Wie entwickelt sich die PFAS-Belastung und die gesundheitlichen Folgen für kommende Generationen?
- ShortId
-
26.3424
- Id
-
20263424
- Updated
-
02.04.2026 13:32
- Language
-
de
- Title
-
Wie entwickelt sich die PFAS-Belastung und die gesundheitlichen Folgen für kommende Generationen?
- AdditionalIndexing
-
28;2841;52
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Der Bundesrat antwortet auf die Frage <a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.parlament.ch%2Fde%2Fratsbetrieb%2Fsuche-curia-vista%2Fgeschaeft%3FAffairId%3D20267093&data=05%7C02%7Cmanuela.weichelt%40parl.ch%7C2ab96781a9094ecfed9f08de84f03a9b%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C639094364472058006%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&sdata=tjvHLwNs6k7Fmj%2BL5lSNfMDLQgnvVr32UJvuM5YLk%2Fw%3D&reserved=0">26.7093</a>, dass verschiedene PFAS unterschiedlichste Risikopotentiale für die menschliche Gesundheit hätten. Tatsächlich wurden weniger als 1% aller PFAS auf ihre gesundheitlichen Risiken untersucht. Die Stoffe stellten sich jedoch fast alle als chronisch giftig heraus. Das legt laut Wissenschaft nahe, dass die Mehrheit der Stoffe, die durch mindestens eine vollständig fluorierte Methyl- (-CF3) oder Methylen-Gruppe (-CF2) definiert sind, der Gesundheit schaden.</p><p> </p><p>Offenbar birgt insbesondere die chronische Belastung durch PFAS-Risiken: Werden über Jahre hinweg stets geringe Mengen aufgenommen, etwa via Nahrung oder Trinkwasser, können Schäden entstehen.</p><p>Im Bericht zum Postulat <a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.uvek.admin.ch%2Fde%2Fnewnsb%2FxcT-fhAdM6gOpbPzK4zxt&data=05%7C02%7Cmanuela.weichelt%40parl.ch%7C2ab96781a9094ecfed9f08de84f03a9b%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C639094364472103761%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&sdata=NbH4eqRMLf5IrUtju%2FxzM0o2THBphj%2FFauS6l%2BKDJnU%3D&reserved=0">22.4585</a> hält der Bundesrat fest, dass bei mehr als der Hälfte der Erwachsenen in Europa die gesundheitlich unbedenkliche Menge an PFAS im Körper bereits überschritten ist. Daten aus der Schweiz zeigen: Bei 41% der gebärfähigen Frauen liegt die PFAS-Konzentration im Blut über dem Wert für mögliche schädliche Folgen bei Säuglingen. Bei einem Hobby-Fischer am Zugersee überschritten die PFAS im Blut den geltenden Grenzwert offenbar um das 77-fache!</p><p> </p><p>Die Exposition gegenüber PFAS, via Nahrung und Wasser, ist bei Kleinkindern und Kindern offenbar rund zweimal so hoch wie bei Erwachsenen. Darum haben Schweden, Norwegen und Dänemark für Trinkwasser PFAS-Grenzwerte festgelegt, die sich am Körpergewicht von Kleinkindern orientieren und viel tiefer sind als die der Schweiz.</p><p> </p><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><ol style="list-style-type:decimal;"><li>Was sind die PFAS-Grenzwerte in den oben genannten Ländern und was würde es für die Trinkwasserversorgung bedeuten, wenn sie in der Schweiz eingeführt würden?<br> </li><li>Ist davon auszugehen, dass heute geborene Kinder im Laufe ihres Lebens mehr PFAS aufnehmen als die Generationen davor und weshalb?<br> </li><li>Ist davon auszugehen, dass die gesundheitliche Belastung durch PFAS noch lange nach einer Regulierung an der Quelle, inkl. einem allfälligen Verbot, andauern oder gar zunehmen würde und weshalb?<br> </li><li>Was empfiehlt der Bundesrat besorgten Eltern, welche die PFAS- Belastung ihrer Kinder minimieren wollen?<br> </li><li>Jetzt wo das Schweizer Humanbiomonitoring-Projekt gestrichen wurde, wie will er künftig messen, ob die versprochenen Massnahmen tatsächlich zu einer Reduktion der gesundheitlichen Belastung für Menschen führen?</li></ol>
- Wie entwickelt sich die PFAS-Belastung und die gesundheitlichen Folgen für kommende Generationen?
