Schaffung eines Hitzeaktionsplans für die Landwirtschaft

ShortId
26.4171
Id
20264171
Updated
30.10.2026 15:34
Language
de
Title
Schaffung eines Hitzeaktionsplans für die Landwirtschaft
AdditionalIndexing
52;55;24
1
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Der Sommer&nbsp;2026 hat besonders deutlich vor Augen geführt, wie empfindlich unsere Landwirtschaft auf längere Hitze- und Trockenperioden reagiert. Bis Mitte August sind die Futtererträge stark zurückgegangen und die Versorgung der (Alp-)Betriebe mit Wasser wurde zum Problem.</p><p>&nbsp;</p><p>Der Mangel an Gras, Heu und Futtermais zwingt Betriebe mit Tierhaltung dazu, auf ihre Winterreserven zurückzugreifen, Futter zuzukaufen oder den Tierbestand zu reduzieren. Auch der Ackerbau, die Obstkulturen sowie der Gemüse- und der Weinbau werden durch den Wassermangel in Mitleidenschaft gezogen.</p><p>&nbsp;</p><p>Diesen Sommer hat der Bund insbesondere den Futtermittelimport erleichtert und gewisse Vorschriften gelockert. Ausserdem will er zur Gewährung zinsloser Darlehen die Betriebshilfe um 54&nbsp;Millionen Franken erhöhen.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Schweiz muss in Zukunft vorausschauend handeln und darf nicht mehr nur bloss reagieren. Es braucht ein vorgängig festgelegtes Instrumentarium mit objektiven Kriterien für dessen Aktivierung, sobald die Trockenheit eine bestimmte Intensität oder Dauer erreicht.</p><p>Mit diesem Instrumentarium sollen Massnahmen im Bereich Futtermittelversorgung, landwirtschaftliche Vorgaben, Zahlungsfähigkeit der Betriebe oder auch für den Fleisch- und Milchmarkt – im Falle von Notschlachtungen – rasch aktiviert werden können. Denn diese Sektoren sind besonders stark betroffen.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Wasserversorgung muss dabei einen zentralen Ansatzpunkt bilden. Bund, Kantone und landwirtschaftliche Kreise müssen im Voraus Massnahmen festlegen, mit denen sich das Tränken der Tiere sowie die Bewässerung der wichtigsten Kulturen weitestgehend sicherstellen lässt.</p><p>&nbsp;</p><p>Es geht nicht darum, systematisch Verluste zu subventionieren. Vielmehr soll eine «Toolbox» mit Instrumenten geschaffen werden, die sofort aktiviert werden können.</p>
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament einen nationalen Aktionsplan vorzulegen, mit dem die Schweizer Landwirtschaft bei längeren Trocken- und Hitzeperioden rasch unterstützt werden kann. Ein solcher Plan muss insbesondere objektive Auslösekriterien festlegen und zeitnah aktivierbare Instrumente vorsehen, um die Wasser- und Futtermittelversorgung zu gewährleisten und die Betriebe bei aussergewöhnlichen Zahlungsschwierigkeiten zu unterstützen. Zudem sollen Instrumente für die Stabilisierung besonders betroffener Agrarmärkte geschaffen werden, u.&nbsp;a. für die Märkte für Fleisch, Milch, Obst, Gemüse und Weinbauerzeugnisse.</p>
  • Schaffung eines Hitzeaktionsplans für die Landwirtschaft
State
Eingereicht
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Der Sommer&nbsp;2026 hat besonders deutlich vor Augen geführt, wie empfindlich unsere Landwirtschaft auf längere Hitze- und Trockenperioden reagiert. Bis Mitte August sind die Futtererträge stark zurückgegangen und die Versorgung der (Alp-)Betriebe mit Wasser wurde zum Problem.</p><p>&nbsp;</p><p>Der Mangel an Gras, Heu und Futtermais zwingt Betriebe mit Tierhaltung dazu, auf ihre Winterreserven zurückzugreifen, Futter zuzukaufen oder den Tierbestand zu reduzieren. Auch der Ackerbau, die Obstkulturen sowie der Gemüse- und der Weinbau werden durch den Wassermangel in Mitleidenschaft gezogen.</p><p>&nbsp;</p><p>Diesen Sommer hat der Bund insbesondere den Futtermittelimport erleichtert und gewisse Vorschriften gelockert. Ausserdem will er zur Gewährung zinsloser Darlehen die Betriebshilfe um 54&nbsp;Millionen Franken erhöhen.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Schweiz muss in Zukunft vorausschauend handeln und darf nicht mehr nur bloss reagieren. Es braucht ein vorgängig festgelegtes Instrumentarium mit objektiven Kriterien für dessen Aktivierung, sobald die Trockenheit eine bestimmte Intensität oder Dauer erreicht.</p><p>Mit diesem Instrumentarium sollen Massnahmen im Bereich Futtermittelversorgung, landwirtschaftliche Vorgaben, Zahlungsfähigkeit der Betriebe oder auch für den Fleisch- und Milchmarkt – im Falle von Notschlachtungen – rasch aktiviert werden können. Denn diese Sektoren sind besonders stark betroffen.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Wasserversorgung muss dabei einen zentralen Ansatzpunkt bilden. Bund, Kantone und landwirtschaftliche Kreise müssen im Voraus Massnahmen festlegen, mit denen sich das Tränken der Tiere sowie die Bewässerung der wichtigsten Kulturen weitestgehend sicherstellen lässt.</p><p>&nbsp;</p><p>Es geht nicht darum, systematisch Verluste zu subventionieren. Vielmehr soll eine «Toolbox» mit Instrumenten geschaffen werden, die sofort aktiviert werden können.</p>
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament einen nationalen Aktionsplan vorzulegen, mit dem die Schweizer Landwirtschaft bei längeren Trocken- und Hitzeperioden rasch unterstützt werden kann. Ein solcher Plan muss insbesondere objektive Auslösekriterien festlegen und zeitnah aktivierbare Instrumente vorsehen, um die Wasser- und Futtermittelversorgung zu gewährleisten und die Betriebe bei aussergewöhnlichen Zahlungsschwierigkeiten zu unterstützen. Zudem sollen Instrumente für die Stabilisierung besonders betroffener Agrarmärkte geschaffen werden, u.&nbsp;a. für die Märkte für Fleisch, Milch, Obst, Gemüse und Weinbauerzeugnisse.</p>
    • Schaffung eines Hitzeaktionsplans für die Landwirtschaft

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