Ausbau des Low Flight Network (LFN). Wie weiter bei einer für unsere Sicherheit entscheidenden nationalen kritischen Infrastruktur?
- ShortId
-
26.3543
- Id
-
20263543
- Updated
-
06.07.2026 15:03
- Language
-
de
- Title
-
Ausbau des Low Flight Network (LFN). Wie weiter bei einer für unsere Sicherheit entscheidenden nationalen kritischen Infrastruktur?
- AdditionalIndexing
-
24;09;52;2841;48
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Ständerat
- Texts
-
- <p>Die Netzkarte des LFN weist zahlreiche Lücken auf, insbesondere in der Westschweiz. Dies ist sehr besorgniserregend. Verletzte und kranke Personen müssen auch bei schlechten Sichtverhältnissen per Helikopter ins Spital geflogen werden können, namentlich in die grossen Universitätsspitäler Lausanne und Genf.</p><p>Wären in der Neujahrsnacht 2026 die Wetterbedingungen schlecht oder die Sichtverhältnisse ungünstig gewesen, so hätten der Transport der Opfer in die Spitäler, namentlich ins CHUV und das dort angesiedelte Westschweizer Zentrum für Schwerbrandverletzte, sowie die Versorgung der Schwerverletzten nicht gewährleistet werden können. Die schreckliche Opferbilanz der Katastrophe in Crans-Montana wäre dadurch noch schlimmer ausgefallen. Die Aufrechterhaltung zuverlässiger Verbindungen zu den Spitälern, insbesondere den grossen Universitätsspitälern, ist daher unerlässlich und muss jederzeit gewährleistet werden können, selbst bei schlechten Wetterbedingungen.</p><p>Im Übrigen verlangt die Motion 19.4562 von Ständerat Josef Dittli, welche die eidgenössischen Räte 2020 angenommen haben, dass die geeigneten rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden, um das LFN fertigzustellen und die dafür erforderliche Finanzierung zu regeln. Diesbezüglich informiert der Bericht des Bundesrates vom 1. April 2026 über Motionen und Postulate der eidgenössischen Räte im Jahr 2025, dass die Finanzierung aufgrund der Situation bei den Bundesfinanzen zurückgestellt sei, der weitere Ausbau mit gewissen Einschränkungen aber fortgeführt werden könne.<sup></sup></p>
- <p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten: </p><ol><li>Genügt der heutige Ausbaustand des Low Flight Network (LFN) seiner Ansicht nach, um jederzeit ein ausreichendes Sicherheitsniveau für Helikoptereinsätze zu gewährleisten, namentlich in den Bergen, bei Grossereignissen oder im Katastrophenfall?</li><li>Wie sehen die Entwicklungsperspektiven für das LFN in der Schweiz aus?</li><li>Auf welche Einschränkungen bezieht sich der Bericht des Bundesrates über Motionen und Postulate in Zusammenhang mit der Umsetzung der Motion Dittli 19.4562?</li><li>Welche Massnahmen kann der Bundesrat ergreifen, um den Ausbau der Verbindungen zu den Zentrumsspitälern, insbesondere zum CHUV und zum HUG in der Westschweiz, zu beschleunigen?</li></ol>
- Ausbau des Low Flight Network (LFN). Wie weiter bei einer für unsere Sicherheit entscheidenden nationalen kritischen Infrastruktur?
- State
-
Eingereicht
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Die Netzkarte des LFN weist zahlreiche Lücken auf, insbesondere in der Westschweiz. Dies ist sehr besorgniserregend. Verletzte und kranke Personen müssen auch bei schlechten Sichtverhältnissen per Helikopter ins Spital geflogen werden können, namentlich in die grossen Universitätsspitäler Lausanne und Genf.</p><p>Wären in der Neujahrsnacht 2026 die Wetterbedingungen schlecht oder die Sichtverhältnisse ungünstig gewesen, so hätten der Transport der Opfer in die Spitäler, namentlich ins CHUV und das dort angesiedelte Westschweizer Zentrum für Schwerbrandverletzte, sowie die Versorgung der Schwerverletzten nicht gewährleistet werden können. Die schreckliche Opferbilanz der Katastrophe in Crans-Montana wäre dadurch noch schlimmer ausgefallen. Die Aufrechterhaltung zuverlässiger Verbindungen zu den Spitälern, insbesondere den grossen Universitätsspitälern, ist daher unerlässlich und muss jederzeit gewährleistet werden können, selbst bei schlechten Wetterbedingungen.</p><p>Im Übrigen verlangt die Motion 19.4562 von Ständerat Josef Dittli, welche die eidgenössischen Räte 2020 angenommen haben, dass die geeigneten rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden, um das LFN fertigzustellen und die dafür erforderliche Finanzierung zu regeln. Diesbezüglich informiert der Bericht des Bundesrates vom 1. April 2026 über Motionen und Postulate der eidgenössischen Räte im Jahr 2025, dass die Finanzierung aufgrund der Situation bei den Bundesfinanzen zurückgestellt sei, der weitere Ausbau mit gewissen Einschränkungen aber fortgeführt werden könne.<sup></sup></p>
- <p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten: </p><ol><li>Genügt der heutige Ausbaustand des Low Flight Network (LFN) seiner Ansicht nach, um jederzeit ein ausreichendes Sicherheitsniveau für Helikoptereinsätze zu gewährleisten, namentlich in den Bergen, bei Grossereignissen oder im Katastrophenfall?</li><li>Wie sehen die Entwicklungsperspektiven für das LFN in der Schweiz aus?</li><li>Auf welche Einschränkungen bezieht sich der Bericht des Bundesrates über Motionen und Postulate in Zusammenhang mit der Umsetzung der Motion Dittli 19.4562?</li><li>Welche Massnahmen kann der Bundesrat ergreifen, um den Ausbau der Verbindungen zu den Zentrumsspitälern, insbesondere zum CHUV und zum HUG in der Westschweiz, zu beschleunigen?</li></ol>
- Ausbau des Low Flight Network (LFN). Wie weiter bei einer für unsere Sicherheit entscheidenden nationalen kritischen Infrastruktur?
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