- State
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Eingereicht
- Related Affairs
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- Drafts
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- Index
- 0
- Texts
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- <p>Der Bundesrat antwortet auf die Frage <a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.parlament.ch%2Fde%2Fratsbetrieb%2Fsuche-curia-vista%2Fgeschaeft%3FAffairId%3D20267093&data=05%7C02%7Cmanuela.weichelt%40parl.ch%7C2ab96781a9094ecfed9f08de84f03a9b%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C639094364472058006%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&sdata=tjvHLwNs6k7Fmj%2BL5lSNfMDLQgnvVr32UJvuM5YLk%2Fw%3D&reserved=0">26.7093</a>, dass verschiedene PFAS unterschiedlichste Risikopotentiale für die menschliche Gesundheit hätten. Tatsächlich wurden weniger als 1% aller PFAS auf ihre gesundheitlichen Risiken untersucht. Die Stoffe stellten sich jedoch fast alle als chronisch giftig heraus. Das legt laut Wissenschaft nahe, dass die Mehrheit der Stoffe, die durch mindestens eine vollständig fluorierte Methyl- (-CF3) oder Methylen-Gruppe (-CF2) definiert sind, der Gesundheit schaden.</p><p> </p><p>Offenbar birgt insbesondere die chronische Belastung durch PFAS-Risiken: Werden über Jahre hinweg stets geringe Mengen aufgenommen, etwa via Nahrung oder Trinkwasser, können Schäden entstehen.</p><p>Im Bericht zum Postulat <a href="https://che01.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.uvek.admin.ch%2Fde%2Fnewnsb%2FxcT-fhAdM6gOpbPzK4zxt&data=05%7C02%7Cmanuela.weichelt%40parl.ch%7C2ab96781a9094ecfed9f08de84f03a9b%7C0cf3ddc638a5480885f1cae22925a1b0%7C0%7C0%7C639094364472103761%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&sdata=NbH4eqRMLf5IrUtju%2FxzM0o2THBphj%2FFauS6l%2BKDJnU%3D&reserved=0">22.4585</a> hält der Bundesrat fest, dass bei mehr als der Hälfte der Erwachsenen in Europa die gesundheitlich unbedenkliche Menge an PFAS im Körper bereits überschritten ist. Daten aus der Schweiz zeigen: Bei 41% der gebärfähigen Frauen liegt die PFAS-Konzentration im Blut über dem Wert für mögliche schädliche Folgen bei Säuglingen. Bei einem Hobby-Fischer am Zugersee überschritten die PFAS im Blut den geltenden Grenzwert offenbar um das 77-fache!</p><p> </p><p>Die Exposition gegenüber PFAS, via Nahrung und Wasser, ist bei Kleinkindern und Kindern offenbar rund zweimal so hoch wie bei Erwachsenen. Darum haben Schweden, Norwegen und Dänemark für Trinkwasser PFAS-Grenzwerte festgelegt, die sich am Körpergewicht von Kleinkindern orientieren und viel tiefer sind als die der Schweiz.</p><p> </p><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><ol style="list-style-type:decimal;"><li>Was sind die PFAS-Grenzwerte in den oben genannten Ländern und was würde es für die Trinkwasserversorgung bedeuten, wenn sie in der Schweiz eingeführt würden?<br> </li><li>Ist davon auszugehen, dass heute geborene Kinder im Laufe ihres Lebens mehr PFAS aufnehmen als die Generationen davor und weshalb?<br> </li><li>Ist davon auszugehen, dass die gesundheitliche Belastung durch PFAS noch lange nach einer Regulierung an der Quelle, inkl. einem allfälligen Verbot, andauern oder gar zunehmen würde und weshalb?<br> </li><li>Was empfiehlt der Bundesrat besorgten Eltern, welche die PFAS- Belastung ihrer Kinder minimieren wollen?<br> </li><li>Jetzt wo das Schweizer Humanbiomonitoring-Projekt gestrichen wurde, wie will er künftig messen, ob die versprochenen Massnahmen tatsächlich zu einer Reduktion der gesundheitlichen Belastung für Menschen führen?</li></ol>
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