Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe. Die Milchkuh des Bundes

ShortId
25.4864
Id
20254864
Updated
11.02.2026 14:11
Language
de
Title
Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe. Die Milchkuh des Bundes
AdditionalIndexing
2446;52;48
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die auf dem Verursacherprinzip basierende LSVA ist seit 2001 in Kraft. Sie wurde mit dem Ziel eingeführt, den Fahrzeughalterinnen und -haltern eine Abgabe aufzuerlegen, deren Höhe sich nach der Anzahl gefahrener Kilometer und der Abgasnorm, der das Fahrzeug entspricht, bestimmt. Ein weiteres Ziel war die Förderung der Verlagerung des Transports von der Strasse auf die Schiene, was die Schweizer Bevölkerung begeisterte. Das bedeutete, dass ein Halter oder eine Halterin eines alten Lastwagens mehr bezahlte als jemand mit neuem Lastwagen. Es wurden die Euro-Grenzwerte (Euro 1, 2, 3, 4, 5, und 6) eingeführt. Sehr rasch mussten die Hersteller die Motoren anpassen; dies hatte einen nicht zu vernachlässigenden Effekt, nämlich eine deutliche Verbesserung des Bestands an schweren Motorfahrzeugen. Die Transportunternehmen nahmen enorme Geldsummen in die Hand, um den Fahrzeugbestand zu erhalten und mit neuen Fahrzeugen zu bestücken. Heute ist die Ausgangslage eine andere. Seit mehreren Jahren wird die Euro-6-Norm erfüllt und für die Hersteller besteht kein Anreiz, auf die Euro-7-Norm umzusteigen. Das hat einerseits technische Gründe und liegt andererseits daran, dass die Hersteller zunehmend auf elektrische Lastwagen setzen. Das Ziel, in 15 bis 20 Jahren in der Schweiz nur noch elektrische Lastwagen zu haben, ist, wie wir wissen, unmöglich zu erreichen. Noch bedauerlicher ist aber die Tatsache, dass die Verlagerung von der Strasse auf die Schiene ein Misserfolg auf der ganzen Linie ist. Dieses Jahr wurde bekannt, dass der Transport von Lastwagen per Bahn in bestimmten Alpentunnels eingestellt wird. Der Gütertransport auf der Strasse dient heute in erster Linie dazu, die Schweizer Wirtschaft am Laufen zu halten: Transport von Lebensmitteln, für Baustellen, von Erdöl usw. usw. Jedes Mal, wenn die Abgabe pro Kilometer erhöht wird, steigen auch die Transportkosten und damit die Preise für Waren. Die Schweizer Transportunternehmen sind angesichts der ausländischen Konkurrenz unter Druck, und dies führt zu einem Druck auf die Preise und auf die gesamte Branche.</p>
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht über die Einführung eines zehnjährigen Moratoriums zu erstellen, mit dem die Erhöhung der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) und aller anderen Abgaben für den Strassentransport mit fossil angetriebenen Fahrzeugen von über 3,5 Tonnen gestoppt wird. Er wird überdies beauftragt, die Nichteinführung einer Abgabe im Stil der LSVA für elektrisch angetriebene Lastwagen während der nächsten 30 Jahre zu prüfen.</p>
  • Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe. Die Milchkuh des Bundes
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die auf dem Verursacherprinzip basierende LSVA ist seit 2001 in Kraft. Sie wurde mit dem Ziel eingeführt, den Fahrzeughalterinnen und -haltern eine Abgabe aufzuerlegen, deren Höhe sich nach der Anzahl gefahrener Kilometer und der Abgasnorm, der das Fahrzeug entspricht, bestimmt. Ein weiteres Ziel war die Förderung der Verlagerung des Transports von der Strasse auf die Schiene, was die Schweizer Bevölkerung begeisterte. Das bedeutete, dass ein Halter oder eine Halterin eines alten Lastwagens mehr bezahlte als jemand mit neuem Lastwagen. Es wurden die Euro-Grenzwerte (Euro 1, 2, 3, 4, 5, und 6) eingeführt. Sehr rasch mussten die Hersteller die Motoren anpassen; dies hatte einen nicht zu vernachlässigenden Effekt, nämlich eine deutliche Verbesserung des Bestands an schweren Motorfahrzeugen. Die Transportunternehmen nahmen enorme Geldsummen in die Hand, um den Fahrzeugbestand zu erhalten und mit neuen Fahrzeugen zu bestücken. Heute ist die Ausgangslage eine andere. Seit mehreren Jahren wird die Euro-6-Norm erfüllt und für die Hersteller besteht kein Anreiz, auf die Euro-7-Norm umzusteigen. Das hat einerseits technische Gründe und liegt andererseits daran, dass die Hersteller zunehmend auf elektrische Lastwagen setzen. Das Ziel, in 15 bis 20 Jahren in der Schweiz nur noch elektrische Lastwagen zu haben, ist, wie wir wissen, unmöglich zu erreichen. Noch bedauerlicher ist aber die Tatsache, dass die Verlagerung von der Strasse auf die Schiene ein Misserfolg auf der ganzen Linie ist. Dieses Jahr wurde bekannt, dass der Transport von Lastwagen per Bahn in bestimmten Alpentunnels eingestellt wird. Der Gütertransport auf der Strasse dient heute in erster Linie dazu, die Schweizer Wirtschaft am Laufen zu halten: Transport von Lebensmitteln, für Baustellen, von Erdöl usw. usw. Jedes Mal, wenn die Abgabe pro Kilometer erhöht wird, steigen auch die Transportkosten und damit die Preise für Waren. Die Schweizer Transportunternehmen sind angesichts der ausländischen Konkurrenz unter Druck, und dies führt zu einem Druck auf die Preise und auf die gesamte Branche.</p>
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht über die Einführung eines zehnjährigen Moratoriums zu erstellen, mit dem die Erhöhung der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) und aller anderen Abgaben für den Strassentransport mit fossil angetriebenen Fahrzeugen von über 3,5 Tonnen gestoppt wird. Er wird überdies beauftragt, die Nichteinführung einer Abgabe im Stil der LSVA für elektrisch angetriebene Lastwagen während der nächsten 30 Jahre zu prüfen.</p>
    • Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe. Die Milchkuh des Bundes

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