Schluss mit der Mehrbelastung für Unternehmen. SRG-Gebühr wie für Privathaushalte
- ShortId
-
26.3265
- Id
-
20263265
- Updated
-
09.04.2026 11:52
- Language
-
de
- Title
-
Schluss mit der Mehrbelastung für Unternehmen. SRG-Gebühr wie für Privathaushalte
- AdditionalIndexing
-
15;2446
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Am 8. März 2026 hat das Schweizer Stimmvolk die Initiative «200 Franken sind genug!» abgelehnt und mit 62 Prozent dem Gegenvorschlag des Bundesrats zugestimmt, die SRG-Gebühr auf 300 Franken zu senken.</p><p>Während der Abstimmungskampagne wurde immer wieder darauf hingewiesen, das derzeitige Gebührenerhebungssystem benachteilige die Unternehmen, da die Gebühr nach dem Umsatz erhoben werde; für gewisse Unternehmen betrage sie somit mehrere Zehntausend Franken pro Jahr.</p><p>Das System ist äusserst ungerecht und wirtschaftlich unsinnig. Umsatzstarke Unternehmen konsumieren nicht mehr SRG-Programme. Verkaufsstarke Industrieunternehmen, handwerkliche KMU oder Detailhandelsbetriebe nutzen nicht häufiger öffentlich-rechtliches Fernsehen.</p><p>De facto macht das System die Radio- und Fernsehgebühr zu einer versteckten Steuer auf die Geschäftstätigkeit, welche die Unternehmen in der Schweiz benachteiligt und ihre Wettbewerbsfähigkeit schwächt. Ein überwiegend privat genutzter Service public wird somit unverhältnismässig stark von den Unternehmen finanziert. </p><p>Die Unternehmen tragen heutzutage bereits eine hohe Verwaltungs- und Steuerlast. Ein derart willkürliches System darf deshalb auf keinen Fall beibehalten werden. Ein Nutzer, eine Gebühr – nach diesem einfachen Prinzip soll der mediale Service public finanziert werden.</p><p>Deshalb muss eine einheitliche Gebühr für Unternehmen und Privathaushalte eingeführt werden. Die Reform hätte folgende Vorteile:</p><ul><li>keine Diskriminierung von Unternehmen;</li><li>vereinfachtes Gebührenerhebungssystem;</li><li>wiederhergestellte Legitimität der Finanzierung des medialen Service public.</li></ul><p>Das Parlament muss ein klares Signal senden: Die Radio- und Fernsehgebühr darf kein zusätzliches Abgabeninstrument für die Wirtschaft werden.</p>
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Rechtsgrundlagen für die Radio- und Fernsehgebühr so anzupassen, dass in der Schweiz ansässige Unternehmen umsatzunabhängig die gleiche Gebühr wie Privathaushalte bezahlen. Unternehmen mit einem Jahresumsatz von weniger als 1,2 Millionen Franken sind von der Gebühr ausgenommen. </p>
- Schluss mit der Mehrbelastung für Unternehmen. SRG-Gebühr wie für Privathaushalte
- State
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Eingereicht
- Related Affairs
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- Drafts
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- Index
- 0
- Texts
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- <p>Am 8. März 2026 hat das Schweizer Stimmvolk die Initiative «200 Franken sind genug!» abgelehnt und mit 62 Prozent dem Gegenvorschlag des Bundesrats zugestimmt, die SRG-Gebühr auf 300 Franken zu senken.</p><p>Während der Abstimmungskampagne wurde immer wieder darauf hingewiesen, das derzeitige Gebührenerhebungssystem benachteilige die Unternehmen, da die Gebühr nach dem Umsatz erhoben werde; für gewisse Unternehmen betrage sie somit mehrere Zehntausend Franken pro Jahr.</p><p>Das System ist äusserst ungerecht und wirtschaftlich unsinnig. Umsatzstarke Unternehmen konsumieren nicht mehr SRG-Programme. Verkaufsstarke Industrieunternehmen, handwerkliche KMU oder Detailhandelsbetriebe nutzen nicht häufiger öffentlich-rechtliches Fernsehen.</p><p>De facto macht das System die Radio- und Fernsehgebühr zu einer versteckten Steuer auf die Geschäftstätigkeit, welche die Unternehmen in der Schweiz benachteiligt und ihre Wettbewerbsfähigkeit schwächt. Ein überwiegend privat genutzter Service public wird somit unverhältnismässig stark von den Unternehmen finanziert. </p><p>Die Unternehmen tragen heutzutage bereits eine hohe Verwaltungs- und Steuerlast. Ein derart willkürliches System darf deshalb auf keinen Fall beibehalten werden. Ein Nutzer, eine Gebühr – nach diesem einfachen Prinzip soll der mediale Service public finanziert werden.</p><p>Deshalb muss eine einheitliche Gebühr für Unternehmen und Privathaushalte eingeführt werden. Die Reform hätte folgende Vorteile:</p><ul><li>keine Diskriminierung von Unternehmen;</li><li>vereinfachtes Gebührenerhebungssystem;</li><li>wiederhergestellte Legitimität der Finanzierung des medialen Service public.</li></ul><p>Das Parlament muss ein klares Signal senden: Die Radio- und Fernsehgebühr darf kein zusätzliches Abgabeninstrument für die Wirtschaft werden.</p>
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Rechtsgrundlagen für die Radio- und Fernsehgebühr so anzupassen, dass in der Schweiz ansässige Unternehmen umsatzunabhängig die gleiche Gebühr wie Privathaushalte bezahlen. Unternehmen mit einem Jahresumsatz von weniger als 1,2 Millionen Franken sind von der Gebühr ausgenommen. </p>
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