Long Covid. Wie steht es angesichts der Dringlichkeit um die nationale Strategie?
- ShortId
-
25.4887
- Id
-
20254887
- Updated
-
23.01.2026 09:59
- Language
-
de
- Title
-
Long Covid. Wie steht es angesichts der Dringlichkeit um die nationale Strategie?
- AdditionalIndexing
-
2841
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>-</p>
- <p>Im September 2025 nahm der Ständerat dem Nationalrat folgend eine Motion an, welche die Ausarbeitung einer nationalen Strategie zur Verbesserung der Situation von Menschen mit Long Covid verlangte. Da dieser Entscheid mehr als fünf Jahre nach dem Auftreten von Covid erfolgte, muss er rasch umgesetzt werden, damit er sich so schnell wie möglich auf die Organisation und die Versorgung in den Kantonen, in der obligatorischen Krankenversicherung und im gesamten Gesundheitssystem auswirkt. </p><p>Der aktuelle Fall, in dem eine Krankenkasse die Vergütung einer Behandlung verweigerte, dank der ein Patient wieder arbeitsfähig wurde, zeigt die Willkür, der Personen mit Long Covid ausgesetzt sein können. Der Patient hat vor Bundesgericht Recht bekommen: Die Versicherung hatte die angebliche Unzweckmässigkeit der Behandlung nicht ausreichend bewiesen. Die gleiche Versicherung fällte auf der Grundlage eines einzigen Gutachtens und trotz der Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit einer betroffenen Person erneut einen negativen Entscheid, der für eine Vergütung wiederum angefochten werden muss.</p><p> </p><p>Daher stelle ich dem Bundesrat folgende Fragen:</p><ol><li>Wie sieht es mit der Umsetzung der Motion 24.4452 aus und welche Etappen sind im Prozess vorgesehen?</li><li>In seiner Stellungnahme wies der Bundesrat darauf hin, dass die wesentlichen Kompetenzen bei Akteuren ausserhalb des Bundes liegen. Welche Akteure werden einbezogen? </li><li>Ist vorgesehen, die Patientenorganisationen und -kollektive an der Erarbeitung der Strategie zu beteiligen?</li><li>Zeigen die Fälle verweigerter Kostenübernahme durch Krankenkassen nicht, dass der Bund angesichts seiner Zuständigkeit für die obligatorische Krankenpflegeversicherung mehr tun kann und muss, als nur die Akteure zu koordinieren?</li><li>Wie beurteilt der Bundesrat den kürzlich in den Medien bekannt gewordenen Entscheid einer Krankenkasse, eine Therapie nicht zu bezahlen, dank der ein Patient mit Long Covid wieder voll arbeitsfähig wurde? </li><li>Hält der Bundesrat das Verhältnis von Behandlungserfolg zu Kosten und Dauer für angemessen?</li></ol>
- Long Covid. Wie steht es angesichts der Dringlichkeit um die nationale Strategie?
- State
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Eingereicht
- Related Affairs
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- Drafts
-
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- Index
- 0
- Texts
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- <p>-</p>
- <p>Im September 2025 nahm der Ständerat dem Nationalrat folgend eine Motion an, welche die Ausarbeitung einer nationalen Strategie zur Verbesserung der Situation von Menschen mit Long Covid verlangte. Da dieser Entscheid mehr als fünf Jahre nach dem Auftreten von Covid erfolgte, muss er rasch umgesetzt werden, damit er sich so schnell wie möglich auf die Organisation und die Versorgung in den Kantonen, in der obligatorischen Krankenversicherung und im gesamten Gesundheitssystem auswirkt. </p><p>Der aktuelle Fall, in dem eine Krankenkasse die Vergütung einer Behandlung verweigerte, dank der ein Patient wieder arbeitsfähig wurde, zeigt die Willkür, der Personen mit Long Covid ausgesetzt sein können. Der Patient hat vor Bundesgericht Recht bekommen: Die Versicherung hatte die angebliche Unzweckmässigkeit der Behandlung nicht ausreichend bewiesen. Die gleiche Versicherung fällte auf der Grundlage eines einzigen Gutachtens und trotz der Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit einer betroffenen Person erneut einen negativen Entscheid, der für eine Vergütung wiederum angefochten werden muss.</p><p> </p><p>Daher stelle ich dem Bundesrat folgende Fragen:</p><ol><li>Wie sieht es mit der Umsetzung der Motion 24.4452 aus und welche Etappen sind im Prozess vorgesehen?</li><li>In seiner Stellungnahme wies der Bundesrat darauf hin, dass die wesentlichen Kompetenzen bei Akteuren ausserhalb des Bundes liegen. Welche Akteure werden einbezogen? </li><li>Ist vorgesehen, die Patientenorganisationen und -kollektive an der Erarbeitung der Strategie zu beteiligen?</li><li>Zeigen die Fälle verweigerter Kostenübernahme durch Krankenkassen nicht, dass der Bund angesichts seiner Zuständigkeit für die obligatorische Krankenpflegeversicherung mehr tun kann und muss, als nur die Akteure zu koordinieren?</li><li>Wie beurteilt der Bundesrat den kürzlich in den Medien bekannt gewordenen Entscheid einer Krankenkasse, eine Therapie nicht zu bezahlen, dank der ein Patient mit Long Covid wieder voll arbeitsfähig wurde? </li><li>Hält der Bundesrat das Verhältnis von Behandlungserfolg zu Kosten und Dauer für angemessen?</li></ol>
- Long Covid. Wie steht es angesichts der Dringlichkeit um die nationale Strategie?
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