Nutzen der "Schärfung", respektive Reduktion des Sportangebots der SRG
- ShortId
-
26.3465
- Id
-
20263465
- Updated
-
10.04.2026 10:01
- Language
-
de
- Title
-
Nutzen der "Schärfung", respektive Reduktion des Sportangebots der SRG
- AdditionalIndexing
-
34;2446;28
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Im Vorfeld der Abstimmung zur "SRG-Initiative" hat der Bundesrat das so genannte Gegenprojekt in Form einer Senkung der zur Verfügung stehenden Mittel verabschiedet. In diesem Zusammenhang wurde eine "Schärfung" des Angebots im Sport auf der Leistungsseite im Rahmen der neuen SRG-Konzession in Aussicht gestellt. Dies mit der Begründung, damit auf die privaten, kommerziell orientierten Akteure Rücksicht nehmen zu wollen, in der Annahme, dass diese ihr Angebot an Sportsendungen ausbauen wollen und können.</p><p> </p><p>In diesem Zusammenhang stellen sich folgende Fragen: </p><p> </p><p>1. Welche privaten Akteure fasst der Bundesrat konkret ins Auge, die auch über die notwendigen Mittel verfügen um Sportproduktionen, die heute die SRG anbietet, übernehmen zu können? Wir bitten um die konkrete Nennung von Beispielen. </p><p>2. Auf welche Evidenz stützt der Bundesrat seine Einschätzung ab, wonach kommerzielle private Anbieter Sportangebote produzieren und senden könnten? </p><p>3. Ist dem Bundesrat bekannt, dass zurzeit hauptsächlich zwei Premium-Sportarten von privaten Akteuren produziert und gesendet werden - und zwar Eishockey von MySports und Fussball von Swisscom - und, dass dies hochdefizitär ist und gemäss eigenen Aussagen insbesondere aus Marketingüberlegungen im Sinne von Kundengewinnung und -bindung erfolgt?</p><p>4. Ist dem Bundesrat bewusst, dass die Sportverbände, welche Übertragungsrechte vergeben, erwarten, dass in allen 3 Landessprachen produziert und gesendet wird - und somit rein sprachgegionale Akteure ausgenommen sind?</p><p>5. Ist sich der Bundesrat bewusst, dass seit dem Transfer des Eishockey von MySports zum durch das Bakom geforderten Free-TV Partner von SRF zu 3+/TV24 die Reichweiten dauerhaft um rund 60% eingebrochen sind, was zu Unmut bei den Eishokey Sponsoren geführt hat?</p><p>6. Angesichts der Tatsache, dass das Geschäft für Pay-TV-Anbieter defizitär ist, für den Sport infolge rückläufiger Reichweiten nachteilig und für die Zuschauenden mit monatliche Mehrkosten von zwischen 30 und 50 Franken einhergeht: Worin sieht der Bundesrat den "Vorteil" einer "Schärfung" des Sportangebotes in der neuen SRG-Konzession für die Bevölkerung und den Sport?</p><p>7. Wenn sich selbst Premium-Sportarten in der kleinen viersprachigen Schweiz durch private Anbieter nicht refinanzieren lassen, wie beurteilt der Bundesrat die Chancen für eine private Produktion der rund 100 anderen Sportarten, die die SRG heute anbietet?</p><p> </p>
- Nutzen der "Schärfung", respektive Reduktion des Sportangebots der SRG
- State
-
Eingereicht
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Im Vorfeld der Abstimmung zur "SRG-Initiative" hat der Bundesrat das so genannte Gegenprojekt in Form einer Senkung der zur Verfügung stehenden Mittel verabschiedet. In diesem Zusammenhang wurde eine "Schärfung" des Angebots im Sport auf der Leistungsseite im Rahmen der neuen SRG-Konzession in Aussicht gestellt. Dies mit der Begründung, damit auf die privaten, kommerziell orientierten Akteure Rücksicht nehmen zu wollen, in der Annahme, dass diese ihr Angebot an Sportsendungen ausbauen wollen und können.</p><p> </p><p>In diesem Zusammenhang stellen sich folgende Fragen: </p><p> </p><p>1. Welche privaten Akteure fasst der Bundesrat konkret ins Auge, die auch über die notwendigen Mittel verfügen um Sportproduktionen, die heute die SRG anbietet, übernehmen zu können? Wir bitten um die konkrete Nennung von Beispielen. </p><p>2. Auf welche Evidenz stützt der Bundesrat seine Einschätzung ab, wonach kommerzielle private Anbieter Sportangebote produzieren und senden könnten? </p><p>3. Ist dem Bundesrat bekannt, dass zurzeit hauptsächlich zwei Premium-Sportarten von privaten Akteuren produziert und gesendet werden - und zwar Eishockey von MySports und Fussball von Swisscom - und, dass dies hochdefizitär ist und gemäss eigenen Aussagen insbesondere aus Marketingüberlegungen im Sinne von Kundengewinnung und -bindung erfolgt?</p><p>4. Ist dem Bundesrat bewusst, dass die Sportverbände, welche Übertragungsrechte vergeben, erwarten, dass in allen 3 Landessprachen produziert und gesendet wird - und somit rein sprachgegionale Akteure ausgenommen sind?</p><p>5. Ist sich der Bundesrat bewusst, dass seit dem Transfer des Eishockey von MySports zum durch das Bakom geforderten Free-TV Partner von SRF zu 3+/TV24 die Reichweiten dauerhaft um rund 60% eingebrochen sind, was zu Unmut bei den Eishokey Sponsoren geführt hat?</p><p>6. Angesichts der Tatsache, dass das Geschäft für Pay-TV-Anbieter defizitär ist, für den Sport infolge rückläufiger Reichweiten nachteilig und für die Zuschauenden mit monatliche Mehrkosten von zwischen 30 und 50 Franken einhergeht: Worin sieht der Bundesrat den "Vorteil" einer "Schärfung" des Sportangebotes in der neuen SRG-Konzession für die Bevölkerung und den Sport?</p><p>7. Wenn sich selbst Premium-Sportarten in der kleinen viersprachigen Schweiz durch private Anbieter nicht refinanzieren lassen, wie beurteilt der Bundesrat die Chancen für eine private Produktion der rund 100 anderen Sportarten, die die SRG heute anbietet?</p><p> </p>
- Nutzen der "Schärfung", respektive Reduktion des Sportangebots der SRG
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