Einmaliger Schulderlass bei Krankenkassenprämien-Schulden

ShortId
26.3466
Id
20263466
Updated
02.04.2026 13:53
Language
de
Title
Einmaliger Schulderlass bei Krankenkassenprämien-Schulden
AdditionalIndexing
2841;28;15
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Im Jahr 2023 war die Schweizer Bevölkerung mit 44 Millionen Franken bei Krankenkassen verschuldet. Rund 315 Millionen Franken bezahlten die Kantone den Krankenkassen für unbezahlte Prämien. Diese Summe liegt im Vergleich zur Situation vor zehn Jahren deutlich höher. Die Krankenkassenprämien der OKP sind seit 1999 um mehr als 150% gestiegen, seit 2010 um mehr als 85%. Die Schulden zeigen, dass die hohen Prämien für viele nicht mehr bezahlbar sind und eine grosse Belastung des Haushaltsbudgets darstellen, die zur Schuldenfalle werden kann. Mit drastischen Folgen für die Betroffenen. Ein Krankenkassenwechsel hin zu einer billigeren Krankenkasse wird verunmöglicht, in vereinzelten Kantonen wird sogar der Zugang zu nicht-notfallmässigen medizinischen Behandlungen verwehrt. Zudem gilt: Wer einmal in der Schuldenfalle steckt, bleibt dort oft lange, wenn nicht gar ein Leben lang. Die Gefahr, sich auch in anderen Bereichen zu verschulden, steigt drastisch, so auch das Armutsrisiko. Die finanziellen Sorgen belasten auch den Organismus und führen oft zu Gesundheitsproblemen und damit zu erneuten Kosten. In diesem Sinne könnte mit einem einmaligen Schuldenerlass tausenden Personen der Weg zur Schuldenfreiheit erleichtert und zukünftige unbezahlte Prämien verhindert werden. Der finanzielle Aufwand wäre überschaubar.&nbsp;</p>
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Vorlage auszuarbeiten, die einen einmaligen vollständigen Schuldenerlass von Krankenkassenprämien-Schulden der obligatorischen Krankenversicherung (OKP) vorsieht; tätig werden soll er in Zusammenarbeit mit den Kantonen.&nbsp;</p>
  • Einmaliger Schulderlass bei Krankenkassenprämien-Schulden
State
Eingereicht
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Im Jahr 2023 war die Schweizer Bevölkerung mit 44 Millionen Franken bei Krankenkassen verschuldet. Rund 315 Millionen Franken bezahlten die Kantone den Krankenkassen für unbezahlte Prämien. Diese Summe liegt im Vergleich zur Situation vor zehn Jahren deutlich höher. Die Krankenkassenprämien der OKP sind seit 1999 um mehr als 150% gestiegen, seit 2010 um mehr als 85%. Die Schulden zeigen, dass die hohen Prämien für viele nicht mehr bezahlbar sind und eine grosse Belastung des Haushaltsbudgets darstellen, die zur Schuldenfalle werden kann. Mit drastischen Folgen für die Betroffenen. Ein Krankenkassenwechsel hin zu einer billigeren Krankenkasse wird verunmöglicht, in vereinzelten Kantonen wird sogar der Zugang zu nicht-notfallmässigen medizinischen Behandlungen verwehrt. Zudem gilt: Wer einmal in der Schuldenfalle steckt, bleibt dort oft lange, wenn nicht gar ein Leben lang. Die Gefahr, sich auch in anderen Bereichen zu verschulden, steigt drastisch, so auch das Armutsrisiko. Die finanziellen Sorgen belasten auch den Organismus und führen oft zu Gesundheitsproblemen und damit zu erneuten Kosten. In diesem Sinne könnte mit einem einmaligen Schuldenerlass tausenden Personen der Weg zur Schuldenfreiheit erleichtert und zukünftige unbezahlte Prämien verhindert werden. Der finanzielle Aufwand wäre überschaubar.&nbsp;</p>
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Vorlage auszuarbeiten, die einen einmaligen vollständigen Schuldenerlass von Krankenkassenprämien-Schulden der obligatorischen Krankenversicherung (OKP) vorsieht; tätig werden soll er in Zusammenarbeit mit den Kantonen.&nbsp;</p>
    • Einmaliger Schulderlass bei Krankenkassenprämien-Schulden

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