Attraktive, allgemeine Sicherheitsdienstpflicht statt Abbau: Kompetenzen nutzen, Kosten senken, Versorgung stärken, Sicherheit erhöhen
- ShortId
-
26.3382
- Id
-
20263382
- Updated
-
02.04.2026 13:10
- Language
-
de
- Title
-
Attraktive, allgemeine Sicherheitsdienstpflicht statt Abbau: Kompetenzen nutzen, Kosten senken, Versorgung stärken, Sicherheit erhöhen
- AdditionalIndexing
-
09
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Das Parlament hat den Bundesrat mit den Motionen 25.3015 und 25.3420 beauftragt, eine Sicherheitsdienstpflicht auszuarbeiten, welche Zivilschutz und Zivildienst in einem neuen Katastrophenschutz fusioniert. Damit würden wichtige Funktionen des Zivildienstes verloren gehen, wie unterstützende Dienste in der Gesundheitsversorgung. Gemäss Evaluation des VBS würde dieses Modell die personelle Alimentierung von Armee</p><p>und Zivilschutz weniger nachhaltig sichern, wäre bei der Gleichstellung von Frauen und Männern weniger überzeugend und würde höhere Kosten verursachen. Statt den Zivildienst zu streichen, soll eine bedarfsorientierte allgemeine Sicherheitsdienstpflicht eingeführt werden, die neben dem Militärdienst auch Dienstformen in Katastrophenhilfe, Gesundheitsversorgung, Logistik und Schutz kritischer Infrastrukturen umfasst. Vorbild kann das norwegische Modell sein: Grundsätzlich sind alle dienstpflichtig, effektiv leisten jedoch nur jene Dienst, die geeignet sind und gebraucht werden, eingeteilt nach Fähigkeiten, Motivation und Bedarf. Bereits vorhandene berufliche Kompetenzen oder freiwilliges Engagement, etwa in</p><p>Feuerwehr oder Gesundheitswesen, müssen konsequent genutzt werden. Gesamtzahl der geleisteten Diensttage gleich hoch wie heute, stünde ein grösserer Rekrutierungspool zur Verfügung. Dies erlaubt eine stärkere Selektion nach im Berufsleben vorhandenen Kompetenzen, womit die Ausbildungsdauer verkürzt werden kann und zugleich der Nutzen für die Dienstleistenden und die Sicherheitsarchitektur der Schweiz erhöht wird. Kürzere Dienstzeiten pro Person steigern die Vereinbarkeit mit Beruf und Familie bei gleichzeitiger Kostenreduktion für Bund und Wirtschaft. Angesichts der Tragweite einer Reform der Dienstpflicht braucht es eine breite Diskussion zu verschiedenen Varianten in der Vernehmlassung.</p>
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in der Vernehmlassung zur Einführung einer Sicherheitsdienstpflicht unter Integration von Militärdienst, Zivilschutz und Zivildienst auch eine Variante zu unterbreiten, welche eine bedarfsorientierte umfassende Sicherheitsdienstpflicht für alle Schweizerinnen und Schweizer vorsieht. Damit soll dem Anspruch einer umfassenden Sicherheit auch im Milizsystem Rechnung getragen werden und zugleich die Attraktivität des Dienstes, dessen Kosten und die Vereinbarkeit mit Beruf und Familie dank eines kürzeren Dienstes erhöht werden. </p>
- Attraktive, allgemeine Sicherheitsdienstpflicht statt Abbau: Kompetenzen nutzen, Kosten senken, Versorgung stärken, Sicherheit erhöhen
- State
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Eingereicht
- Related Affairs
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- Drafts
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- Index
- 0
- Texts
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- <p>Das Parlament hat den Bundesrat mit den Motionen 25.3015 und 25.3420 beauftragt, eine Sicherheitsdienstpflicht auszuarbeiten, welche Zivilschutz und Zivildienst in einem neuen Katastrophenschutz fusioniert. Damit würden wichtige Funktionen des Zivildienstes verloren gehen, wie unterstützende Dienste in der Gesundheitsversorgung. Gemäss Evaluation des VBS würde dieses Modell die personelle Alimentierung von Armee</p><p>und Zivilschutz weniger nachhaltig sichern, wäre bei der Gleichstellung von Frauen und Männern weniger überzeugend und würde höhere Kosten verursachen. Statt den Zivildienst zu streichen, soll eine bedarfsorientierte allgemeine Sicherheitsdienstpflicht eingeführt werden, die neben dem Militärdienst auch Dienstformen in Katastrophenhilfe, Gesundheitsversorgung, Logistik und Schutz kritischer Infrastrukturen umfasst. Vorbild kann das norwegische Modell sein: Grundsätzlich sind alle dienstpflichtig, effektiv leisten jedoch nur jene Dienst, die geeignet sind und gebraucht werden, eingeteilt nach Fähigkeiten, Motivation und Bedarf. Bereits vorhandene berufliche Kompetenzen oder freiwilliges Engagement, etwa in</p><p>Feuerwehr oder Gesundheitswesen, müssen konsequent genutzt werden. Gesamtzahl der geleisteten Diensttage gleich hoch wie heute, stünde ein grösserer Rekrutierungspool zur Verfügung. Dies erlaubt eine stärkere Selektion nach im Berufsleben vorhandenen Kompetenzen, womit die Ausbildungsdauer verkürzt werden kann und zugleich der Nutzen für die Dienstleistenden und die Sicherheitsarchitektur der Schweiz erhöht wird. Kürzere Dienstzeiten pro Person steigern die Vereinbarkeit mit Beruf und Familie bei gleichzeitiger Kostenreduktion für Bund und Wirtschaft. Angesichts der Tragweite einer Reform der Dienstpflicht braucht es eine breite Diskussion zu verschiedenen Varianten in der Vernehmlassung.</p>
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in der Vernehmlassung zur Einführung einer Sicherheitsdienstpflicht unter Integration von Militärdienst, Zivilschutz und Zivildienst auch eine Variante zu unterbreiten, welche eine bedarfsorientierte umfassende Sicherheitsdienstpflicht für alle Schweizerinnen und Schweizer vorsieht. Damit soll dem Anspruch einer umfassenden Sicherheit auch im Milizsystem Rechnung getragen werden und zugleich die Attraktivität des Dienstes, dessen Kosten und die Vereinbarkeit mit Beruf und Familie dank eines kürzeren Dienstes erhöht werden. </p>
- Attraktive, allgemeine Sicherheitsdienstpflicht statt Abbau: Kompetenzen nutzen, Kosten senken, Versorgung stärken, Sicherheit erhöhen
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