Was unternimmt der Bundesrat gegen überhöhte Regelenergiepreise?
- ShortId
-
25.4742
- Id
-
20254742
- Updated
-
18.02.2026 19:20
- Language
-
de
- Title
-
Was unternimmt der Bundesrat gegen überhöhte Regelenergiepreise?
- AdditionalIndexing
-
66;15
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <span><p>1. Die Empfehlungen aus der von der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (ElCom) extern in Auftrag gegebenen Studie vom November 2025 (<a href="https://www.elcom.admin.ch/dam/de/sd-web/qMExbjqI0M9Q/Analyse%20und%20Optimierung%20des%20Marktdesigns%20f%C3%BCr%20die%20Regelleistung%20und%20-energie%20in%20der%20Schweiz%20%E2%80%93%20Studie%20im%20Auftrag%20der%20ElCom.pdf"><u>www.elcom.admin.ch</u></a> > Publikationen und Veranstaltungen > Berichte und Studien > Berichte zur Marktüberwachung</p><p> > Analyse und Optimierung des Marktdesigns für die Regelleistung und -energie in der Schweiz – Studie im Auftrag der ElCom) werden derzeit ausgewertet, denn die Untersuchung hat deutlich gemacht, dass Handlungsbedarf besteht. Der Bundesrat nimmt die Bereitschaft und das Engagement von Swissgrid und den Marktakteuren zur Kenntnis, die entsprechenden Anpassungen rasch vorzunehmen. In einer vom Bundesamt für Energie (BFE) in Auftrag gegebenen Studie, deren Erkenntnisse Ende des ersten Quartals 2026 vorliegen werden, wird der Regelbedarf der Schweiz demjenigen ausgewählter europäischer Länder gegenübergestellt, um zu beurteilen, ob zusätzliche Massnahmen erforderlich sind. Ein sehr wirksames Mittel, um die Liquidität zu erhöhen und die Preise zu senken, wäre der Zugang der Schweiz zu den europäischen Regelenergieplattformen. Der Bundesrat hat im Rahmen des Stromabkommens mit der Europäischen Union die Weichen dafür gestellt.</p><p> </p><p>2. Die Kosten für Sekundärregelenergie (SRE) sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen, und zwar von 66,8 Millionen Franken im Jahr 2022 und 46,7 Millionen Franken im Jahr 2023 auf 111,8 Millionen Franken im Jahr 2024. Im Gegensatz dazu sind die Kosten für die Sekundärregelleistung (SRL) stark gesunken, nämlich von 298,2 Millionen Franken im Jahr 2022 und 333,1 Millionen Franken im Jahr 2023 auf 68,8 Millionen Franken im Jahr 2024. Die hohen SRL-Kosten in den Jahren 2022 und 2023 lassen sich mit den Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Energiekrise von 2021 erklären. </p><p> </p><p>3. Nur von der nationalen Netzgesellschaft Swissgrid präqualifizierte Unternehmen können Systemdienstleistungen anbieten. Die Liste dieser Anbieter ist auf der Internetseite von Swissgrid einsehbar (<a href="http://www.swissgrid.ch"><u>www.swissgrid.ch</u></a> > Partner > Systemdienstleistungen > Präqualifikation > Präqualifizierte Anbieter). Die Höhe und die Verteilung der Einnahmen dieser Unternehmen sind nicht öffentlich.</p><p> </p><p>4. Gemäss der von der ElCom im November 2025 veröffentlichten Studie über das Optimierung des Marktdesigns sind diese Entwicklungen nicht fundamental begründbar. Dies legt den Schluss nahe, dass die Ausgestaltung des SRE-Marktes keine genügende Gewähr für eine effiziente Preisbildung bietet. Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass es Preisabsprachen gibt. Die Ergebnisse dieser Studie wurden der Wettbewerbskommission übergeben, die wenn nötig Massnahmen ergreifen wird.</p><p> </p><p>5. Wie von der ElCom empfohlen hält die Branche die Preisobergrenze im Jahr 2026 freiwillig übergangsweise aufrecht. Gemeinsam mit der ElCom und der Branche verfolgt der Bundesrat die Entwicklungen auf dem Markt aufmerksam. Er wird bei Bedarf eingreifen und gegebenenfalls auch gesetzliche Anpassungen vorschlagen.