Das Massensterben der Schafe
- ShortId
-
25.7225
- Id
-
20257225
- Updated
-
14.11.2025 03:16
- Language
-
de
- Title
-
Das Massensterben der Schafe
- AdditionalIndexing
-
55;52
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <span><p><span>Gemäss Tierstatistik der Identitas AG hat die Anzahl verendeter Schafe über die letzten fünf Jahre kontinuierlich zugenommen von knapp 30'000 Tieren im Jahr 2020 auf ca. 58'000 im Jahr 2024, bzw. von 7% auf knapp 13% der Population. </span></p><p><span>Die Todesfälle von Schafen haben verschiedene Ursachen, zum Beispiel Krankheiten, Tierseuchen, Haltungs- oder extreme Witterungsbedingungen. </span></p><p><span> </span></p><p><span>Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat im Jahr 2023 für ca. 1'100 vom Wolf gerissene Schafe eine Entschädigung geleistet. Die Wolfsrisse erklären also nur einen kleinen Teil der verendeten Schafe. Gleiches gilt für die seit Spätsommer 2024 festgestellte Blauzungenkrankheit. Um Schäden durch die Blauzungenkrankheit zu minimieren, hat der Bund die Beschaffung des Impfstoffs unterstützt und die Impfung in Zusammenarbeit mit den Tierhalterorganisationen, dem Bauernverband und der Tierärzteschaft empfohlen. </span></p><p><span> </span></p><p><span>Nicht nur bei den Impfungen, auch bei den Haltungsbedingungen kommt den Tierhaltenden eine grosse Verantwortung zu: Wer Tiere hält oder betreut, ist nach Tierschutzrecht für deren Wohlergehen zuständig. Zur Unterstützung der Tierhaltenden subventionieren der Bund und die Kantone seit vielen Jahren den Beratungs- und Gesundheitsdienst für Kleinwiederkäuer, welchen die Schafhalter und -halterinnen bei Fragen zu Gesundheit und Haltung beiziehen können.</span></p><p><span> </span></p><p><span>Zudem hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) in Zusammenarbeit mit den kantonalen Veterinärdiensten und den wichtigsten Akteuren der Branche die Strategie des Bekämpfungsprogramms der Klauenkrankheit Moderhinke erarbeitet, das am 1. Oktober 2024 begonnen hat. Mit dieser Initiative soll die Zahl der von Moderhinke betroffenen Betriebe in maximal fünf Jahren auf unter ein Prozent gesenkt werden. Dies ermöglicht, das Wohlbefinden der Schafe zu verbessern und die Schafhalterinnen und -halter zu unterstützen und beraten. Während fünf Jahren werden daher zwischen dem 1. Oktober und dem 31. März jeden Jahres alle Schafhaltungen untersucht.</span></p></span>
- <p>Am 10.3.25 wurde publik, dass insgesamt 92 Wölfe zur präventiven Regulierung zwischen September 2024 und Januar 2025 abgeschossen wurden. Bei den gerissenen Schafen wurde ein sinkender Trend bestätigt. Das effektive Drama ist jedoch das qualvolle Verenden der Schafe unabhängig vom Wolf, 56'838 Tiere im Jahr 2024, das sind 13% des Bestandes, Trend zunehmend!<br>Was wird der Bundesrat unternehmen, um das Massensterben von Schafen, eine unhaltbare Situation in der Nutztierhaltung, zu stoppen?</p>
- Das Massensterben der Schafe
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <span><p><span>Gemäss Tierstatistik der Identitas AG hat die Anzahl verendeter Schafe über die letzten fünf Jahre kontinuierlich zugenommen von knapp 30'000 Tieren im Jahr 2020 auf ca. 58'000 im Jahr 2024, bzw. von 7% auf knapp 13% der Population. </span></p><p><span>Die Todesfälle von Schafen haben verschiedene Ursachen, zum Beispiel Krankheiten, Tierseuchen, Haltungs- oder extreme Witterungsbedingungen. </span></p><p><span> </span></p><p><span>Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat im Jahr 2023 für ca. 1'100 vom Wolf gerissene Schafe eine Entschädigung geleistet. Die Wolfsrisse erklären also nur einen kleinen Teil der verendeten Schafe. Gleiches gilt für die seit Spätsommer 2024 festgestellte Blauzungenkrankheit. Um Schäden durch die Blauzungenkrankheit zu minimieren, hat der Bund die Beschaffung des Impfstoffs unterstützt und die Impfung in Zusammenarbeit mit den Tierhalterorganisationen, dem Bauernverband und der Tierärzteschaft empfohlen. </span></p><p><span> </span></p><p><span>Nicht nur bei den Impfungen, auch bei den Haltungsbedingungen kommt den Tierhaltenden eine grosse Verantwortung zu: Wer Tiere hält oder betreut, ist nach Tierschutzrecht für deren Wohlergehen zuständig. Zur Unterstützung der Tierhaltenden subventionieren der Bund und die Kantone seit vielen Jahren den Beratungs- und Gesundheitsdienst für Kleinwiederkäuer, welchen die Schafhalter und -halterinnen bei Fragen zu Gesundheit und Haltung beiziehen können.</span></p><p><span> </span></p><p><span>Zudem hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) in Zusammenarbeit mit den kantonalen Veterinärdiensten und den wichtigsten Akteuren der Branche die Strategie des Bekämpfungsprogramms der Klauenkrankheit Moderhinke erarbeitet, das am 1. Oktober 2024 begonnen hat. Mit dieser Initiative soll die Zahl der von Moderhinke betroffenen Betriebe in maximal fünf Jahren auf unter ein Prozent gesenkt werden. Dies ermöglicht, das Wohlbefinden der Schafe zu verbessern und die Schafhalterinnen und -halter zu unterstützen und beraten. Während fünf Jahren werden daher zwischen dem 1. Oktober und dem 31. März jeden Jahres alle Schafhaltungen untersucht.</span></p></span>
- <p>Am 10.3.25 wurde publik, dass insgesamt 92 Wölfe zur präventiven Regulierung zwischen September 2024 und Januar 2025 abgeschossen wurden. Bei den gerissenen Schafen wurde ein sinkender Trend bestätigt. Das effektive Drama ist jedoch das qualvolle Verenden der Schafe unabhängig vom Wolf, 56'838 Tiere im Jahr 2024, das sind 13% des Bestandes, Trend zunehmend!<br>Was wird der Bundesrat unternehmen, um das Massensterben von Schafen, eine unhaltbare Situation in der Nutztierhaltung, zu stoppen?</p>
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