Schweizweite Bodenkartierung. Wann geht es endlich vorwärts?
- ShortId
-
25.4775
- Id
-
20254775
- Updated
-
18.02.2026 17:42
- Language
-
de
- Title
-
Schweizweite Bodenkartierung. Wann geht es endlich vorwärts?
- AdditionalIndexing
-
55;52
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die schweizweite Bodenkartierung ist ein langfristiges Projekt, das zwischen 2029 und 2050 vorgesehen ist. Sie ist ein zentrales Element der nationalen Bodenstrategie und damit von grosser Bedeutung für eine nachhaltige Nutzung und den Schutz der Böden in der Schweiz. In seiner Antwort auf die Interpellation 24.4691 «Bodenqualität und Bodenfunktionen in der Raumplanung berücksichtigen» hat der Bundesrat betont, dass der Schutz des Kulturlandes wichtig ist, auch im Hinblick auf die Bodenqualität und nicht nur auf die Quantität.<strong> </strong>In seiner Antwort hat der Bundesrat ebenfalls erklärt, dass das UVEK in Zusammenarbeit mit dem WBF die Finanzierungsbeschlüsse zu den Gesamtkosten der Bodenkartierung erarbeitet.</p><p>Die Ergebnisse des Nationalforschungsprogramms (NFP) 68 sowie die Bodenstrategie Schweiz des Bundes verdeutlichen die zentrale Bedeutung von Bodendaten. Sie sind essenziell für die Landwirtschaft, die Raumplanung, den Klimaschutz und ein nachhaltiges Ressourcenmanagement. Verlässliche Informationen über Bodenart, -qualität und -funktionen bilden die Grundlage für politische Entscheidungen für einen schonenden Umgang mit Böden.</p><p>Gleichzeitig zeigt sich, dass der aktuelle Datenbestand unzureichend ist: Gemäss Angaben des BAFU sind derzeit nur etwa 13 % der landwirtschaftlich genutzten Böden detailliert kartiert. Dieses Defizit erschwert eine angemessene Berücksichtigung der Bodenfunktionen in der Interessenabwägung der Raumplanung, wie auch der Bundesrat in seiner Antwort auf die Interpellation 24.4691 betont hat.</p>
- <span><p>1) Der Bundesrat hat im Konzept «Schweizweite Bodenkartierung» vom 29. März 2023 festgehalten, dass die Versorgung der Schweizer Bevölkerung mit gesunden Nahrungsmitteln ohne intakte, leistungsfähige Böden nicht möglich ist. Dies ist insbesondere in Zeiten gestörter Versorgung wie auch in schweren Mangellagen von grosser Bedeutung. Um diese Böden wirkungsvoll zu schützen und standortgerecht und schonend zu bewirtschaften, muss bekannt sein, wo die geeignetsten Böden liegen und auf welche Einwirkungen sie empfindlich reagieren.</p><p> </p><p>2 und 3) Die methodischen Vorarbeiten für die schweizweite Bodenkartierung laufen plangemäss, unter anderem mittels Pilotkartierungen in zahlreichen Kantonen. Die bundesseitige Finanzierung für die schweizweite Kartierung ab 2029 ist zurzeit in Abklärung. Die kantonalen Direktorenkonferenzen BPUK (Bau-, Planungs- und Umweltdirektorenkonferenz), LDK (Konferenz der kantonalen Landwirtschaftsdirektoren) und KWL (<a href="https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwi4zKvW1_SRAxVTzgIHHWmEAbIQFnoECBIQAQ&url=https%3A%2F%2Fwww.kwl-cfp.ch%2Fkwl&usg=AOvVaw0Kmdp-E80dCeY4R3Ty6MnJ&opi=89978449">Konferenz für Wald, Wildtiere und Landschaft)</a> haben die Bereitschaft zu einem 50-prozentigen Finanzierungsanteil der Kantone bestätigt. Über den Projektstand wird informiert, sobald das Vorgehen und die Lösungsansätze zu den gesetzlichen Grundlagen und zur Finanzierung abschliessend geklärt sind.</p></span>
- <p>Der Bundesrat wird eingeladen, folgende Fragen zu beantworten: </p><ul style="list-style-type:disc;"><li>Ist der Bundesrat auch der Ansicht, dass Bodendatengrundlagen für die Landwirtschaft und zur Sicherstellung der Nahrungsmittelproduktion wichtig sind?</li><li>In der Antwort auf die Interpellation 24.4691 stand: «Der Bundesrat hat das Konzept Schweizweite Bodenkartierung am 29. März 2023 gutgeheissen und das UVEK (BAFU, ARE) beauftragt, in Zusammenarbeit mit dem WBF (BLW), eine Vernehmlassungsvorlage für die notwendigen Gesetzesrevisionen sowie die Finanzierungsbeschlüsse zu den Gesamtkosten der schweizweiten Bodenkartierung zu erarbeiten.» Wann und wie informiert der Bundesrat über die Ergebnisse dieses Projekts? </li><li>Wie werden die Kosten der nationalen Bodenkartierung Schweiz konkret innerhalb des Bundes, zum Beispiel zwischen dem BLW und dem UVEK, aufgeteilt?</li></ul>
- Schweizweite Bodenkartierung. Wann geht es endlich vorwärts?