</p><p> </p><p>6. Insbesondere bei Swissgrid laufen derzeit mehrere Vorhaben zur Verbesserung der Marktliquidität. Dazu gehören der Ausbau der Plattform Equigy, die Aggregatoren den Zugang zu Systemdienstleistungen erleichtert, sowie das Produkt PV4Balancing, mit dem Photovoltaikanlagen in den Regelenergiemarkt integriert werden können. Die vollständige Implementierung dieser Massnahmen ist für Ende 2027 geplant, vorbehaltlich des Erfolgs der Pilotprojekte. Per 2026 hat Swissgrid zudem die Mindestangebotsmenge zur Teilnahme an Versteigerungen von 5 MW auf 1 MW gesenkt. Diese Bestrebungen zielen darauf ab, die Liquidität zu steigern und die Kosten zu senken. Stationäre Batterien können die Liquidität verbessern, ihr Einfluss auf die Kosten bleibt aber aufgrund ihrer geringen Energiekapazität begrenzt. Die grösste Herausforderung in der Schweiz besteht derzeit in der Verfügbarkeit von Regelenergie und nicht von Leistung.</p><p> </p><p>7. Als eine von verschiedenen Massnahmen zur Reduzierung des Regelenergiebedarfs hat Swissgrid im Januar 2026 einen neuen Preismechanismus eingeführt. Dieser soll für die Bilanzgruppen einen Anreiz schaffen, bei grossen Ungleichgewichten zur Ausgeglichenheit der Schweizer Regelzone beizutragen. Darüber hinaus haben einige Anbieter im Januar 2026 neue Plattformen für den Intraday-Handel eröffnet, die es auch kleineren Akteuren ermöglichen, ihre Bilanz auf dem Intraday-Markt auszugleichen. Eine weitere Bestrebung bildet das Projekt ES-ready, das seit 2024 vom Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen koordiniert wird und bereits zur Veröffentlichung von Branchenempfehlungen zur Verbesserung der Prognosen und Bilanzen geführt hat. Wie bereits erwähnt verfolgt der Bundesrat gemeinsam mit der ElCom und der Branche die Entwicklungen auf dem Markt aufmerksam. Er wird bei Bedarf eingreifen und gegebenenfalls auch gesetzliche Anpassungen vorschlagen.</p><p> </p><p>8. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass Batterien zur Entlastung des Stromnetzes eingesetzt werden können und zu einer Reduktion bzw. einem Aufschub der Netzausbaukosten beitragen könnten. Mit der Änderung des Stromversorgungsgesetzes (StromVG; SR <em>734.7</em>) wurden mehrere Instrumente geschaffen: Artikel 17<em>c</em> StromVG sieht ausdrücklich vor, dass die Verteilnetzbetreiber Verträge über die Nutzung der Flexibilität von Batteriespeichern und anderen steuerbaren Verbrauchern und Erzeugungsquellen abschliessen können. Zudem wird die Möglichkeit der Einführung dynamischer Netznutzungstarife in Artikel 18 Absatz 5 der</p><p>Stromversorgungsverordnung (StromVV; SR <em>734.71</em>) explizit erwähnt. Darüber hinaus wird die Nutzung von Batterien nun durch die Rückerstattung des Netznutzungsentgelts für die ins Netz zurückgespeiste Elektrizitätsmenge gemäss Artikel 14<em>a</em> Absatz 4 Buchstabe a StromVG gefördert. </p><p> </p><p>9. Der Nationalrat hat im Zuge der laufenden Änderung des Elektrizitätsgesetzes (Beschleunigung beim Aus- und Umbau der Stromnetze, EleG; BBl <em>2025</em> 1833) die Einführung eines neuen Artikels in das StromVG vorgeschlagen, der die Verantwortung der Bilanzgruppen für die Ausgeglichenheit der Energie- und Leistungsbilanz gesetzlich verankern würde. Der Bundesrat hat davon Kenntnis genommen und wird zu gegebener Zeit über mögliche Änderungen der Rechtsgrundlage zu den Systemdienstleistungen informieren.</p></span>
