneute Angebotsverschlechterung auf der Zugstrecke Schaffhausen-Zürich
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