- State
-
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Die schweizweite Bodenkartierung ist ein langfristiges Projekt, das zwischen 2029 und 2050 vorgesehen ist. Sie ist ein zentrales Element der nationalen Bodenstrategie und damit von grosser Bedeutung für eine nachhaltige Nutzung und den Schutz der Böden in der Schweiz. In seiner Antwort auf die Interpellation 24.4691 «Bodenqualität und Bodenfunktionen in der Raumplanung berücksichtigen» hat der Bundesrat betont, dass der Schutz des Kulturlandes wichtig ist, auch im Hinblick auf die Bodenqualität und nicht nur auf die Quantität.<strong> </strong>In seiner Antwort hat der Bundesrat ebenfalls erklärt, dass das UVEK in Zusammenarbeit mit dem WBF die Finanzierungsbeschlüsse zu den Gesamtkosten der Bodenkartierung erarbeitet.</p><p>Die Ergebnisse des Nationalforschungsprogramms (NFP) 68 sowie die Bodenstrategie Schweiz des Bundes verdeutlichen die zentrale Bedeutung von Bodendaten. Sie sind essenziell für die Landwirtschaft, die Raumplanung, den Klimaschutz und ein nachhaltiges Ressourcenmanagement. Verlässliche Informationen über Bodenart, -qualität und -funktionen bilden die Grundlage für politische Entscheidungen für einen schonenden Umgang mit Böden.</p><p>Gleichzeitig zeigt sich, dass der aktuelle Datenbestand unzureichend ist: Gemäss Angaben des BAFU sind derzeit nur etwa 13 % der landwirtschaftlich genutzten Böden detailliert kartiert. Dieses Defizit erschwert eine angemessene Berücksichtigung der Bodenfunktionen in der Interessenabwägung der Raumplanung, wie auch der Bundesrat in seiner Antwort auf die Interpellation 24.4691 betont hat.</p>
- <span><p>1) Der Bundesrat hat im Konzept «Schweizweite Bodenkartierung» vom 29. März 2023 festgehalten, dass die Versorgung der Schweizer Bevölkerung mit gesunden Nahrungsmitteln ohne intakte, leistungsfähige Böden nicht möglich ist. Dies ist insbesondere in Zeiten gestörter Versorgung wie auch in schweren Mangellagen von grosser Bedeutung. Um diese Böden wirkungsvoll zu schützen und standortgerecht und schonend zu bewirtschaften, muss bekannt sein, wo die geeignetsten Böden liegen und auf welche Einwirkungen sie empfindlich reagieren.</p><p> </p><p>2 und 3) Die methodischen Vorarbeiten für die schweizweite Bodenkartierung laufen plangemäss, unter anderem mittels Pilotkartierungen in zahlreichen Kantonen. Die bundesseitige Finanzierung für die schweizweite Kartierung ab 2029 ist zurzeit in Abklärung. Die kantonalen Direktorenkonferenzen BPUK (Bau-, Planungs- und Umweltdirektorenkonferenz), LDK (Konferenz der kantonalen Landwirtschaftsdirektoren) und KWL (<a href="https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwi4zKvW1_SRAxVTzgIHHWmEAbIQFnoECBIQAQ&url=https%3A%2F%2Fwww.kwl-cfp.ch%2Fkwl&usg=AOvVaw0Kmdp-E80dCeY4R3Ty6MnJ&opi=89978449">Konferenz für Wald, Wildtiere und Landschaft)</a> haben die Bereitschaft zu einem 50-prozentigen Finanzierungsanteil der Kantone bestätigt. Über den Projektstand wird informiert, sobald das Vorgehen und die Lösungsansätze zu den gesetzlichen Grundlagen und zur Finanzierung abschliessend geklärt sind.</p></span>
- <p>Der Bundesrat wird eingeladen, folgende Fragen zu beantworten: </p><ul style="list-style-type:disc;"><li>Ist der Bundesrat auch der Ansicht, dass Bodendatengrundlagen für die Landwirtschaft und zur Sicherstellung der Nahrungsmittelproduktion wichtig sind?</li><li>In der Antwort auf die Interpellation 24.4691 stand: «Der Bundesrat hat das Konzept Schweizweite Bodenkartierung am 29. März 2023 gutgeheissen und das UVEK (BAFU, ARE) beauftragt, in Zusammenarbeit mit dem WBF (BLW), eine Vernehmlassungsvorlage für die notwendigen Gesetzesrevisionen sowie die Finanzierungsbeschlüsse zu den Gesamtkosten der schweizweiten Bodenkartierung zu erarbeiten.» Wann und wie informiert der Bundesrat über die Ergebnisse dieses Projekts? </li><li>Wie werden die Kosten der nationalen Bodenkartierung Schweiz konkret innerhalb des Bundes, zum Beispiel zwischen dem BLW und dem UVEK, aufgeteilt?</li></ul>
- Schweizweite Bodenkartierung. Wann geht es endlich vorwärts?
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