- <p>Im Markt für Sekundärregelenergie (SRE) und Sekundärregelleistung (SRL) sind die Preise ab Mitte 2022 deutlich gestiegen, ohne dass dafür laut Elcom «fundamentale Begründungen erkennbar» waren. Eine ElCom-Studie vom November 2025 bestätigt, dass die Ausgestaltung des SRE-Marktes «keine Gewähr für effiziente Marktergebnisse bietet». Vor diesem Hintergrund stellen sich folgende Fragen:</p><p> </p><ol><li>Was unternimmt der Bundesrat, um eine effiziente Beschaffung von Systemdienstleistungen, insbesondere SRE und SRL, sicherzustellen?</li><li>Wie gross waren die ungerechtfertigten SRE- und SRL-Mehrkosten, welche die Konsumentinnen und Konsumenten von 2022 bis 2025 erlitten haben?</li><li>Welche Stromkonzerne haben von den überhöhten Preisen konkret profitiert – in welchem finanziellen Umfang?</li><li>Kann aus Sicht des Bundesrates von einem Preiskartell gesprochen werden?</li><li>Die von der ElCom notfallmässig erlassene Preisobergrenze (1000 EUR/MW) ist bis Ende 2025 befristet. Was unternimmt der Bundesrat, um Missbräuche ab 2026 zu unterbinden? </li><li>Was tut der Bundesrat, um die Liquidität des Marktes für Systemdienstleistungen zu verbessern? Können die exponentiell wachsenden Kapazitäten stationärer Batteriespeicher die Liquidität verbessern? </li><li>Was unternimmt der Bundesrat, um die Kosten für Systemdienstleistungen zu senken?</li><li>Batteriespeicher werden in der Regel verbrauchsnah installiert.<ol style="list-style-type:lower-alpha;"><li>Teilt der Bundesrat die Meinung, dass Batterien die Netze tendenziell entlasten können, wenn tarifliche Anreize für netzdienliches Verhalten in Kraft sind?</li><li>Was tut der Bundesrat, um Anreize für solche Möglichkeiten der Kostenersparnis zu schaffen? </li></ol></li><li>Unterstützt der Bundesrat die Vorschläge der ElCom für eine wettbewerbliche Preisgestaltung mittels Anpassung der Rechtsgrundlagen?</li></ol>
- Was unternimmt der Bundesrat gegen überhöhte Regelenergiepreise?
- State
-
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <span><p>1. Die Empfehlungen aus der von der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (ElCom) extern in Auftrag gegebenen Studie vom November 2025 (<a href="https://www.elcom.admin.ch/dam/de/sd-web/qMExbjqI0M9Q/Analyse%20und%20Optimierung%20des%20Marktdesigns%20f%C3%BCr%20die%20Regelleistung%20und%20-energie%20in%20der%20Schweiz%20%E2%80%93%20Studie%20im%20Auftrag%20der%20ElCom.pdf"><u>www.elcom.admin.ch</u></a> > Publikationen und Veranstaltungen > Berichte und Studien > Berichte zur Marktüberwachung</p><p> > Analyse und Optimierung des Marktdesigns für die Regelleistung und -energie in der Schweiz – Studie im Auftrag der ElCom) werden derzeit ausgewertet, denn die Untersuchung hat deutlich gemacht, dass Handlungsbedarf besteht. Der Bundesrat nimmt die Bereitschaft und das Engagement von Swissgrid und den Marktakteuren zur Kenntnis, die entsprechenden Anpassungen rasch vorzunehmen. In einer vom Bundesamt für Energie (BFE) in Auftrag gegebenen Studie, deren Erkenntnisse Ende des ersten Quartals 2026 vorliegen werden, wird der Regelbedarf der Schweiz demjenigen ausgewählter europäischer Länder gegenübergestellt, um zu beurteilen, ob zusätzliche Massnahmen erforderlich sind. Ein sehr wirksames Mittel, um die Liquidität zu erhöhen und die Preise zu senken, wäre der Zugang der Schweiz zu den europäischen Regelenergieplattformen. Der Bundesrat hat im Rahmen des Stromabkommens mit der Europäischen Union die Weichen dafür gestellt.