Strategie für den Generationenwechsel in der Landwirtschaft
- ShortId
-
26.3429
- Id
-
20263429
- Updated
-
02.04.2026 13:34
- Language
-
de
- Title
-
Strategie für den Generationenwechsel in der Landwirtschaft
- AdditionalIndexing
-
24;55;28
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Ein Viertel der Betriebsleitenden in der Schweiz ist über 60 Jahre alt und wird somit in den kommenden fünf Jahren das Pensionsalter erreichen oder hat dieses bereits erreicht – womit auch die Direktzahlungen entfallen (BFS 2025). </p><p>Eine Umfrage aus dem Jahr 2016 zeigt, dass zu diesem Zeitpunkt nur bei 44 Prozent der über 50-jährigen Betriebsleitenden eine Betriebsweiterführung durch die Familie wahrscheinlich war. Bei 21 Prozent war diese unwahrscheinlich und in 35 Prozent der Fälle ungewiss (BFS 2017). </p><p>Fehlt es an einer familieninternen Nachfolgelösung, wird der Betrieb dann oft aufgegeben – das Wohnhaus wird abparzelliert und das Land verpachtet oder verkauft. So schreitet das Hofsterben voran und die verbleibenden Betriebe werden in der Folge immer grösser und kapitalintensiver. </p><p>Während der Bundesrat mit dem voranschreitenden Strukturwandel vor allem vorteilhafte wirtschaftliche Skaleneffekte in Verbindung bringt, sind damit auch eine Vielzahl negativer Folgen verbunden: Eine Landwirtschaft mit immer weniger, einseitig spezialisierten Betrieben schafft Abhängigkeiten, einen Verlust der Vielfalt und gefährdet die Versorgungssicherheit. Zudem stellt die Übernahme eines grossen, kapitalintensiven Betriebs eine enorme finanzielle Herausforderung dar. Zunehmend grosse Betriebe erhalten auch immer grössere Beträge an Direktzahlungen – was der Akzeptanz der Direktzahlungen in der Bevölkerung nicht zuträglich ist. </p><p>Gleichzeitig gibt es viele gut ausgebildete Landwirtinnen und Landwirte ohne Aussicht auf Übernahme eines eigenen Betriebs, die einen Hof führen und Lebensmittel produzieren möchten. Diesen bleibt der Zugang zur Landwirtschaft allzu oft verwehrt. Um dem Hofsterben in der Schweiz entgegenzuwirken und einen attraktiven und zukunftsfähigen Agrarsektor zu erhalten, spielen ausserfamiliäre Hofübergaben eine zentrale Rolle. Mitunter dafür soll die Strategie für den Generationenwechsel in der Landwirtschaft optimale Rahmenbedingungen schaffen.</p>
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Strategie für den Generationenwechsel in der Landwirtschaft zu erarbeiten. Darin sollen die finanziellen, rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen, die für den Generationenwechsel relevant sind, systematisch untersucht werden. Gestützt darauf sollen Massnahmen ergriffen werden, um bestehende Hürden und Fehlanreize zu beheben und den Generationenwechsel zu fördern. </p>
- Strategie für den Generationenwechsel in der Landwirtschaft
- State
-
Eingereicht
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Ein Viertel der Betriebsleitenden in der Schweiz ist über 60 Jahre alt und wird somit in den kommenden fünf Jahren das Pensionsalter erreichen oder hat dieses bereits erreicht – womit auch die Direktzahlungen entfallen (BFS 2025). </p><p>Eine Umfrage aus dem Jahr 2016 zeigt, dass zu diesem Zeitpunkt nur bei 44 Prozent der über 50-jährigen Betriebsleitenden eine Betriebsweiterführung durch die Familie wahrscheinlich war. Bei 21 Prozent war diese unwahrscheinlich und in 35 Prozent der Fälle ungewiss (BFS 2017). </p><p>Fehlt es an einer familieninternen Nachfolgelösung, wird der Betrieb dann oft aufgegeben – das Wohnhaus wird abparzelliert und das Land verpachtet oder verkauft. So schreitet das Hofsterben voran und die verbleibenden Betriebe werden in der Folge immer grösser und kapitalintensiver. </p><p>Während der Bundesrat mit dem voranschreitenden Strukturwandel vor allem vorteilhafte wirtschaftliche Skaleneffekte in Verbindung bringt, sind damit auch eine Vielzahl negativer Folgen verbunden: Eine Landwirtschaft mit immer weniger, einseitig spezialisierten Betrieben schafft Abhängigkeiten, einen Verlust der Vielfalt und gefährdet die Versorgungssicherheit. Zudem stellt die Übernahme eines grossen, kapitalintensiven Betriebs eine enorme finanzielle Herausforderung dar. Zunehmend grosse Betriebe erhalten auch immer grössere Beträge an Direktzahlungen – was der Akzeptanz der Direktzahlungen in der Bevölkerung nicht zuträglich ist. </p><p>Gleichzeitig gibt es viele gut ausgebildete Landwirtinnen und Landwirte ohne Aussicht auf Übernahme eines eigenen Betriebs, die einen Hof führen und Lebensmittel produzieren möchten. Diesen bleibt der Zugang zur Landwirtschaft allzu oft verwehrt. Um dem Hofsterben in der Schweiz entgegenzuwirken und einen attraktiven und zukunftsfähigen Agrarsektor zu erhalten, spielen ausserfamiliäre Hofübergaben eine zentrale Rolle. Mitunter dafür soll die Strategie für den Generationenwechsel in der Landwirtschaft optimale Rahmenbedingungen schaffen.</p>
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Strategie für den Generationenwechsel in der Landwirtschaft zu erarbeiten. Darin sollen die finanziellen, rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen, die für den Generationenwechsel relevant sind, systematisch untersucht werden. Gestützt darauf sollen Massnahmen ergriffen werden, um bestehende Hürden und Fehlanreize zu beheben und den Generationenwechsel zu fördern. </p>
- Strategie für den Generationenwechsel in der Landwirtschaft
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