Verminderung von Gewalt an Frauen durch ganzheitliche Lösungsansätze
- ShortId
-
25.4842
- Id
-
20254842
- Updated
-
18.02.2026 17:12
- Language
-
de
- Title
-
Verminderung von Gewalt an Frauen durch ganzheitliche Lösungsansätze
- AdditionalIndexing
-
28
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <span><p>Der Bundesrat ist besorgt über die Verbreitung von gewaltbegünstigenden Männlichkeitsnormen, insbesondere bei männlichen Jugendlichen. Diese Normen gehen mit Macht- und Dominanzansprüchen einher und begünstigen damit geschlechtsbezogene Gewalt. Er beantragt daher die Annahme des vorliegenden Postulates.</p><p>Dessen Erfüllung soll im Rahmen der Gleichstellungsstrategie 2030 und der zukünftigen nationalen Strategie gegen häusliche, sexualisierte und geschlechtsbezogene Gewalt und unter Einbezug der relevanten Akteure erfolgen.</p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht darzulegen, wie die Schweiz wirksam auf zunehmende männlichkeitsideologische Gewalt- und Radikalisierungsdynamiken unter jungen Männern reagieren kann. Studien zeigen, dass Jugendliche in sozialen Medien rasch in toxische Online-Milieus geraten, in denen Frauenfeindlichkeit, Gewaltverherrlichung und extremistische Inhalte verbreitet werden. Diese Entwicklungen stehen im Zusammenhang mit der Zunahme von Femiziden in der Schweiz und stellen Kantone, Gemeinden, Bildungsinstitutionen und Eltern vor grosse Herausforderungen.</p><p> </p><p>Der Bericht soll insbesondere prüfen:</p><p> </p><p>Ob und wie ein nationales Rahmenkonzept geschaffen werden kann, das Bund und Kantone bei der Früherkennung und Prävention männlichkeitsideologischer Gewalt und Radikalisierung unterstützt und Standards für geschlechterreflektierte, gewaltpräventive Arbeit mit Jungen und männlichen Jugendlichen definiert.</p><p> </p><p>Inwiefern kulturell oder familiär geprägte Männlichkeitsvorstellungen zur Radikalisierung beitragen und wie bestehende Angebote der Volksschule sowie der Familien-, Jugend- und Integrationsarbeit besser genutzt und zielgruppenspezifischer ausgerichtet werden können.</p><p> </p><p>Welche Formen männlichkeitsideologischer Online-Radikalisierung in der Schweiz bestehen (Manosphere) und welche präventiven oder regulatorischen Massnahmen wirksam sind.</p><p> </p><p>Wie Pilotprojekte gefördert werden können, die männliche Jugendliche direkt in der Manosphere erreichen, und welche international bewährten Ansätze auf die Schweiz übertragbar sind.</p><p> </p><p>Wie auf Bundesebene die Zuständigkeiten für gewaltbegünstigende Männlichkeitsnormen geklärt werden können, etwa im Rahmen der Gleichstellungsstrategie 2030, welche Rolle fedpol und der Sicherheitsverbund Schweiz spielen und wie Bund, Kantone und Gemeinden ihre Aufgaben koordinieren.</p><p> </p><p>Wie der Bundesrat die Datenlage zu Täterprofilen beurteilt und ob Massnahmen zur besseren Erfassung sozioökonomischer Daten von Opfern und Tätern notwendig sind.</p><p> </p><p>Welche Bedeutung dem Strafrecht in diesem Bereich zukommt, ob Verschärfungen geprüft werden sollen und wie deren generalpräventive Wirkung eingeschätzt wird.</p><p> </p><p>Ob verstärkte Bemühungen um tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter und die Bearbeitung gewaltbegünstigender Männlichkeitsnormen integraler Bestandteil der Femizid-Prävention sein müssen und wie ein solcher Ansatz der Primärprävention ausgestaltet werden kann.</p>
- Verminderung von Gewalt an Frauen durch ganzheitliche Lösungsansätze
- State
-
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <span><p>Der Bundesrat ist besorgt über die Verbreitung von gewaltbegünstigenden Männlichkeitsnormen, insbesondere bei männlichen Jugendlichen. Diese Normen gehen mit Macht- und Dominanzansprüchen einher und begünstigen damit geschlechtsbezogene Gewalt. Er beantragt daher die Annahme des vorliegenden Postulates.</p><p>Dessen Erfüllung soll im Rahmen der Gleichstellungsstrategie 2030 und der zukünftigen nationalen Strategie gegen häusliche, sexualisierte und geschlechtsbezogene Gewalt und unter Einbezug der relevanten Akteure erfolgen.</p></span><br><br>Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht darzulegen, wie die Schweiz wirksam auf zunehmende männlichkeitsideologische Gewalt- und Radikalisierungsdynamiken unter jungen Männern reagieren kann. Studien zeigen, dass Jugendliche in sozialen Medien rasch in toxische Online-Milieus geraten, in denen Frauenfeindlichkeit, Gewaltverherrlichung und extremistische Inhalte verbreitet werden. Diese Entwicklungen stehen im Zusammenhang mit der Zunahme von Femiziden in der Schweiz und stellen Kantone, Gemeinden, Bildungsinstitutionen und Eltern vor grosse Herausforderungen.</p><p> </p><p>Der Bericht soll insbesondere prüfen:</p><p> </p><p>Ob und wie ein nationales Rahmenkonzept geschaffen werden kann, das Bund und Kantone bei der Früherkennung und Prävention männlichkeitsideologischer Gewalt und Radikalisierung unterstützt und Standards für geschlechterreflektierte, gewaltpräventive Arbeit mit Jungen und männlichen Jugendlichen definiert.</p><p> </p><p>Inwiefern kulturell oder familiär geprägte Männlichkeitsvorstellungen zur Radikalisierung beitragen und wie bestehende Angebote der Volksschule sowie der Familien-, Jugend- und Integrationsarbeit besser genutzt und zielgruppenspezifischer ausgerichtet werden können.</p><p> </p><p>Welche Formen männlichkeitsideologischer Online-Radikalisierung in der Schweiz bestehen (Manosphere) und welche präventiven oder regulatorischen Massnahmen wirksam sind.</p><p> </p><p>Wie Pilotprojekte gefördert werden können, die männliche Jugendliche direkt in der Manosphere erreichen, und welche international bewährten Ansätze auf die Schweiz übertragbar sind.</p><p> </p><p>Wie auf Bundesebene die Zuständigkeiten für gewaltbegünstigende Männlichkeitsnormen geklärt werden können, etwa im Rahmen der Gleichstellungsstrategie 2030, welche Rolle fedpol und der Sicherheitsverbund Schweiz spielen und wie Bund, Kantone und Gemeinden ihre Aufgaben koordinieren.</p><p> </p><p>Wie der Bundesrat die Datenlage zu Täterprofilen beurteilt und ob Massnahmen zur besseren Erfassung sozioökonomischer Daten von Opfern und Tätern notwendig sind.</p><p> </p><p>Welche Bedeutung dem Strafrecht in diesem Bereich zukommt, ob Verschärfungen geprüft werden sollen und wie deren generalpräventive Wirkung eingeschätzt wird.</p><p> </p><p>Ob verstärkte Bemühungen um tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter und die Bearbeitung gewaltbegünstigender Männlichkeitsnormen integraler Bestandteil der Femizid-Prävention sein müssen und wie ein solcher Ansatz der Primärprävention ausgestaltet werden kann.</p>
- Verminderung von Gewalt an Frauen durch ganzheitliche Lösungsansätze
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