</p><p> </p><p>2. Die Kosten für Sekundärregelenergie (SRE) sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen, und zwar von 66,8 Millionen Franken im Jahr 2022 und 46,7 Millionen Franken im Jahr 2023 auf 111,8 Millionen Franken im Jahr 2024. Im Gegensatz dazu sind die Kosten für die Sekundärregelleistung (SRL) stark gesunken, nämlich von 298,2 Millionen Franken im Jahr 2022 und 333,1 Millionen Franken im Jahr 2023 auf 68,8 Millionen Franken im Jahr 2024. Die hohen SRL-Kosten in den Jahren 2022 und 2023 lassen sich mit den Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Energiekrise von 2021 erklären. </p><p> </p><p>3. Nur von der nationalen Netzgesellschaft Swissgrid präqualifizierte Unternehmen können Systemdienstleistungen anbieten. Die Liste dieser Anbieter ist auf der Internetseite von Swissgrid einsehbar (<a href="http://www.swissgrid.ch"><u>www.swissgrid.ch</u></a> > Partner > Systemdienstleistungen > Präqualifikation > Präqualifizierte Anbieter). Die Höhe und die Verteilung der Einnahmen dieser Unternehmen sind nicht öffentlich.</p><p> </p><p>4. Gemäss der von der ElCom im November 2025 veröffentlichten Studie über das Optimierung des Marktdesigns sind diese Entwicklungen nicht fundamental begründbar. Dies legt den Schluss nahe, dass die Ausgestaltung des SRE-Marktes keine genügende Gewähr für eine effiziente Preisbildung bietet. Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass es Preisabsprachen gibt. Die Ergebnisse dieser Studie wurden der Wettbewerbskommission übergeben, die wenn nötig Massnahmen ergreifen wird.</p><p> </p><p>5. Wie von der ElCom empfohlen hält die Branche die Preisobergrenze im Jahr 2026 freiwillig übergangsweise aufrecht. Gemeinsam mit der ElCom und der Branche verfolgt der Bundesrat die Entwicklungen auf dem Markt aufmerksam. Er wird bei Bedarf eingreifen und gegebenenfalls auch gesetzliche Anpassungen vorschlagen.</p><p> </p><p>6. Insbesondere bei Swissgrid laufen derzeit mehrere Vorhaben zur Verbesserung der Marktliquidität. Dazu gehören der Ausbau der Plattform Equigy, die Aggregatoren den Zugang zu Systemdienstleistungen erleichtert, sowie das Produkt PV4Balancing, mit dem Photovoltaikanlagen in den Regelenergiemarkt integriert werden können. Die vollständige Implementierung dieser Massnahmen ist für Ende 2027 geplant, vorbehaltlich des Erfolgs der Pilotprojekte. Per 2026 hat Swissgrid zudem die Mindestangebotsmenge zur Teilnahme an Versteigerungen von 5 MW auf 1 MW gesenkt. Diese Bestrebungen zielen darauf ab, die Liquidität zu steigern und die Kosten zu senken. Stationäre Batterien können die Liquidität verbessern, ihr Einfluss auf die Kosten bleibt aber aufgrund ihrer geringen Energiekapazität begrenzt. Die grösste Herausforderung in der Schweiz besteht derzeit in der Verfügbarkeit von Regelenergie und nicht von Leistung.</p><p> </p><p>7. Als eine von verschiedenen Massnahmen zur Reduzierung des Regelenergiebedarfs hat Swissgrid im Januar 2026 einen neuen Preismechanismus eingeführt. Dieser soll für die Bilanzgruppen einen Anreiz schaffen, bei grossen Ungleichgewichten zur Ausgeglichenheit der Schweizer Regelzone beizutragen. Darüber hinaus haben einige Anbieter im Januar 2026 neue Plattformen für den Intraday-Handel eröffnet, die es auch kleineren Akteuren ermöglichen, ihre Bilanz auf dem Intraday-Markt auszugleichen. Eine weitere Bestrebung bildet das Projekt ES-ready, das seit 2024 vom Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen koordiniert wird und bereits zur Veröffentlichung von Branchenempfehlungen zur Verbesserung der Prognosen und Bilanzen geführt hat. Wie bereits erwähnt verfolgt der Bundesrat gemeinsam mit der ElCom und der Branche die Entwicklungen auf dem Markt aufmerksam. Er wird bei Bedarf eingreifen und gegebenenfalls auch gesetzliche Anpassungen vorschlagen.