Fast Fashion muss gestoppt werden
- ShortId
-
25.4755
- Id
-
20254755
- Updated
-
23.01.2026 16:34
- Language
-
de
- Title
-
Fast Fashion muss gestoppt werden
- AdditionalIndexing
-
15;52
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Fast Fashion ist ein grosses Problem. In der Schweiz fallen jährlich 96700t gebrauchte Textilien an, nur 37 Prozent werden wieder verwendet. Das ist eine riesige und zunehmende Ressourcenverschwendung. Treiber ist die sogenannte Fast Fashion – Produktion von Kleidern zu niedrigen Preisen und schlechter Qualität. </p><p>Die Schweiz hat auch vor diesem Hintergrund die Förderung von nachhaltigem Konsum und nachhaltiger Produktion als Schwerpunktziel in der Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030 verankert. Die Zwischenbilanz zeigt auf, dass die Erreichung dieser Ziele aktuell unrealistisch ist. Nachbesserungen werden unter anderem bei der Internalisierung von externen Kosten und dem Zugang zu verlässlichen Informationen gefordert. Explizit hebt der Bericht die Notwendigkeit von Sektoralpolitiken hervor. Ein Anti-Fast-Fashion Gesetz würde diese Lücke schliessen. Die EU und einzelne Länder wurden bereits aktiv. Die EU-Textilstrategie umfasst konkrete Gesetzesmassnahmen von verbindlichen Ökodesign-Anforderungen über Vernichtungsverbote für unverkaufte Textilien und einen digitalen Produktepass. Textilhersteller müssen sich an Kosten für die Wiederverwendung von Textilien beteiligen. Auch hat die EU Sofortmassnahmen wie eine 3-Euro Abgabe auf Einzelwarensendungen aus ausländischen Onlineshops beschlossen.</p><p>In FR wurde 2025 ein zusätzliches Anti-Fast-Fashion-Gesetz angenommen. Abgabe auf ein Kleidungsstück umso höher, je schlechter dieses für die Umwelt ist. Werbeverbot für Ultra Fast Fashion-Anbieter wie Temu und Shein. Kaputte Schuhe und Kleider reparieren sie bei lizenzierten Shops vergünstigt. </p><p>Auf Kleidung soll künftig in der Schweiz analog zu Elektrogeräten eine Garantie gelten und eine Lenkungsabgabe erhoben werden. Dabei muss der Verwendungszweck festgelegt werden und somit die Abgaben auf minderwertige Produkte höher ausfallen als die auf langlebige, damit es wirtschaftliche Anreize für eine nachhaltigere Angebotsgestaltung gibt. Die Unternehmen sollen die Verbraucher:innen für die „Umweltbelastung“ ihrer Kleidung sensibilisieren und ihnen Nachhaltigkeitsinformationen über einen Produktepass zugänglich machen. Das Gesetz fördert Ökodesign und ermöglicht günstige Reparaturen, Zugang zu hochwertigem Recycling, mehr Secondhand-Angebote und insgesamt einen nachhaltigen Produktionskreislauf.</p>
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, ein Anti-Fast-Fashion-Gesetz auszuarbeiten. </p>
- Fast Fashion muss gestoppt werden
- State
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Eingereicht
- Related Affairs
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- Drafts
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- Index
- 0
- Texts
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- <p>Fast Fashion ist ein grosses Problem. In der Schweiz fallen jährlich 96700t gebrauchte Textilien an, nur 37 Prozent werden wieder verwendet. Das ist eine riesige und zunehmende Ressourcenverschwendung. Treiber ist die sogenannte Fast Fashion – Produktion von Kleidern zu niedrigen Preisen und schlechter Qualität. </p><p>Die Schweiz hat auch vor diesem Hintergrund die Förderung von nachhaltigem Konsum und nachhaltiger Produktion als Schwerpunktziel in der Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030 verankert. Die Zwischenbilanz zeigt auf, dass die Erreichung dieser Ziele aktuell unrealistisch ist. Nachbesserungen werden unter anderem bei der Internalisierung von externen Kosten und dem Zugang zu verlässlichen Informationen gefordert. Explizit hebt der Bericht die Notwendigkeit von Sektoralpolitiken hervor. Ein Anti-Fast-Fashion Gesetz würde diese Lücke schliessen. Die EU und einzelne Länder wurden bereits aktiv. Die EU-Textilstrategie umfasst konkrete Gesetzesmassnahmen von verbindlichen Ökodesign-Anforderungen über Vernichtungsverbote für unverkaufte Textilien und einen digitalen Produktepass. Textilhersteller müssen sich an Kosten für die Wiederverwendung von Textilien beteiligen. Auch hat die EU Sofortmassnahmen wie eine 3-Euro Abgabe auf Einzelwarensendungen aus ausländischen Onlineshops beschlossen.</p><p>In FR wurde 2025 ein zusätzliches Anti-Fast-Fashion-Gesetz angenommen. Abgabe auf ein Kleidungsstück umso höher, je schlechter dieses für die Umwelt ist. Werbeverbot für Ultra Fast Fashion-Anbieter wie Temu und Shein. Kaputte Schuhe und Kleider reparieren sie bei lizenzierten Shops vergünstigt. </p><p>Auf Kleidung soll künftig in der Schweiz analog zu Elektrogeräten eine Garantie gelten und eine Lenkungsabgabe erhoben werden. Dabei muss der Verwendungszweck festgelegt werden und somit die Abgaben auf minderwertige Produkte höher ausfallen als die auf langlebige, damit es wirtschaftliche Anreize für eine nachhaltigere Angebotsgestaltung gibt. Die Unternehmen sollen die Verbraucher:innen für die „Umweltbelastung“ ihrer Kleidung sensibilisieren und ihnen Nachhaltigkeitsinformationen über einen Produktepass zugänglich machen. Das Gesetz fördert Ökodesign und ermöglicht günstige Reparaturen, Zugang zu hochwertigem Recycling, mehr Secondhand-Angebote und insgesamt einen nachhaltigen Produktionskreislauf.</p>
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, ein Anti-Fast-Fashion-Gesetz auszuarbeiten. </p>
- Fast Fashion muss gestoppt werden
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