Wie gross ist das PFAS-Problem in Schweizer Seen wirklich?
- ShortId
-
26.3426
- Id
-
20263426
- Updated
-
08.04.2026 16:08
- Language
-
de
- Title
-
Wie gross ist das PFAS-Problem in Schweizer Seen wirklich?
- AdditionalIndexing
-
52;2841
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Seit Herbst 2025 dürfen Egli und Hecht aus dem Zugersee nicht mehr verkauft und vermutlich für Jahrzehnte nicht mehr konsumiert werden, wegen zu hoher PFAS-Belastung. Vor Kurzem wurde bekannt, dass am Hallwilersee ebenfalls Fangverbote ausgesprochen werden mussten. Inzwischen häufen sich die Berichte zu solchen Fangverboten und Einschränkungen. Der Bundesrat antwortet auf die Frage 26.7296, dass in der Schweiz kein generelles, flächendeckendes Problem vorliegt. Dabei zeigen Studien, dass das Grundwasser wie auch die Böden in der Schweiz sehr wohl flächendeckend belastet sind. Expertinnen und Experten der EAWAG und des Oekotoxzentrum warnen davor, dass es an weiteren Gewässern Fangverbote und Einschränkungen geben könnte. Einen Überblick dazu besteht aber nicht, vielmehr ein kantonales Potpurri an Analysen, Massnahmen und Empfehlungen.</p><p>Auf die Frage 26.7179 antwortet der Bundesrat jedenfalls, er habe keinen Gesamtüberblick über die Situation. Er werde jedoch über die von den Kantonen ergriffenen Massnahmen informiert. Laut Antwort auf meine Frage 26.7211 ist auch beim Hallwilersee der Kanton Aargau für die Beobachtung der Lage verantwortlich.</p><p>Im Bericht zum Postulat 22.4586 Moser heisst es, dass der Bund das Gewässermonitoring weiterentwickle, unter anderem um «Grundlagen für die Abklärungen des Risikos des Fischkonsums bereitzustellen». Weiter sollen die Untersuchungs- und Beurteilungsmethoden zu PFAS verbessert und entsprechende Standards etabliert werden. Zudem solle ein gemeinsames Vorgehen bei Höchstwertüberschreitungen erarbeitet werden.</p><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Gedenkt er, im Rahmen seiner Verantwortlichkeit für die Zulassung von problematischen Stoffen bzw. im Rahmen seiner Aufsichtspflicht über den Gewässerschutz sich einen Gesamtüberblick über die Situation in den Kantonen zu verschaffen und basierend darauf, die nötigen Schritte einzuleiten? Falls ja, bis wann? Falls nein, warum nicht?</p><p>2. Rechnet auch er damit, dass an Schweizer Gewässern weitere Fangverbote und Verzehrempfehlungen ausgesprochen werden müssen? Falls nein, warum nicht?</p><p>3. Unterstützt er die Kantone finanziell und/oder personell bei Monitoring und Vollzug der relevanten Gesetzgebung? Falls ja, in welcher Form? Falls nein, warum nicht?</p><p>4. Bis wann sollen die versprochenen Massnahmen umgesetzt und für die Kantone Klarheit geschaffen werden?</p>
- Wie gross ist das PFAS-Problem in Schweizer Seen wirklich?
- State
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Eingereicht
- Related Affairs
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- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Seit Herbst 2025 dürfen Egli und Hecht aus dem Zugersee nicht mehr verkauft und vermutlich für Jahrzehnte nicht mehr konsumiert werden, wegen zu hoher PFAS-Belastung. Vor Kurzem wurde bekannt, dass am Hallwilersee ebenfalls Fangverbote ausgesprochen werden mussten. Inzwischen häufen sich die Berichte zu solchen Fangverboten und Einschränkungen. Der Bundesrat antwortet auf die Frage 26.7296, dass in der Schweiz kein generelles, flächendeckendes Problem vorliegt. Dabei zeigen Studien, dass das Grundwasser wie auch die Böden in der Schweiz sehr wohl flächendeckend belastet sind. Expertinnen und Experten der EAWAG und des Oekotoxzentrum warnen davor, dass es an weiteren Gewässern Fangverbote und Einschränkungen geben könnte. Einen Überblick dazu besteht aber nicht, vielmehr ein kantonales Potpurri an Analysen, Massnahmen und Empfehlungen.</p><p>Auf die Frage 26.7179 antwortet der Bundesrat jedenfalls, er habe keinen Gesamtüberblick über die Situation. Er werde jedoch über die von den Kantonen ergriffenen Massnahmen informiert. Laut Antwort auf meine Frage 26.7211 ist auch beim Hallwilersee der Kanton Aargau für die Beobachtung der Lage verantwortlich.</p><p>Im Bericht zum Postulat 22.4586 Moser heisst es, dass der Bund das Gewässermonitoring weiterentwickle, unter anderem um «Grundlagen für die Abklärungen des Risikos des Fischkonsums bereitzustellen». Weiter sollen die Untersuchungs- und Beurteilungsmethoden zu PFAS verbessert und entsprechende Standards etabliert werden. Zudem solle ein gemeinsames Vorgehen bei Höchstwertüberschreitungen erarbeitet werden.</p><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Gedenkt er, im Rahmen seiner Verantwortlichkeit für die Zulassung von problematischen Stoffen bzw. im Rahmen seiner Aufsichtspflicht über den Gewässerschutz sich einen Gesamtüberblick über die Situation in den Kantonen zu verschaffen und basierend darauf, die nötigen Schritte einzuleiten? Falls ja, bis wann? Falls nein, warum nicht?</p><p>2. Rechnet auch er damit, dass an Schweizer Gewässern weitere Fangverbote und Verzehrempfehlungen ausgesprochen werden müssen? Falls nein, warum nicht?</p><p>3. Unterstützt er die Kantone finanziell und/oder personell bei Monitoring und Vollzug der relevanten Gesetzgebung? Falls ja, in welcher Form? Falls nein, warum nicht?</p><p>4. Bis wann sollen die versprochenen Massnahmen umgesetzt und für die Kantone Klarheit geschaffen werden?</p>
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