</p><p> </p><p>8. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass Batterien zur Entlastung des Stromnetzes eingesetzt werden können und zu einer Reduktion bzw. einem Aufschub der Netzausbaukosten beitragen könnten. Mit der Änderung des Stromversorgungsgesetzes (StromVG; SR <em>734.7</em>) wurden mehrere Instrumente geschaffen: Artikel 17<em>c</em> StromVG sieht ausdrücklich vor, dass die Verteilnetzbetreiber Verträge über die Nutzung der Flexibilität von Batteriespeichern und anderen steuerbaren Verbrauchern und Erzeugungsquellen abschliessen können. Zudem wird die Möglichkeit der Einführung dynamischer Netznutzungstarife in Artikel 18 Absatz 5 der</p><p>Stromversorgungsverordnung (StromVV; SR <em>734.71</em>) explizit erwähnt. Darüber hinaus wird die Nutzung von Batterien nun durch die Rückerstattung des Netznutzungsentgelts für die ins Netz zurückgespeiste Elektrizitätsmenge gemäss Artikel 14<em>a</em> Absatz 4 Buchstabe a StromVG gefördert. </p><p> </p><p>9. Der Nationalrat hat im Zuge der laufenden Änderung des Elektrizitätsgesetzes (Beschleunigung beim Aus- und Umbau der Stromnetze, EleG; BBl <em>2025</em> 1833) die Einführung eines neuen Artikels in das StromVG vorgeschlagen, der die Verantwortung der Bilanzgruppen für die Ausgeglichenheit der Energie- und Leistungsbilanz gesetzlich verankern würde. Der Bundesrat hat davon Kenntnis genommen und wird zu gegebener Zeit über mögliche Änderungen der Rechtsgrundlage zu den Systemdienstleistungen informieren.</p></span>
- <p>Im Markt für Sekundärregelenergie (SRE) und Sekundärregelleistung (SRL) sind die Preise ab Mitte 2022 deutlich gestiegen, ohne dass dafür laut Elcom «fundamentale Begründungen erkennbar» waren. Eine ElCom-Studie vom November 2025 bestätigt, dass die Ausgestaltung des SRE-Marktes «keine Gewähr für effiziente Marktergebnisse bietet». Vor diesem Hintergrund stellen sich folgende Fragen:</p><p> </p><ol><li>Was unternimmt der Bundesrat, um eine effiziente Beschaffung von Systemdienstleistungen, insbesondere SRE und SRL, sicherzustellen?</li><li>Wie gross waren die ungerechtfertigten SRE- und SRL-Mehrkosten, welche die Konsumentinnen und Konsumenten von 2022 bis 2025 erlitten haben?</li><li>Welche Stromkonzerne haben von den überhöhten Preisen konkret profitiert – in welchem finanziellen Umfang?</li><li>Kann aus Sicht des Bundesrates von einem Preiskartell gesprochen werden?</li><li>Die von der ElCom notfallmässig erlassene Preisobergrenze (1000 EUR/MW) ist bis Ende 2025 befristet. Was unternimmt der Bundesrat, um Missbräuche ab 2026 zu unterbinden? </li><li>Was tut der Bundesrat, um die Liquidität des Marktes für Systemdienstleistungen zu verbessern? Können die exponentiell wachsenden Kapazitäten stationärer Batteriespeicher die Liquidität verbessern? </li><li>Was unternimmt der Bundesrat, um die Kosten für Systemdienstleistungen zu senken?</li><li>Batteriespeicher werden in der Regel verbrauchsnah installiert.<ol style="list-style-type:lower-alpha;"><li>Teilt der Bundesrat die Meinung, dass Batterien die Netze tendenziell entlasten können, wenn tarifliche Anreize für netzdienliches Verhalten in Kraft sind?</li><li>Was tut der Bundesrat, um Anreize für solche Möglichkeiten der Kostenersparnis zu schaffen? </li></ol></li><li>Unterstützt der Bundesrat die Vorschläge der ElCom für eine wettbewerbliche Preisgestaltung mittels Anpassung der Rechtsgrundlagen?</li></ol>
- Was unternimmt der Bundesrat gegen überhöhte Regelenergiepreise?
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