Anlagestrategie für Kleinanleger, Spar- und Investitionsunion und Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes Schweiz

ShortId
26.1024
Id
20261024
Updated
13.07.2026 15:22
Language
de
Title
Anlagestrategie für Kleinanleger, Spar- und Investitionsunion und Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes Schweiz
AdditionalIndexing
10;24;15
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die Anlagestrategie für Kleinanleger der Europäischen Union, die Teil des umfassenderen Projekts der Spar- und Investitionsunion ist, zielt darauf ab, das Vertrauen der Kleinanlegerinnen und Kleinanleger in die Kapitalmärkte zu stärken und einen grösseren Teil der privaten Ersparnisse in die Realwirtschaft zu lenken, auch zur Unterstützung des ökologischen Wandels, der Digitalisierung und der europäischen Wettbewerbsfähigkeit.</p><p>Das Paket sieht insbesondere Folgendes vor: einen strengeren Umgang mit Anreizen, Retrozessionen und Interessenkonflikten, neue Formen der vereinfachten Beratung, eine Überarbeitung der Schwellenwerte für den Zugang zur Kategorie der professionellen Kunden sowie eine stärkere Digitalisierung und Vergleichbarkeit der für die Anlegerinnen und Anleger bestimmten Informationen.</p><p>Angesichts der engen Verflechtung des Schweizer Finanzplatzes mit dem europäischen Markt sowie der zentralen Rolle der Schweiz im Vermögensverwaltungsgeschäft könnten sich diese Entwicklungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Akteure auswirken, die mit europäischer oder internationaler Kundschaft zusammenarbeiten. Der Ausgangstext geht bereits auf diese Aspekte ein, insbesondere auf den Zusammenhang zwischen der Anlagestrategie für Kleinanleger, der Spar- und Investitionsunion und der Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Finanzplatzes.</p><p>Daher frage ich den Bundesrat:</p><ol><li>Wie beurteilt der Bundesrat die Anlagestrategie für Kleinanleger und die Spar- und Investitionsunion der Europäischen Union im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Finanzplatzes?</li><li>Ist der Bundesrat der Ansicht, dass der restriktivere europäische Ansatz in Bezug auf Anreize, Retrozessionen und Interessenkonflikte für Schweizer Banken, Vermögensverwalter, Finanzberater und Anbieter von Finanzinstrumenten erhebliche&nbsp;Auswirkungen&nbsp;auf&nbsp;den&nbsp;Wettbewerb&nbsp;haben könnte?</li><li>Wie könnten sich diese Entwicklungen grenzüberschreitend auf Schweizer Akteure. die mit europäischer oder internationaler Kundschaft zusammenarbeiten, auswirken?</li><li>Ist der Bundesrat der Ansicht, dass die Basisinformationen zu Finanzprodukten für Kleinanlegerinnen und -anleger in der Schweiz heute in digitaler Form ausreichend vergleichbar, verständlich und zugänglich sind?</li><li>Hält es der Bundesrat für angebracht, allfällige Anpassungen des schweizerischen Rechtsrahmens zu prüfen, insbesondere um Wettbewerbsnachteile wegen der regulatorischen Entwicklungen in Europa zu vermeiden und gleichzeitig einen verhältnismässigen, liberalen und auf die Eigenverantwortung der Anlegerinnen und Anleger ausgerichteten Ansatz beizubehalten?</li></ol>
  • Anlagestrategie für Kleinanleger, Spar- und Investitionsunion und Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes Schweiz
State
Eingereicht
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Anlagestrategie für Kleinanleger der Europäischen Union, die Teil des umfassenderen Projekts der Spar- und Investitionsunion ist, zielt darauf ab, das Vertrauen der Kleinanlegerinnen und Kleinanleger in die Kapitalmärkte zu stärken und einen grösseren Teil der privaten Ersparnisse in die Realwirtschaft zu lenken, auch zur Unterstützung des ökologischen Wandels, der Digitalisierung und der europäischen Wettbewerbsfähigkeit.</p><p>Das Paket sieht insbesondere Folgendes vor: einen strengeren Umgang mit Anreizen, Retrozessionen und Interessenkonflikten, neue Formen der vereinfachten Beratung, eine Überarbeitung der Schwellenwerte für den Zugang zur Kategorie der professionellen Kunden sowie eine stärkere Digitalisierung und Vergleichbarkeit der für die Anlegerinnen und Anleger bestimmten Informationen.</p><p>Angesichts der engen Verflechtung des Schweizer Finanzplatzes mit dem europäischen Markt sowie der zentralen Rolle der Schweiz im Vermögensverwaltungsgeschäft könnten sich diese Entwicklungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Akteure auswirken, die mit europäischer oder internationaler Kundschaft zusammenarbeiten. Der Ausgangstext geht bereits auf diese Aspekte ein, insbesondere auf den Zusammenhang zwischen der Anlagestrategie für Kleinanleger, der Spar- und Investitionsunion und der Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Finanzplatzes.</p><p>Daher frage ich den Bundesrat:</p><ol><li>Wie beurteilt der Bundesrat die Anlagestrategie für Kleinanleger und die Spar- und Investitionsunion der Europäischen Union im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Finanzplatzes?</li><li>Ist der Bundesrat der Ansicht, dass der restriktivere europäische Ansatz in Bezug auf Anreize, Retrozessionen und Interessenkonflikte für Schweizer Banken, Vermögensverwalter, Finanzberater und Anbieter von Finanzinstrumenten erhebliche&nbsp;Auswirkungen&nbsp;auf&nbsp;den&nbsp;Wettbewerb&nbsp;haben könnte?</li><li>Wie könnten sich diese Entwicklungen grenzüberschreitend auf Schweizer Akteure. die mit europäischer oder internationaler Kundschaft zusammenarbeiten, auswirken?</li><li>Ist der Bundesrat der Ansicht, dass die Basisinformationen zu Finanzprodukten für Kleinanlegerinnen und -anleger in der Schweiz heute in digitaler Form ausreichend vergleichbar, verständlich und zugänglich sind?</li><li>Hält es der Bundesrat für angebracht, allfällige Anpassungen des schweizerischen Rechtsrahmens zu prüfen, insbesondere um Wettbewerbsnachteile wegen der regulatorischen Entwicklungen in Europa zu vermeiden und gleichzeitig einen verhältnismässigen, liberalen und auf die Eigenverantwortung der Anlegerinnen und Anleger ausgerichteten Ansatz beizubehalten?</li></ol>
    • Anlagestrategie für Kleinanleger, Spar- und Investitionsunion und Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes Schweiz

Back to List