Schweizer Klimapolitik und Arbeitsmarkt: Folgen und Anforderungen
- ShortId
-
26.3264
- Id
-
20263264
- Updated
-
02.04.2026 11:33
- Language
-
de
- Title
-
Schweizer Klimapolitik und Arbeitsmarkt: Folgen und Anforderungen
- AdditionalIndexing
-
52;44;32
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Der Bundesrat hat im September 2025 die Stossrichtung der nationalen Klimapolitik nach 2030 entschieden. Diese wird auch Auswirkungen auf den Schweizer Arbeitsmarkt haben. In Zukunft braucht es z.B. mehr Fachkräfte, die Wärmepumpen und Photovoltaik-Anlagen installieren können. Der Bericht zum Postulat <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20193562">19.3562</a> aus dem Jahr 2023 zeigt die zu erwartenden Beschäftigungseffekte im Bau- und Energiesektor bis 2050 auf. Die Effekte der Anpassung an den Klimawandel sind dort jedoch nicht enthalten, weder die neu geschaffenen Jobs (z.B. durch Infrastrukturprojekte) noch die verlorenen Arbeitsplätze (z.B. in Wintertourismusregionen). </p><p>In seiner Antwort auf die Interpellation 25.4877 schreibt der Bundesrat, dass die Dekarbonisierung sozialverträglich ausgestaltet werden solle, und der Übergang wirtschaftlich tragbar sein müsse. Der Bundesrat erwähnt jedoch nicht, welche konkreten Folgen der Übergang für den Schweizer Arbeitsmarkt haben wird und wie er diese abzufedern gedenkt. </p><p>Ich bitte den Bundesrat deshalb, mit Bezug auf die nationale Klimapolitik nach 2030, deren Stossrichtung er im September 2025 verabschiedet hat, folgende Fragen zu beantworten: </p><p>1. In welchen Branchen (über Bau- und Energiesektor hinaus) gehen Arbeitsplätze verloren bzw. werden neue Arbeitsplätze geschaffen? </p><p>2. Inwiefern sind diese Effekte regional und für verschiedene Bevölkerungsgruppen (z.B. nach Geschlecht, Alter) unterschiedlich?</p><p>3. Welche Möglichkeiten hat der Bund, Arbeitnehmende, deren Arbeitsplätze verloren gehen, in dieser Transition zu unterstützen?</p><p>4. Welche Möglichkeiten hat der Bund, im Rahmen der nationalen Fachkräftepolitik sicherzustellen, dass die für die Transition nötigen Fachkräfte rechtzeitig für die Erreichung der Schweizer Klimaziele bereitstehen? </p><p>5. Welche der bestehenden Instrumente (z.B. Förderung der Grundkompetenzen, Berufsabschluss für Erwachsene, Stipendien und Darlehen, Ausbildungszuschüsse, Bildungsmassnahmen sowie andere Instrumente im Rahmen der Arbeitslosenversicherung) sind für die Unterstützung dieser Transition auf dem Arbeitsmarkt geeignet? </p><p>6. Welche Leistungsansprüche an die Arbeitslosenversicherung könnten potenziell entstehen? </p><p>7. Wo ist die Rolle der Unternehmen und der Sozialpartnerschaft zu verorten? </p><p> </p>
- Schweizer Klimapolitik und Arbeitsmarkt: Folgen und Anforderungen
- State
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Eingereicht
- Related Affairs
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- Drafts
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-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Der Bundesrat hat im September 2025 die Stossrichtung der nationalen Klimapolitik nach 2030 entschieden. Diese wird auch Auswirkungen auf den Schweizer Arbeitsmarkt haben. In Zukunft braucht es z.B. mehr Fachkräfte, die Wärmepumpen und Photovoltaik-Anlagen installieren können. Der Bericht zum Postulat <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20193562">19.3562</a> aus dem Jahr 2023 zeigt die zu erwartenden Beschäftigungseffekte im Bau- und Energiesektor bis 2050 auf. Die Effekte der Anpassung an den Klimawandel sind dort jedoch nicht enthalten, weder die neu geschaffenen Jobs (z.B. durch Infrastrukturprojekte) noch die verlorenen Arbeitsplätze (z.B. in Wintertourismusregionen). </p><p>In seiner Antwort auf die Interpellation 25.4877 schreibt der Bundesrat, dass die Dekarbonisierung sozialverträglich ausgestaltet werden solle, und der Übergang wirtschaftlich tragbar sein müsse. Der Bundesrat erwähnt jedoch nicht, welche konkreten Folgen der Übergang für den Schweizer Arbeitsmarkt haben wird und wie er diese abzufedern gedenkt. </p><p>Ich bitte den Bundesrat deshalb, mit Bezug auf die nationale Klimapolitik nach 2030, deren Stossrichtung er im September 2025 verabschiedet hat, folgende Fragen zu beantworten: </p><p>1. In welchen Branchen (über Bau- und Energiesektor hinaus) gehen Arbeitsplätze verloren bzw. werden neue Arbeitsplätze geschaffen? </p><p>2. Inwiefern sind diese Effekte regional und für verschiedene Bevölkerungsgruppen (z.B. nach Geschlecht, Alter) unterschiedlich?</p><p>3. Welche Möglichkeiten hat der Bund, Arbeitnehmende, deren Arbeitsplätze verloren gehen, in dieser Transition zu unterstützen?</p><p>4. Welche Möglichkeiten hat der Bund, im Rahmen der nationalen Fachkräftepolitik sicherzustellen, dass die für die Transition nötigen Fachkräfte rechtzeitig für die Erreichung der Schweizer Klimaziele bereitstehen? </p><p>5. Welche der bestehenden Instrumente (z.B. Förderung der Grundkompetenzen, Berufsabschluss für Erwachsene, Stipendien und Darlehen, Ausbildungszuschüsse, Bildungsmassnahmen sowie andere Instrumente im Rahmen der Arbeitslosenversicherung) sind für die Unterstützung dieser Transition auf dem Arbeitsmarkt geeignet? </p><p>6. Welche Leistungsansprüche an die Arbeitslosenversicherung könnten potenziell entstehen? </p><p>7. Wo ist die Rolle der Unternehmen und der Sozialpartnerschaft zu verorten? </p><p> </p>
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