Prämien effizient einsetzen: Direktzugang bei ausgewählten Indikationen prüfen

ShortId
26.3400
Id
20263400
Updated
02.04.2026 13:15
Language
de
Title
Prämien effizient einsetzen: Direktzugang bei ausgewählten Indikationen prüfen
AdditionalIndexing
2841
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>In seiner Antwort auf die Interpellation Stöckli «Kosteneinsparungspotenzial bei Direktzugang zur Physiotherapie» (22.4369) von schreibt der Bundesrat, dass das KVG auf einem «Diagnose- und Anordnungsmonopol der Ärztinnen und Ärzte» basiere. Er hält eine Erweiterung des Kreises der Leistungserbringer mit Direktzugang für nicht angebracht, da dies zu erheblichen Mehrkosten ohne gesundheitlichen Mehrwert führen könne.</p><p>In der Zwischenzeit hat der Bundesrat mehrfach betont, dass die interprofessionelle Zusammenarbeit gefördert werden soll, da diese unter anderem einen Beitrag gegen den Ärztemangel leisten kann. Ziel der Agenda Grundversorgung ist es, die Kompetenzen der Fachpersonen zielgerichtet einzusetzen und die interprofessionelle Zusammenarbeit zu verbessern. Die Fragestellung des Direktzugangs bei ausgewählten Leistungen ist im Rahmen des Handlungsfelds A1.3 der Agenda Grundversorgung zu beantworten.</p><p>Bei Rücken- und Kniebeschwerden, wie psychischen Störungen und Essstörungen sowie ausgewählten Pflegeleistungen stellt sich die Frage, ob eine vorgängige Konsultation bei den Grundversorgenden nötig ist oder zu Überversorgung führt. Wenn der Direktzugang effizienter und kostengünstiger ist, verstösst das ärztliche «Diagnose- und Anordnungsmonopol» gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot von Artikel 32 KVG.</p><p>Hinsichtlich eines Direktzugangs zu prüfen sind die Gesundheitsberufe des Gesundheitsberufegesetzes.</p><p>Die eigenständige Leistungserbringung von Bachelor- und Master-Absolventinnen und -absolventen steht im Fokus des Postulats. Nicht ins Postulat zu integrieren sind bereits laufende Arbeiten wie die Umsetzung der Pflegeinitiative.</p>
  • <p>Der Bundesrat erstattet im Rahmen der Umsetzung der Agenda Grundversorgung Bericht darüber, ob es Krankheitsbilder gibt, bei denen ein Direktzugang zu ausgewählten Leistungen von Gesundheitsfachpersonen zu einer Kostenreduktion im KVG bei gleichbleibender Behandlungsqualität führt. Zu diesem Zweck werden wissenschaftliche Studien aus dem In- und Ausland sowie Erfahrungen aus dem Ausland bezüglich Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit des Direktzugang geprüft und bewertet. Für die Ausarbeitung des Berichts werden die Verbände der betroffenen Fachpersonen beigezogen.&nbsp;</p>
  • Prämien effizient einsetzen: Direktzugang bei ausgewählten Indikationen prüfen
State
Eingereicht
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>In seiner Antwort auf die Interpellation Stöckli «Kosteneinsparungspotenzial bei Direktzugang zur Physiotherapie» (22.4369) von schreibt der Bundesrat, dass das KVG auf einem «Diagnose- und Anordnungsmonopol der Ärztinnen und Ärzte» basiere. Er hält eine Erweiterung des Kreises der Leistungserbringer mit Direktzugang für nicht angebracht, da dies zu erheblichen Mehrkosten ohne gesundheitlichen Mehrwert führen könne.</p><p>In der Zwischenzeit hat der Bundesrat mehrfach betont, dass die interprofessionelle Zusammenarbeit gefördert werden soll, da diese unter anderem einen Beitrag gegen den Ärztemangel leisten kann. Ziel der Agenda Grundversorgung ist es, die Kompetenzen der Fachpersonen zielgerichtet einzusetzen und die interprofessionelle Zusammenarbeit zu verbessern. Die Fragestellung des Direktzugangs bei ausgewählten Leistungen ist im Rahmen des Handlungsfelds A1.3 der Agenda Grundversorgung zu beantworten.</p><p>Bei Rücken- und Kniebeschwerden, wie psychischen Störungen und Essstörungen sowie ausgewählten Pflegeleistungen stellt sich die Frage, ob eine vorgängige Konsultation bei den Grundversorgenden nötig ist oder zu Überversorgung führt. Wenn der Direktzugang effizienter und kostengünstiger ist, verstösst das ärztliche «Diagnose- und Anordnungsmonopol» gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot von Artikel 32 KVG.</p><p>Hinsichtlich eines Direktzugangs zu prüfen sind die Gesundheitsberufe des Gesundheitsberufegesetzes.</p><p>Die eigenständige Leistungserbringung von Bachelor- und Master-Absolventinnen und -absolventen steht im Fokus des Postulats. Nicht ins Postulat zu integrieren sind bereits laufende Arbeiten wie die Umsetzung der Pflegeinitiative.</p>
    • <p>Der Bundesrat erstattet im Rahmen der Umsetzung der Agenda Grundversorgung Bericht darüber, ob es Krankheitsbilder gibt, bei denen ein Direktzugang zu ausgewählten Leistungen von Gesundheitsfachpersonen zu einer Kostenreduktion im KVG bei gleichbleibender Behandlungsqualität führt. Zu diesem Zweck werden wissenschaftliche Studien aus dem In- und Ausland sowie Erfahrungen aus dem Ausland bezüglich Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit des Direktzugang geprüft und bewertet. Für die Ausarbeitung des Berichts werden die Verbände der betroffenen Fachpersonen beigezogen.&nbsp;</p>
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