Resilienz der Landwirtschaft stärken, Risiken bei Pflanzenschutzmitteln und Mineraldüngern reduzieren
- ShortId
-
26.3477
- Id
-
20263477
- Updated
-
02.04.2026 13:55
- Language
-
de
- Title
-
Resilienz der Landwirtschaft stärken, Risiken bei Pflanzenschutzmitteln und Mineraldüngern reduzieren
- AdditionalIndexing
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55;15;52;2841
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
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- <p>Die aktuellen Entwicklungen im Mittleren Osten führen vor Augen, welche wirtschaftlichen Risiken strukturelle Abhängigkeiten bergen. Dies zeigt sich auch in der Schweizer Landwirtschaft, namentlich bei Pflanzenschutzmitteln sowie bei Nährstoffen in Form von Mineraldüngern. Geopolitische Instabilität schlägt sich unmittelbar in Verfügbarkeit und Preisen dieser Produkte nieder, mit spürbaren Folgen für die Betriebe: höhere Kostenvolatilität, kurzfristige Beschaffungsrisiken und geringere Planungssicherheit. </p><p> </p><p>Um diese Abhängigkeitsrisiken zu reduzieren, ist ein konsequenter Umbau der Produktionssysteme unabdingbar: Mehr geschlossene Nährstoffkreisläufe, einen reduzierten Mineraldüngereinsatz, eine Stärkung biologischer und mechanischer Pflanzenschutzmethoden sowie den Einsatz von Präzisionslandwirtschaft. Das bisherige Instrumentarium reicht nicht aus, um diesen Umbau in Gang zu setzen. Mit dem Verzicht auf Lenkungsabgaben auf Pestizide und Mineraldünger rückt dieser noch weiter in Ferne. </p><p> </p><p>Der Bundesrat hat in seiner Aussprache vom 18. Februar 2026 zur Agrarpolitik 2030+ angekündigt, Direktzahlungen künftig vermehrt für konkrete Ergebnisse auszurichten. Dieser Ansatz ist begrüssenswert, da er einerseits auf die Zielerreichung setzt und andererseits den administrativen Aufwand für die Betriebe reduziert. Damit dieser Ansatz funktioniert, muss die Agrarpolitik jedoch die richtigen Rahmenbedingungen setzen. </p><p> </p><p>Der Bundesrat wird deshalb beauftragt, im Rahmen der AP2030 insbesondere mit klaren, überprüfbaren Zielgrössen und verbindlichen Absenkpfaden für Pflanzenschutzmittel und Nährstoffverluste, zielgerichteten Anreizen, wirksamen Lenkungsinstrumenten und einem gestärkten Wissenstransfer die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit dieser Umbau tatsächlich gelingt.</p>
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, bei der Ausarbeitung der Vernehmlassungsvorlage zur Agrarpolitik 2030 die agrarpolitischen Rahmenbedingungen so auszugestalten, dass die strukturelle Abhängigkeit der Schweizer Landwirtschaft von importierten Pflanzenschutzmitteln und Mineraldüngern und die damit verbundenen Versorgungs- und Preisrisiken für die Betriebe reduziert werden.</p>
- Resilienz der Landwirtschaft stärken, Risiken bei Pflanzenschutzmitteln und Mineraldüngern reduzieren
- State
-
Eingereicht
- Related Affairs
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- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Die aktuellen Entwicklungen im Mittleren Osten führen vor Augen, welche wirtschaftlichen Risiken strukturelle Abhängigkeiten bergen. Dies zeigt sich auch in der Schweizer Landwirtschaft, namentlich bei Pflanzenschutzmitteln sowie bei Nährstoffen in Form von Mineraldüngern. Geopolitische Instabilität schlägt sich unmittelbar in Verfügbarkeit und Preisen dieser Produkte nieder, mit spürbaren Folgen für die Betriebe: höhere Kostenvolatilität, kurzfristige Beschaffungsrisiken und geringere Planungssicherheit. </p><p> </p><p>Um diese Abhängigkeitsrisiken zu reduzieren, ist ein konsequenter Umbau der Produktionssysteme unabdingbar: Mehr geschlossene Nährstoffkreisläufe, einen reduzierten Mineraldüngereinsatz, eine Stärkung biologischer und mechanischer Pflanzenschutzmethoden sowie den Einsatz von Präzisionslandwirtschaft. Das bisherige Instrumentarium reicht nicht aus, um diesen Umbau in Gang zu setzen. Mit dem Verzicht auf Lenkungsabgaben auf Pestizide und Mineraldünger rückt dieser noch weiter in Ferne. </p><p> </p><p>Der Bundesrat hat in seiner Aussprache vom 18. Februar 2026 zur Agrarpolitik 2030+ angekündigt, Direktzahlungen künftig vermehrt für konkrete Ergebnisse auszurichten. Dieser Ansatz ist begrüssenswert, da er einerseits auf die Zielerreichung setzt und andererseits den administrativen Aufwand für die Betriebe reduziert. Damit dieser Ansatz funktioniert, muss die Agrarpolitik jedoch die richtigen Rahmenbedingungen setzen. </p><p> </p><p>Der Bundesrat wird deshalb beauftragt, im Rahmen der AP2030 insbesondere mit klaren, überprüfbaren Zielgrössen und verbindlichen Absenkpfaden für Pflanzenschutzmittel und Nährstoffverluste, zielgerichteten Anreizen, wirksamen Lenkungsinstrumenten und einem gestärkten Wissenstransfer die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit dieser Umbau tatsächlich gelingt.</p>
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, bei der Ausarbeitung der Vernehmlassungsvorlage zur Agrarpolitik 2030 die agrarpolitischen Rahmenbedingungen so auszugestalten, dass die strukturelle Abhängigkeit der Schweizer Landwirtschaft von importierten Pflanzenschutzmitteln und Mineraldüngern und die damit verbundenen Versorgungs- und Preisrisiken für die Betriebe reduziert werden.</p>
- Resilienz der Landwirtschaft stärken, Risiken bei Pflanzenschutzmitteln und Mineraldüngern reduzieren
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