Nationale Kühlungsstrategie – effizient kühlen, Fehlanreize abbauen

ShortId
26.4133
Id
20264133
Updated
02.11.2026 15:56
Language
de
Title
Nationale Kühlungsstrategie – effizient kühlen, Fehlanreize abbauen
AdditionalIndexing
52;2846;66
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Mit zunehmenden Hitzeperioden steigt der Kühlbedarf in Gebäuden. Die heutigen Vorschriften können dabei Fehlanreize schaffen: Effiziente fest installierte Kühlsysteme sind teilweise mit Bewilligungsverfahren und vorgängigen baulichen Anforderungen verbunden, während ineffiziente mobile Monoblockgeräte ohne vergleichbare Auflagen eingesetzt werden können. Dies kann dazu führen, dass gerade bei Mietobjekten, KMU, öffentlichen Gebäuden oder vor anstehenden Sanierungen die weniger effiziente und ökologisch schlechtere Lösung gewählt wird.</p><p>Passive Massnahmen wie Beschattung, Nachtkühlung und eine geeignete Gebäudehülle sollen gefördert werden. Gleichzeitig gilt es, effiziente aktive Lösungen nicht unnötig zu erschweren und neue Möglichkeiten wie reversible Wärmepumpen, intelligente Steuerungen, Solarstromüberschüsse, Fernkälte und saisonale Wärmespeicherung einzubeziehen. Eine nationale Kühlungsstrategie soll Klimaanpassung, Klimaschutz und Versorgungssicherheit verbinden und regulatorische Fehlanreize abbauen.</p>
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine nationale Kühlungsstrategie zu erarbeiten. Diese soll aufzeigen, wie der steigende Kühlbedarf von Gebäuden möglichst energieeffizient, klimafreundlich und netzdienlich gedeckt werden kann. Dabei soll er insbesondere prüfen:</p><ol><li>wie Fehlanreize vermieden werden können, die ineffiziente mobile Kühlgeräte gegenüber effizienten und umweltfreundlicheren Lösungen begünstigen;</li><li>wie die kantonalen und kommunalen Anforderungen an aktive und passive Kühlung vereinfacht und soweit sinnvoll harmonisiert werden können, insbesondere durch erleichterte Verfahren für energieeffiziente, umweltfreundliche und netzdienliche Anlagen;</li><li>wie Heizen und Kühlen sowie Klimaschutz und Klimaanpassung besser zusammengedacht werden können, insbesondere durch die Nutzung von Solarstromüberschüssen und die Vermeidung zusätzlicher Lastspitzen;</li><li>welche Lösungen sich je nach Siedlungsstruktur und Gebäudetyp eignen und welche Rolle dabei Fernkälte, Erdsonden und reversible Wärmepumpen spielen können;</li><li>ob schweizweit harmonisierte Grundlagen für Erdsonden geschaffen werden sollen, insbesondere bezüglich Potenzial, saisonaler Wärmespeicherung, Grundwasserschutz und Übernutzungsrisiken.</li></ol>
  • Nationale Kühlungsstrategie – effizient kühlen, Fehlanreize abbauen
State
Eingereicht
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Mit zunehmenden Hitzeperioden steigt der Kühlbedarf in Gebäuden. Die heutigen Vorschriften können dabei Fehlanreize schaffen: Effiziente fest installierte Kühlsysteme sind teilweise mit Bewilligungsverfahren und vorgängigen baulichen Anforderungen verbunden, während ineffiziente mobile Monoblockgeräte ohne vergleichbare Auflagen eingesetzt werden können. Dies kann dazu führen, dass gerade bei Mietobjekten, KMU, öffentlichen Gebäuden oder vor anstehenden Sanierungen die weniger effiziente und ökologisch schlechtere Lösung gewählt wird.</p><p>Passive Massnahmen wie Beschattung, Nachtkühlung und eine geeignete Gebäudehülle sollen gefördert werden. Gleichzeitig gilt es, effiziente aktive Lösungen nicht unnötig zu erschweren und neue Möglichkeiten wie reversible Wärmepumpen, intelligente Steuerungen, Solarstromüberschüsse, Fernkälte und saisonale Wärmespeicherung einzubeziehen. Eine nationale Kühlungsstrategie soll Klimaanpassung, Klimaschutz und Versorgungssicherheit verbinden und regulatorische Fehlanreize abbauen.</p>
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine nationale Kühlungsstrategie zu erarbeiten. Diese soll aufzeigen, wie der steigende Kühlbedarf von Gebäuden möglichst energieeffizient, klimafreundlich und netzdienlich gedeckt werden kann. Dabei soll er insbesondere prüfen:</p><ol><li>wie Fehlanreize vermieden werden können, die ineffiziente mobile Kühlgeräte gegenüber effizienten und umweltfreundlicheren Lösungen begünstigen;</li><li>wie die kantonalen und kommunalen Anforderungen an aktive und passive Kühlung vereinfacht und soweit sinnvoll harmonisiert werden können, insbesondere durch erleichterte Verfahren für energieeffiziente, umweltfreundliche und netzdienliche Anlagen;</li><li>wie Heizen und Kühlen sowie Klimaschutz und Klimaanpassung besser zusammengedacht werden können, insbesondere durch die Nutzung von Solarstromüberschüssen und die Vermeidung zusätzlicher Lastspitzen;</li><li>welche Lösungen sich je nach Siedlungsstruktur und Gebäudetyp eignen und welche Rolle dabei Fernkälte, Erdsonden und reversible Wärmepumpen spielen können;</li><li>ob schweizweit harmonisierte Grundlagen für Erdsonden geschaffen werden sollen, insbesondere bezüglich Potenzial, saisonaler Wärmespeicherung, Grundwasserschutz und Übernutzungsrisiken.</li></ol>
    • Nationale Kühlungsstrategie – effizient kühlen, Fehlanreize abbauen

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