Fürsorgepflicht besser kontrollieren

ShortId
26.4123
Id
20264123
Updated
29.10.2026 15:56
Language
de
Title
Fürsorgepflicht besser kontrollieren
AdditionalIndexing
44;2841;52
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Gerade der Hitzesommer 2026 hat gezeigt, dass Verstösse gegen Schutzvorgaben speziell von Arbeitnehmenden, welche draussen schwere körperliche Arbeit verrichten, vielerorts gang und gäbe sind. Arbeitnehmende müssen aufgrund dieser Versäumnisse kurz- und langfristig mit Gesundheitsschäden rechnen. Das ist nicht hinnehmbar.</p><p>Die Kontrolle der Fürsorgepflicht der Arbeitgebenden wird heute ungenügend kontrolliert. Heute werden weniger als ein Drittel der Arbeitnehmenden durch angepasste Arbeitszeiten vor der Hitze geschützt, nur jede dritte Baustelle verfügt stets über einen gekühlten Pausenort. Geeignete Massnahmen, um Kreislaufproblemen der Arbeitnehmenden vorzubeugen und sie auch vor weiteren Auswirkungen der Hitze zu schützen, sollen dank einer Intensivierung der Kontrollen auch tatsächlich umgesetzt werden. Zu diesen Massnahmen gehören nebst verstärkten Massnahmen zur Beschattung der Arbeitsorte auch kühlende Kleidung oder der uneingeschränkte Zugang zu Sonnenschutzcreme und Trinkwasser.</p><p>Eine Intensivierung der Kontrollen könnte forciert werden, indem die Inspektor:innen der SUVA oder die Sozialpartner vermehrt Kontrollen der Schutzvorgaben wahrnehmen.</p>
  • <p>Der Bundesrat teilt das Anliegen der Motion und erachtet die Fürsorgepflicht der Arbeitgeber im Bereich des Gesundheitsschutzes und der Arbeitssicherheit im bestehenden gesetzlichen Rahmen als ausreichend verankert. Er wird die heutige Kontrollpraxis in Zusammenarbeit mit den kantonalen Arbeitsinspektoraten, dem SECO und der Suva sowie unter Einbezug der EKAS im Rahmen ihres Koordinationsauftrags analysieren lassen und dabei ausdrücklich auch die Kontrolle der Massnahmen zum Schutz vor Hitze berücksichtigen. Die Ergebnisse sollen aufzeigen, wie die bestehenden Instrumente gezielter eingesetzt oder weiterentwickelt werden können, um die Kontrollen zur Einhaltung der Fürsorgepflicht zu stärken.</p><br><br>Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
  • <p>Der Bundesrat soll sicherstellen, dass die Schutzvorgaben der SUVA zur Umsetzung der verbindlichen Fürsorgepflicht der Arbeitgeber im Bereich des Gesundheitsschutzes mit höherer Intensität kontrolliert werden.&nbsp;</p>
  • Fürsorgepflicht besser kontrollieren
State
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Gerade der Hitzesommer 2026 hat gezeigt, dass Verstösse gegen Schutzvorgaben speziell von Arbeitnehmenden, welche draussen schwere körperliche Arbeit verrichten, vielerorts gang und gäbe sind. Arbeitnehmende müssen aufgrund dieser Versäumnisse kurz- und langfristig mit Gesundheitsschäden rechnen. Das ist nicht hinnehmbar.</p><p>Die Kontrolle der Fürsorgepflicht der Arbeitgebenden wird heute ungenügend kontrolliert. Heute werden weniger als ein Drittel der Arbeitnehmenden durch angepasste Arbeitszeiten vor der Hitze geschützt, nur jede dritte Baustelle verfügt stets über einen gekühlten Pausenort. Geeignete Massnahmen, um Kreislaufproblemen der Arbeitnehmenden vorzubeugen und sie auch vor weiteren Auswirkungen der Hitze zu schützen, sollen dank einer Intensivierung der Kontrollen auch tatsächlich umgesetzt werden. Zu diesen Massnahmen gehören nebst verstärkten Massnahmen zur Beschattung der Arbeitsorte auch kühlende Kleidung oder der uneingeschränkte Zugang zu Sonnenschutzcreme und Trinkwasser.</p><p>Eine Intensivierung der Kontrollen könnte forciert werden, indem die Inspektor:innen der SUVA oder die Sozialpartner vermehrt Kontrollen der Schutzvorgaben wahrnehmen.</p>
    • <p>Der Bundesrat teilt das Anliegen der Motion und erachtet die Fürsorgepflicht der Arbeitgeber im Bereich des Gesundheitsschutzes und der Arbeitssicherheit im bestehenden gesetzlichen Rahmen als ausreichend verankert. Er wird die heutige Kontrollpraxis in Zusammenarbeit mit den kantonalen Arbeitsinspektoraten, dem SECO und der Suva sowie unter Einbezug der EKAS im Rahmen ihres Koordinationsauftrags analysieren lassen und dabei ausdrücklich auch die Kontrolle der Massnahmen zum Schutz vor Hitze berücksichtigen. Die Ergebnisse sollen aufzeigen, wie die bestehenden Instrumente gezielter eingesetzt oder weiterentwickelt werden können, um die Kontrollen zur Einhaltung der Fürsorgepflicht zu stärken.</p><br><br>Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
    • <p>Der Bundesrat soll sicherstellen, dass die Schutzvorgaben der SUVA zur Umsetzung der verbindlichen Fürsorgepflicht der Arbeitgeber im Bereich des Gesundheitsschutzes mit höherer Intensität kontrolliert werden.&nbsp;</p>
    • Fürsorgepflicht besser kontrollieren

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