Cyber-Fachkräfte in der Bundesverwaltung. Kann der Bund genügend Talente gewinnen und halten?

ShortId
26.3765
Id
20263765
Updated
07.07.2026 17:30
Language
de
Title
Cyber-Fachkräfte in der Bundesverwaltung. Kann der Bund genügend Talente gewinnen und halten?
AdditionalIndexing
34;04;44
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die Cybersicherheit des Bundes hängt wesentlich von qualifizierten Fachkräften ab. Der Wettbewerb um Cyber-Spezialistinnen und -Spezialisten ist intensiv. Privatwirtschaft, Forschungseinrichtungen, internationale Organisationen und ausländische Behörden konkurrieren um dieselben Talente.</p><p>Der Bund braucht Mitarbeitende, die komplexe Bedrohungen erkennen, Schwachstellen analysieren, rasch auf Vorfälle reagieren und innovative Schutzmassnahmen entwickeln können. Dafür sind attraktive Arbeitsbedingungen, Entwicklungsmöglichkeiten, fachliche Freiräume und internationale Vernetzung entscheidend.</p><p>Es stellt sich die Frage, ob die Strukturen der Bundesverwaltung, insbesondere Lohnsystem, Personalrecht, Hierarchien und organisatorische Aufteilung, den besonderen Anforderungen des Cyberbereichs ausreichend Rechnung tragen.</p><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><ol><li>Wie beurteilt der Bundesrat die Fähigkeit des Bundes, hochqualifizierte Cyber-Fachkräfte zu gewinnen, zu entwickeln und langfristig zu halten?</li><li>Welche Massnahmen ergreift der Bund, um im Wettbewerb mit Privatwirtschaft, Forschungseinrichtungen und internationalen Organisationen als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben?</li><li>Bietet das geltende Lohn- und Personalrecht genügend Flexibilität, um besonders gefragte Fachkräfte im Cyberbereich konkurrenzfähig anzustellen und zu halten?</li><li>Welche Laufbahn- und Entwicklungsmöglichkeiten bestehen für Cyber-Fachkräfte innerhalb der Bundesverwaltung?</li><li>Wie stellt der Bund sicher, dass Cyber-Spezialistinnen und -Spezialisten Zugang zu aktueller Weiterbildung, internationalen Konferenzen, Übungen und Kursen erhalten?</li><li>Erhalten diese Fachkräfte genügend Freiräume, um proaktiv Schwachstellen zu identifizieren, neue Angriffsmuster zu analysieren und unkonventionelle Lösungsansätze zu entwickeln?</li><li>Gibt es rechtliche, organisatorische oder kulturelle Hürden, die ein proaktives und innovatives Arbeiten im Cyberbereich erschweren?</li><li>Wie beurteilt der Bundesrat das Risiko, dass unklare Zuständigkeiten, fehlender Informationsaustausch oder organisatorische Zersplitterung die Motivation und Bindung von Cyber-Fachkräften beeinträchtigen?</li></ol>
  • Cyber-Fachkräfte in der Bundesverwaltung. Kann der Bund genügend Talente gewinnen und halten?
State
Eingereicht
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Cybersicherheit des Bundes hängt wesentlich von qualifizierten Fachkräften ab. Der Wettbewerb um Cyber-Spezialistinnen und -Spezialisten ist intensiv. Privatwirtschaft, Forschungseinrichtungen, internationale Organisationen und ausländische Behörden konkurrieren um dieselben Talente.</p><p>Der Bund braucht Mitarbeitende, die komplexe Bedrohungen erkennen, Schwachstellen analysieren, rasch auf Vorfälle reagieren und innovative Schutzmassnahmen entwickeln können. Dafür sind attraktive Arbeitsbedingungen, Entwicklungsmöglichkeiten, fachliche Freiräume und internationale Vernetzung entscheidend.</p><p>Es stellt sich die Frage, ob die Strukturen der Bundesverwaltung, insbesondere Lohnsystem, Personalrecht, Hierarchien und organisatorische Aufteilung, den besonderen Anforderungen des Cyberbereichs ausreichend Rechnung tragen.</p><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><ol><li>Wie beurteilt der Bundesrat die Fähigkeit des Bundes, hochqualifizierte Cyber-Fachkräfte zu gewinnen, zu entwickeln und langfristig zu halten?</li><li>Welche Massnahmen ergreift der Bund, um im Wettbewerb mit Privatwirtschaft, Forschungseinrichtungen und internationalen Organisationen als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben?</li><li>Bietet das geltende Lohn- und Personalrecht genügend Flexibilität, um besonders gefragte Fachkräfte im Cyberbereich konkurrenzfähig anzustellen und zu halten?</li><li>Welche Laufbahn- und Entwicklungsmöglichkeiten bestehen für Cyber-Fachkräfte innerhalb der Bundesverwaltung?</li><li>Wie stellt der Bund sicher, dass Cyber-Spezialistinnen und -Spezialisten Zugang zu aktueller Weiterbildung, internationalen Konferenzen, Übungen und Kursen erhalten?</li><li>Erhalten diese Fachkräfte genügend Freiräume, um proaktiv Schwachstellen zu identifizieren, neue Angriffsmuster zu analysieren und unkonventionelle Lösungsansätze zu entwickeln?</li><li>Gibt es rechtliche, organisatorische oder kulturelle Hürden, die ein proaktives und innovatives Arbeiten im Cyberbereich erschweren?</li><li>Wie beurteilt der Bundesrat das Risiko, dass unklare Zuständigkeiten, fehlender Informationsaustausch oder organisatorische Zersplitterung die Motivation und Bindung von Cyber-Fachkräften beeinträchtigen?</li></ol>
    • Cyber-Fachkräfte in der Bundesverwaltung. Kann der Bund genügend Talente gewinnen und halten?

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