Frauengesundheit in der Lebensmitte: Handlungsbedarf bei Menopause und Perimenopause für bessere Gesundheit und weniger Absenzen am Arbeitsplatz
- ShortId
-
26.3959
- Id
-
20263959
- Updated
-
25.06.2026 13:51
- Language
-
de
- Title
-
Frauengesundheit in der Lebensmitte: Handlungsbedarf bei Menopause und Perimenopause für bessere Gesundheit und weniger Absenzen am Arbeitsplatz
- AdditionalIndexing
-
28;2841;44;36
- 1
-
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Der Bundesrat hält im Postulatsbericht 19.3910 fest, dass geschlechterspezifische Unterschiede in Forschung, Prävention und Gesundheitsversorgung in der Schweiz noch ungenügend berücksichtigt werden. Er ortet Handlungsbedarf namentlich in Forschung, Bildung, Prävention, Gesundheitsversorgung und den Arbeitsbedingungen. </p><p>Meno- und Perimenopause sind in diesem Kontext relevant und bislang wenig sichtbar. Die hormonellen Veränderungen können mit Beschwerden wie Schlafstörungen, Hitzewallungen, Erschöpfung, Konzentrationsproblemen oder Stimmungsschwankungen einhergehen und die Lebensqualität sowie die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigen. Werden Beschwerden nicht erkannt oder nicht angemessen behandelt, können die gesundheitlichen Probleme zu Fehlzeiten, Reduktionen des Arbeitspensums oder vorzeitigem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben führen, was angesichts des Fachkräftemangels auch volkswirtschaftlich relevant ist. Vor diesem Hintergrund soll dargelegt werden, wie die Folgen von Meno- und Perimenopause im Rahmen der angekündigten Arbeiten zur Frauengesundheit gezielt berücksichtigt und mit konkreten, evidenzbasierten Massnahmen gelindert werden können.</p><p>Der Bericht soll zusammen mit den betroffenen ärztlichen Fachgesellschaften und Gesellschaften der Gesundheitsfachpersonen erarbeitet werden.</p>
- <p>Der Bundesrat prüft, mit welchen Massnahmen die Gesundheit der Frauen in der Lebesmitte verbessert werden und Absenzen am Arbeitsplatz reduziert werden können.</p><p>Zu klären sind wie:</p><ul style="list-style-type:disc;"><li>Meno- und Perimenopause in Forschung, Prävention und Gesundheitsförderung, Diagnostik, Behandlung u. Versorgung besser berücksichtigt werden können</li><li>Aus-, Weiter- und Fortbildung von Grundversorger:innen sowie weiteren Gesundheitsfachpersonen im Bereich Meno- und Perimenopause gestärkt werden kann</li><li>Datengrundlage und Forschung zu gesundheitlichen, gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Auswirkungen verbessert werden können</li><li>evidenzbasierte Information und Aufklärung für Bevölkerung, Arbeitgebende und Arbeitnehmende gefördert werden können</li><li>welche Massnahmen geeignet sind, Frauen im Erwerbsleben während der Menopause zu unterstützen, insb. im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung</li><li>wie bestehende Arbeiten des Bundes zur Frauengesundheit mit spezifischen Massnahmen zur Menopause koordiniert werden können</li><li>welche internationalen Erfahrungen und Best Practices (insb. GB, AU, JP), für die Schweiz relevant sind</li></ul>
- Frauengesundheit in der Lebensmitte: Handlungsbedarf bei Menopause und Perimenopause für bessere Gesundheit und weniger Absenzen am Arbeitsplatz
- State
-
Eingereicht
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Der Bundesrat hält im Postulatsbericht 19.3910 fest, dass geschlechterspezifische Unterschiede in Forschung, Prävention und Gesundheitsversorgung in der Schweiz noch ungenügend berücksichtigt werden. Er ortet Handlungsbedarf namentlich in Forschung, Bildung, Prävention, Gesundheitsversorgung und den Arbeitsbedingungen. </p><p>Meno- und Perimenopause sind in diesem Kontext relevant und bislang wenig sichtbar. Die hormonellen Veränderungen können mit Beschwerden wie Schlafstörungen, Hitzewallungen, Erschöpfung, Konzentrationsproblemen oder Stimmungsschwankungen einhergehen und die Lebensqualität sowie die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigen. Werden Beschwerden nicht erkannt oder nicht angemessen behandelt, können die gesundheitlichen Probleme zu Fehlzeiten, Reduktionen des Arbeitspensums oder vorzeitigem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben führen, was angesichts des Fachkräftemangels auch volkswirtschaftlich relevant ist. Vor diesem Hintergrund soll dargelegt werden, wie die Folgen von Meno- und Perimenopause im Rahmen der angekündigten Arbeiten zur Frauengesundheit gezielt berücksichtigt und mit konkreten, evidenzbasierten Massnahmen gelindert werden können.</p><p>Der Bericht soll zusammen mit den betroffenen ärztlichen Fachgesellschaften und Gesellschaften der Gesundheitsfachpersonen erarbeitet werden.</p>
- <p>Der Bundesrat prüft, mit welchen Massnahmen die Gesundheit der Frauen in der Lebesmitte verbessert werden und Absenzen am Arbeitsplatz reduziert werden können.</p><p>Zu klären sind wie:</p><ul style="list-style-type:disc;"><li>Meno- und Perimenopause in Forschung, Prävention und Gesundheitsförderung, Diagnostik, Behandlung u. Versorgung besser berücksichtigt werden können</li><li>Aus-, Weiter- und Fortbildung von Grundversorger:innen sowie weiteren Gesundheitsfachpersonen im Bereich Meno- und Perimenopause gestärkt werden kann</li><li>Datengrundlage und Forschung zu gesundheitlichen, gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Auswirkungen verbessert werden können</li><li>evidenzbasierte Information und Aufklärung für Bevölkerung, Arbeitgebende und Arbeitnehmende gefördert werden können</li><li>welche Massnahmen geeignet sind, Frauen im Erwerbsleben während der Menopause zu unterstützen, insb. im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung</li><li>wie bestehende Arbeiten des Bundes zur Frauengesundheit mit spezifischen Massnahmen zur Menopause koordiniert werden können</li><li>welche internationalen Erfahrungen und Best Practices (insb. GB, AU, JP), für die Schweiz relevant sind</li></ul>
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