Kein Milchpulver- und Butterimport bei Verfügbarkeit im Inland
- ShortId
-
26.3420
- Id
-
20263420
- Updated
-
02.04.2026 13:31
- Language
-
de
- Title
-
Kein Milchpulver- und Butterimport bei Verfügbarkeit im Inland
- AdditionalIndexing
-
15;55;2841
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die aktuelle Situation auf dem Milchmarkt ist absurd: Aufgrund der aussergewöhnlich hohen Futterqualität im vergangenen Jahr und einem zollbedingten, leichten Einbruch bei den Käseexporten herrscht ein Überschuss an Milch in der Schweiz. Da Molkereien nicht die gesamte Menge verarbeiten können, musste sogar Milch in Biogasanlagen entsorgt werden - eine Ressourcenverschwendung erster Güte. Dennoch hat der Bund gemäss Recherchen des «Schweizer Bauer» im zweiten Halbjahr 2025 den Import von 7'000'000 Kilogramm Milch und 1'856'450 Kilogramm Milchpulver bewilligt. Das Fass zum Überlaufen brachte dann der Hersteller Mondelez, der noch im Jahr 2026 in der aktuellen Situation des Milchüberschusses 1000 Tonnen Butter zu importieren plant. Hersteller wie Mondelez können den sogenannten Veredelungsverkehr nutzen, um sich ihre Rohstoffe zu beschaffen, günstig zu importieren und damit auch die Preise am Schweizer Milchmarkt zu drücken. Die Bewilligungen zum Import sollten aber eigentlich nur dann gegeben werden, wenn in der Schweiz der Rohstoff nicht in genügender Menge verfügbar ist. Die aktuelle Praxis unterläuft den Zollschutz, fördert Preisdumping und führt zur Vernichtung wertvoller Rohstoffe. Der Bundesrat wird daher gebeten, die Bewilligung von Milchpulver- und Butterimporten bei Verfügbarkeit der Rohstoffe im Inland nicht mehr zuzulassen. </p>
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, im Rahmen der Agrareinfuhrverordnung, die u.a. den Import von Milchprodukten regelt, die Bedingungen zur Bewilligung für Milchpulver- und Butterimport so zu ändern, dass bei Verfügbarkeit von Milch und Butter im Inland kein Milchpulver- und Butterimport mehr bewilligt wird.</p>
- Kein Milchpulver- und Butterimport bei Verfügbarkeit im Inland
- State
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Eingereicht
- Related Affairs
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- Drafts
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- Index
- 0
- Texts
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- <p>Die aktuelle Situation auf dem Milchmarkt ist absurd: Aufgrund der aussergewöhnlich hohen Futterqualität im vergangenen Jahr und einem zollbedingten, leichten Einbruch bei den Käseexporten herrscht ein Überschuss an Milch in der Schweiz. Da Molkereien nicht die gesamte Menge verarbeiten können, musste sogar Milch in Biogasanlagen entsorgt werden - eine Ressourcenverschwendung erster Güte. Dennoch hat der Bund gemäss Recherchen des «Schweizer Bauer» im zweiten Halbjahr 2025 den Import von 7'000'000 Kilogramm Milch und 1'856'450 Kilogramm Milchpulver bewilligt. Das Fass zum Überlaufen brachte dann der Hersteller Mondelez, der noch im Jahr 2026 in der aktuellen Situation des Milchüberschusses 1000 Tonnen Butter zu importieren plant. Hersteller wie Mondelez können den sogenannten Veredelungsverkehr nutzen, um sich ihre Rohstoffe zu beschaffen, günstig zu importieren und damit auch die Preise am Schweizer Milchmarkt zu drücken. Die Bewilligungen zum Import sollten aber eigentlich nur dann gegeben werden, wenn in der Schweiz der Rohstoff nicht in genügender Menge verfügbar ist. Die aktuelle Praxis unterläuft den Zollschutz, fördert Preisdumping und führt zur Vernichtung wertvoller Rohstoffe. Der Bundesrat wird daher gebeten, die Bewilligung von Milchpulver- und Butterimporten bei Verfügbarkeit der Rohstoffe im Inland nicht mehr zuzulassen. </p>
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, im Rahmen der Agrareinfuhrverordnung, die u.a. den Import von Milchprodukten regelt, die Bedingungen zur Bewilligung für Milchpulver- und Butterimport so zu ändern, dass bei Verfügbarkeit von Milch und Butter im Inland kein Milchpulver- und Butterimport mehr bewilligt wird.</p>
- Kein Milchpulver- und Butterimport bei Verfügbarkeit im Inland
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